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Michendorfs Bürgermeister verliert Personal

Gemeindechef muss ohne angestammte Führungsmannschaft auskommen Michendorfs Bürgermeister verliert Personal

Der Michendorfer Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) steht künftig ohne seine wichtigsten Leute aus der Führungsmannschaft da. Einem Mitarbeiter ist gekündigt worden, einer ist krank und zu allem Überfluss verlässt auch noch seine Kämmerin das Rathaus. Auch unter den verbliebenen Angestellten herrscht Unmut.

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Reinhard Mirbach muss einen neuen Kämmerer suchen.

Quelle: Foto: Archiv/OM

Michendorf. Für Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) brechen schwere Zeiten an. Er steht ab Ende Juni ohne sein angestammtes Führungspersonal da, mit dem er beim Amtsantritt 2011 gestartet war. Der langjährige Bauamtschef Karl-Heinz Oed ist schon längere Zeit schwer erkrankt, dem Liegenschaftsleiter und früheren Kämmerer Jörg-Peter Melior wurde mit Wirkung zum 30. Juni gekündigt. Und nun verliert der Bürgermeister auch noch seine derzeit fähigste Mitarbeiterin, Claudia Nowka. Die Kämmerin, die zugleich auch den Bereich Soziales managt, verlässt Michendorf auf eigenen Wunsch. Sie hat zum 30. Juni gekündigt und übernimmt dem Vernehmen nach eine leitende Stelle im Finanzbereich der Bundespolizei. Sie gehört zu den Verwaltungsangestellten, die regelmäßig Lob ernteten, was in Michendorfs kritikfreudigen Gemeindevertretung selten ist.

Stelle der Kämmerin ist bereits ausgeschrieben worden

„Der Weggang von Frau Nowka ist ein herber Verlust. Ich konnte mich hundertprozentig darauf verlassen, dass sie Aufträge nahezu perfekt erledigte“, sagte Mirbach und fügte hinzu: „Ich sehe die Brisanz. Aber meine Einstellung zur Arbeit ist es, Lösungswege zu suchen und nicht der Vergangenheit nachzutrauern.“ Die Stelle der Kämmerin ist am Montag neu ausgeschrieben worden. Mirbach geht davon aus, dass Mitte Juni eine Entscheidung in der Gemeindevertretung fällt, welcher Bewerber sich künftig um Michendorfs Finanzen kümmert. Unter Gemeindevertretern hieß es, dass sich die Kämmerin zu viele Aufgaben auf den Tisch gezogen habe. Auf eigenen Wunsch hatte sie auch den Sozial-Bereich weiter mit gemanagt, als sie in die Kämmerei wechselte.

Unter dem verbliebenen Personal herrscht Unmut

Mirbach reagiert mit einer Umstrukturierung auf die große Überstundenzahl, die sich bei ihr angesammelt hatte. Künftig soll der Sozial-Bereich mit an die Abteilung für Bürgerservice angebunden werden, die bislang Jörg-Peter Melior führte. Zu Melior wollte sich Mirbach nicht weiter äußern. „Es sind Gründe verschiedener Art, die mich dazu bewogen haben, fristgerecht die Kündigung auszusprechen.“ Ob die Kündigung wirksam wird oder Melior an seinen Platz zurückkehrt, entscheidet das Gericht am 2. Juli.

Auch Patrick Knape, wichtiger Mitarbeiter im Bauamt, geht auf eigenen Wunsch. Er wechselt nach Potsdam zum Kommunalen Immobilien-Service. „Herr Mirbach muss sich darum kümmern, dass er gute Leute rankriegt und das Klima in der Verwaltung wieder besser wird“, so FBL-UWG-Fraktionschef Gerd Sommerlatte. Für Unruhe in der Verwaltung sorgten Gehaltseinbußen bei einzelnen Mitarbeitern, bei denen eine externe Firma festgestellt hatte, sie seien zu hoch eingestuft gewesen.

Von Jens Steglich

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