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Potsdam-Mittelmark Michendorfs Rentner bleiben in Bewegung
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorfs Rentner bleiben in Bewegung
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10:27 15.03.2016
An der Kraftstation probiert sich Harald Winter (l.) aus, auf dem Grosstrainer übt Gerhard Mühlbach.   Quelle: Jens Steglich
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Michendorf

 In der medizinischen Rehabilitation ist eine neue Senioren-Gattung aufgetaucht, die drei Unterarten hat: die Go-Go’s, die Slow-Go’s und die No-Go’s, erzählt René Odenthal, Chef des Michendorfer Seniorenbeirats. „Wir haben hier Geräte für die Go-Go’s. Wir hoffen aber, dass bei uns die Slow-Go’s wieder zu Go-Go’s werden“, sagt er und macht mit dem Schuss Ironie den Weg frei fürs erste Training auf dem neuen Aktivplatz für die ältere Generation.

Seit Montag haben ältere Leute, die sich in Schwung halten wollen, ohne ins Fitness-Studio gehen zu müssen, eine neue Adresse in Michendorf. Sie können sich auf dem Aktivplatz bewegen, der hinter dem früheren Jugendklub in der Potsdamer Straße 57 entstanden ist, also dort, wo sich vor Jahren noch die Jugend traf, um etwa Basketball zu spielen. Man könnte diese Nachnutzung dem demografischen Wandel ankreiden. Aber die neue Generation der Alten will gar nicht unter sich bleiben: „Die Jugend kann die Geräte auch gern nutzen“, sagt Harald Winter (76), der ohne Zweifel zu den Go-Go’s gehört, die man sich als sehnige und sportliche Senioren vorstellen kann, die in Wanderschuhen und auf Tourenrädern die Umgebung oder die ganze Welt erkunden. Für Harald Winter, der zuhause die Wassereimer mit nach vorn angewinkelten Armen trägt, um etwas für die Muskulatur zu tun, sind die Übungen an den neuen Sportgeräten fast schon zu leicht. Der fitte Michendorfer kann hier freilich kein Maßstab sein.

Schließlich sollen auch Frauen und Männer aus der Gruppe der Slow-Go’s gewonnen werden, die bisher lieber im Sessel oder auf der Gartenbank Platz nahmen. Kraftstation, Grosstrainer und Bike-Gerät könnte man auch als die Mittelchen bezeichnen, mit denen fortan verhindert werden soll, dass Michendorfs ältere Leute in die Gruppe der No-Go’s abdriften. Damit ist der Zustand gemeint, der es nicht mehr erlaubt, sich ohne Hilfe allein zu bewegen. In Bewegung bleiben heißt deshalb die Devise, die nun mit der Eröffnung des Aktivplatzes passend zur gerade stattfindenden Gesundheitswoche ausgegeben wurde. Mit dem Grosstrainer etwa tut man etwas für die Koordination und den Bewegungsapparat, erklärt Gudrun Clausing vom Seniorenbeirat. Und an der Kraftstation werden Nacken, Schultermuskulatur und Arme trainiert.

Die Gemeinde gab 15 000 Euro für den Aktivplatz. Es ist der dritte in der Gemeinde, die zwei anderen sind auf dem Pappelplatz in Wildenbruch und am Wilhelmshorster Gemeindezentrum zu finden. Der Seniorenbeirat will nun beobachten, wie die neuen Möglichkeiten angenommen werden. Ist die Akzeptanz da, sollen auch die anderen drei Ortsteile Aktivplätze bekommen. Gudrun Clausing hat festgestellt, dass sich die älteren Leute leichter tun, wenn sie in Gruppen trainieren. Das dürfte an der Scheu liegen, als alter Mensch allein und für alle sichtbar auf den Geräten zu üben. Da sind die Chinesen schon wesentlich weiter. Dort gehören Spielplätze für Jung und Alt seit Jahren zum Stadtbild.

Von Jens Steglich

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