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Potsdam-Mittelmark Mieter randaliert: Chemiealarm in der Altstadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Mieter randaliert: Chemiealarm in der Altstadt
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11:55 27.02.2018
Chemiealarm in der Altstadt: In Schutzanzügen rückten Feuerwehrleute am späten Donnerstagabend in eine Treuenbrietzener Mietwohnung vor. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

In Spezialanzügen und unter Atemschutz sind Feuerwehrleute am späten Donnerstagabend in eine Treuenbrietzener Altstadtwohnung vorgerückt. Polizisten hatten zuvor einen Chemiealarm ausgelöst. Die Beamten waren gegen 21.30 Uhr in die Grünstraße gerufen worden. Dort war im Dachgeschoss eines kleinen privaten Mietshauses ein Streit zwischen dem Mieter und seiner Mutter eskaliert.

Der 22 Jahre alte Bewohner randalierte dabei massiv in seiner gesamten Wohnung. Er zerstörte Möbel, Inventar und technische Geräte sowie Wände und Türen. Dabei kippte er schließlich in einem Wohnraum sämtliche Haushaltschemikalien und Putzmittel ineinander.

Spezialisten des Gefahrstoffzuges untersuchen Gemisch

Die Polizisten nahmen einen stark beißender Geruch wahr. Sie sperrten den Bereich, evakuierten zwei weitere Bewohner und alarmierten gegen 22 Uhr die Feuerwehr. Deren Spezialisten des Gefahrstoffzuges untersuchten kurz darauf, ob sich aus dem unklaren Gemisch der Chemikalien womöglich gefährliche Dämpfe oder Säuren gebildet hatten. „Die Untersuchung erfolgte mit Indikatorpapieren, Gasmessgerät sowie einer Wärmebildkamera“, erklärt Einsatzleiter Olaf Fetz von der Feuerwehr Treuenbrietzen. Gegen 23 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Personen wurden bei dem eskalierten Streit sowie durch die Chemikalien nicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte den offenbar psychisch angeschlagenen Mieter zur stationären Behandlung in eine Fachklinik des Treuenbrietzener Krankenhauses. Ein Notarzt hatte die Zwangseinweisung veranlasst. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen den Mieter auf. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Anwohner oder beteiligte Personen“, teilt Polizeisprecher Oliver Bergholz mit. Nachdem das Gebäude gut durchlüftet wurde, war es wieder bewohnbar.

Olaf Fetz (Mitte) koordiniert den Einsatz mit Gefahrstoffeinheit. Quelle: Thomas Wachs

Gegen 24 Uhr war der Einsatz beendet. Dafür waren Abschnitte der Grünstraße, der Bäckerstraße sowie der Neuen Marktstraße gesperrt worden. Insgesamt waren knapp 70 Leute diverser Feuerwehren aus dem Fläming im Einsatz. Sie kamen neben der örtlichen Wehr zudem aus Bad Belzig, Dippmannsdorf, Wiesenburg sowie Niemegk und Dahnsdorf. Neben der Sicherstellung von Atemschutztechnik bauten sie in der Bäckerstraße auch ein Spezialzelt zur Dekontamination der Spezialkräfte in Schutzanzügen auf. Benötigt wurde es am Ende jedoch nicht.

Auf der Bäckerstraße wurde auch ein Dekontaminationszelt aufgebaut Quelle: Thomas Wachs

Nach Informationen der MAZ hatte es in der betreffenden Mietwohnung schon mehrfach Probleme mit dem Mieter gegeben, die Einsätze von Polizei und Feuerwehr zur Folge hatten.

Von Thomas Wachs

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