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Michendorf verschiebt zwei Großvorhaben

Gemeinde baut Kreuzungen später um Michendorf verschiebt zwei Großvorhaben

Um weitere Baustellen im Ort zu vermeiden, will die Gemeinde Michendorf den Umbau zwei ihrer wichtigsten Kreuzungen verschieben. Die Arbeiten an den Knoten in der Potsdamer und Flottsteller Straße sollen erst beginnen, wenn die gesperrte Bahnbrücke in Michendorf wieder frei ist. Die Baustelle dort ist zur Existenzbedrohung für Geschäftsleute geworden.

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An der Kreuzung zwischen Potsdamer und Luckenwalder Straße entsteht ein Kreisverkehr.

Quelle: Jens Steglich

Michendorf. Die Gemeinde Michendorf will zwei ihrer wichtigsten Kreuzungen im Ort umbauen, wird die beiden Großvorhaben an der Potsdamer und an der Flottsteller Straße aber verschieben, um die Geschäftsleute im Ort nicht zusätzlich zu belasten. „Wir werden den Baubeginn abhängig machen von der Fertigstellung der Bahnbrücke“, sagte Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Erst wenn die seit April 2015 gesperrte Bahnunterführung in der Potsdamer Straße wieder offen ist, sollen die Umbauten beginnen. Nach bisheriger Planung ist die Fertigstellung der Brücke Anfang 2018 vorgesehen, so Bauamtschef Christopher Gerhardt. Er hofft, dass die Vollsperrung im Herbst 2017 aufgehoben werden kann.

Die Deutsche Bahn lässt für 17,5 Millionen Euro den alten Überweg durch eine neue Brücke ersetzen. Die Dauerbaustelle ist inzwischen zur Existenzbedrohung für Geschäftsleute in der Potsdamer Straße geworden, die über einbrechende Umsätze klagen, weil die Kunden wegbleiben. Viele Leute scheuen die Umleitung zur Umfahrung der gesperrten Brücke und kaufen woanders ein.

Die Kreuzung an Bahn- und Flottsteller Straße soll aus Sicherheitsgründen umgebaut werden

Die Kreuzung an Bahn- und Flottsteller Straße soll aus Sicherheitsgründen umgebaut werden.

Quelle: Jens Steglich

Die Planungen für den Umbau der Kreuzungen an der Potsdamer Straße/Luckenwalder Straße und an der Flottsteller Straße/Bahnstraße liegen inzwischen vor. Der Bauausschuss hat die Konzepte befürwortet, dies aber mit dem Rat verbunden, nicht vor Freigabe der Bahnbrücke mit den Arbeiten zu beginnen. Die Pläne sehen vor, am Knotenpunkt zwischen Potsdamer und Luckenwalder Straße einen Kreisverkehr zu bauen. Weil nicht viel Platz ist, soll die kleinste zulässige Kreisel-Variante mit neun Metern Durchmesser realisiert werden. „Der Kreisverkehr ist kein Luxus-Projekt. Er ist notwendig“, sagte Mirbach. Der Kreisel soll den zusätzlichen Verkehr aus dem geplanten Gewerbegebiet an der Feldstraße mit aufnehmen. Ein Planungsbüro war nach einer Untersuchung der Kreuzung zum Schluss gekommen, dass sie in ihrem jetzigen Zustand das aktuelle Verkehrsaufkommen verkraftet, nicht aber zusätzliche Belastungen, die durch ein Gewerbegebiet mittlerer Größe entstehen. Der Kollaps kann mit dem Umbau zum Kreisverkehr verhindert werden. Der Bau kostet gut 470 000 Euro.

Zum Vorhaben gehört auch die 200 000 Euro teure Umgestaltung des hinteren Teils der Potsdamer Straße zwischen Kreuzung und Shell-Tankstelle. Dort sollen die Fahrbahndecke erneuert, Lücken im Gehweg geschlossen und Radfahr-Spuren angelegt werden. Weil diese Arbeiten keine großen Auswirkungen aufs Ortszentrum haben, könnten sie in einem ersten Bauabschnitt vor Fertigstellung der Bahnbrücke beginnen.

Die Kreuzung zwischen Flottsteller- und Bahnstraße wird aus Sicherheitsgründen für 110 000 Euro umgebaut. Sie ist schwer einsehbar, gilt als konfliktträchtig und liegt auf dem Weg, den Kinder nehmen müssen, um zur Grundschule zu gelangen. Vorgesehen ist, sie mit drei Mittelinseln zu entschärfen. Außerdem wird auf der Flottsteller Straße ein Fußgängerüberweg entstehen. Auch die Vorfahrt soll geändert werden, wie es Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP) vorschlug. Autofahrer, die von der Bahn- nach links auf die Flottsteller Straße einbiegen, wären dann auf der Hauptstraße unterwegs und müssten nicht mehr anhalten, um zu schauen, ob unterhalb der schwer einsehbaren Brücke ein Auto kommt.

Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) kündigt zudem eine Informationsveranstaltung für alle Gewerbetreibenden an. Dort soll der Umbau der Kreuzung in der Potsdamer Straße zu einem Kreisverkehr vorgestellt werden. Außerdem will er mit den Geschäftsleuten über eine neue, attraktivere Gestaltung der Potsdamer Straße reden und von ihnen erfahren, was sie sich dort vorstellen könnten.

Von Jens Steglich

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