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Mieter soll Gemeindehaus erwerben

Rabener trennen sich vom alten Dorfkonsum Mieter soll Gemeindehaus erwerben

Das schmucke, lindgrüne Häuschen vis-à-vis der Rabener Kirche passt gut ins Dorfbild und wirkt wie ein gemütliches Eigenheim. Nun ist der Beschluss gefasst: Das Gemeindehaus soll verkauft werden. Einer der beiden Mieter will das Gebäude erwerben und hat zugestimmt, dass die Gemeinde einen der Räume mieten darf.

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Aus dem alten Konsum ist ein schmuckes Haus geworden.

Quelle: U. Klemens

Raben. Das schmucke, lindgrüne Häuschen vis-à-vis der Rabener Kirche passt gut ins Dorfbild und wirkt wie ein gemütliches Eigenheim. Nur die Feuersirene auf dem Dach und das große Schaufenster verraten, dass das Gebäude seit langem im öffentlichen Leben des Dorfes eine Rolle spielt. Nun soll es verkauft werden.

„Dorfkonsum“ sagen viele Rabener noch immer, wenn sie vom heutigen Gemeindehaus sprechen, auch wenn es Brot und Butter oder andere Dinge hier schon seit der Wende nicht mehr zu kaufen gibt. Ein großer Gemeinderaum und der Jugendtreff sind in einem Teil des Erdgeschosses untergebracht. Den übrigen Teil des Hauses teilen sich zwei Mieter. Weil die Lasten für die Gebäudeunterhaltung die zunehmend klammer werdende Gemeindekasse belastet, wird seit einiger Zeit über den Verkauf des Gebäudes nachgedacht und nun in der Gemeindevertretersitzung beraten.

Einstimmiges Ja – unter einer Bedingung

So lange den Rabenern ihr Gemeinderaum erhalten bleibt, haben sie gegen den Verkauf nichts einzuwenden, fasste Bürgermeister Ralf Rafelt das Ergebnis einer ersten Beratung im Ortsbeirat zusammen. Unter dieser Bedingung gebe es bereits ein einstimmiges Ja des Ortbeirates zum Verkauf.

Den Gemeinderaum weiter zu nutzen, ließe sich problemlos mit einem Pachtvertrag regeln, der vor dem Verkauf des Gebäudes verbindlich über einen längeren Zeitraum geschlossen werden könnte, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Griesbach. Signale, einem solchen Pachtvertrag zuzustimmen, habe der Mieter, der das Haus kaufen möchte, bereits gegeben.

Auf die Frage, was mit dem Verkaufserlös des Gebäudes geschieht, hatte Griesbach eine eindeutige Antwort. „Die verschwindet im riesengroßen ’Schwarzen Loch’. Soll heißen: Die Einnahme mindert den Minusbetrag im Haushalt und hilft mit, das drohende Haushaltssicherungskonzept zu verhindern.“

Verkaufserlös lässt sich nicht vorhersagen

Wie hoch der Verkaufserlös überhaupt sein könnte, lasse sich noch nicht vorhersagen. Wenn die Gemeindevertreter generell zustimmen, müsse auch dem zweiten Mieter nach geltendem Recht das Haus zum Kauf angeboten werden und parallel dazu ein Wertgutachten erstellt werden, so Griesbach. Dann entscheide das Höchstgebot, das nicht unter dem ermittelten Wert liegen dürfe.

„Der Vorteil ist, dass die Gemeinde als Mieter mit dem Verkauf des Hauses von allen Lasten befreit ist“, warben Bauamtsleiter und Bürgermeister für den Verkauf. Das gelte auch, wenn die Straße vor dem Haus eines Tages gemacht werde, da der dann anfallende Anliegerbeitrag vom neuen Eigentümer zu tragen wäre. Diese Argumente überzeugten auch die Gemeindevertreter, die dem Verkauf einstimmig zustimmten.

Von Uwe Klemens

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