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Potsdam-Mittelmark Mike Fetzer will für die SPD ins Rathaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Mike Fetzer will für die SPD ins Rathaus
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20:21 04.09.2017
Der Treuenbrietzener Bürgermeisterkandidat Mike Fetzer (SPD) mag das Landleben am Stadtrand und seine Pferde Lena (r.) und Sara. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Das große Grundstück mit Pferdekoppeln an der Neuen Hufenstraße ist für Mike Fetzer Heimat, Fitnessstudio und Erholungsort zugleich. Dass er dafür womöglich bald weniger Zeit haben könnte, ist dem 47-Jährigen bewusst. Als noch junges Mitglied der SPD tritt der gelernte KFZ-Schlosser und heutige Bereichsleiter der Verkehrsgesellschaft Regiobus Potsdam Mittelmark zur Bürgermeisterwahl in Treuenbrietzen an. Als einer von zwei Gegenkandidaten fordert er den langjährigen Amtsinhaber, Michael Knape (parteilos), heraus.

Ländliche Wahlheimat

Seit 1996 ist die Stadt für den gebürtigen Mecklenburger die Wahlheimat. „Hier fühlen wir uns wohl, inzwischen lebt die gesamte Familien hier in einem Mehrgenerationenprojekt“, erzählt Mike Fetzer. Der Ort verbinde für ihn „ländliche Freiräume, wie ich sie vom Landleben mit meinen Eltern kannte, mit dem Charme einer netten Kleinstadt“, erzählt Fetzer zum Grund seines Umzuges aus Potsdam.

In Treuenbrietzen wuchsen die Kinder im Alter von heute 13, 19 und 20 Jahren auf. Die drei zog der 21 Jahre lang verheiratete Familienvater gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea auf. Die Familie habe ihn schon beim Zusatzstudium zum Diplombetriebswirt unterstützt und stehe nun auch voll hinter der Kandidatur für den Chefposten im Rathaus. Nach 31 Jahren im Verkehrsbetrieb würde Fetzer dafür auch seine heute „meist feste Arbeitszeit von 6 bis 15 Uhr aufgeben. Für die Stadt wird das wohl nicht reichen“, schätzt der Kandidat ein. Derzeit ist er im Busbetrieb des Landkreises Bereichsleiter für 86 Mitarbeiter.

Durch Mecklenburg und Russland

Geboren wird Mike Fetzer am 20. Januar 1970 in Lübz in Mecklenburg Vorpommern.

Durch Berufe der Eltern wechselt sein Lebensmittelpunkt und der seiner Geschwister in Mecklenburg Vorpommern und führt bis nach Pensa in Russland.

Die Familie wird 1976 in Potsdam sesshaft. Dort lernt Mike Fetzer den Beruf des Kfz-Mechanikers beim damaligen Personenkraftverkehr.

Nach dem Wehrdienst zur Wendezeit wird Fetzer im Lehrbetrieb Vorarbeiter und erwirbt parallel in zwei Jahren Abendschule die fachbezogene Hochschulreife.

Zum Diplombetriebswirt und für leitende Funktionen bei der Verkehrsgesellschaft Regiobus qualifiziert sich Mike Fetzer ab 2005 beim nebenberuflichen Studium.

Etwas in die Stadtpolitik eingestiegen und der SPD beigetreten ist Fetzer vor drei Jahren. Als berufener Bürger arbeitet er heute im Ausschuss für Stadt- und Ortsteilentwicklung der Stadtverordnetenversammlung mit. Für ihn sei es wichtig, „Themen auf mehrere Schultern zu verteilen, auch wenn man es nicht jedem recht machen kann“. Fetzer hat Respekt „vor den vielen Leistungen, die heute schon in der Stadt ehrenamtlich von Bewohnern in diversen Vereinen erledigt werden. Mehr Bürgerbeteiligung hält der Kandidat für wichtig, „wenngleich nicht alle Entscheidungen mit Bürgerentscheiden gefällt werden können.“

Über Bürgerprotest zur Lokalpolitik

Über den Anliegerprotest zur Gestaltung der Berliner Chaussee sowie des Berliner Dreieckes ist er vor knapp drei Jahren zur Lokalpolitik gekommen. CDU und SPD standen zur Disposition, als seine Frau ihn bestärkt hatte „selbst mit anzupacken, statt immer nur zu meckern“, erzählt Fetzer. Er zählt sich heute zum bürgerlichen Lager der Sozialdemokraten in der Region. In deren Reihen vertrete er gerne auch konträre Meinungen. So wie beim weiteren Ausbau von Windkraftanlagen. Dort stellt er sich gegen die Linie der SPD-geführten Landesregierung und plädiert dafür, die Anlagen in unbewohnteren Regionen zu postieren. Dass ihm die SPD-Fraktion in der Stadt aktuell nur mit zwei Abgeordneten politisch den Rücken stärken könnte, hält Fetzer für kein Problem. Das Parteibuch sei unwichtig. „Ein Bürgermeister sollte Moderator und nicht der König sein“, sagt der Bewerber.

Urlaub auch gern auf der Baustelle

In der Stadtpolitik steht er für den Erhalt der Sabinchenfigur auf dem Rathausbrunnen, „auch wenn es dafür andere Beschlüsse gibt“. Den Ausbau des Motocross-Betriebes auf dem Vereinsgelände am Krähenberg hält der bekennende Motorsportfreund „nicht für ideal, wenn es darum geht, den sanften Tourismus auszubauen, für den die Stadt und ihre Umgebung viel Potenzial haben“, so Fetzer. Selbst ist er gerne mit dem Tourenrad in der Umgebung unterwegs, mag Krafttraining im heimische Fitnessraum sowie französische Filme und verbringt auch Urlaubstage gern aktiv daheim. „Auf dem Grundstück gibt es immer was zu tun“, sagt der Familienvater, der viele Ausbauarbeiten am Haus selbst erledigt habe. Im Urlaub mit der Familie ging es selten auf große Reisen. Dänemark und Ziele in Deutschland waren bislang die Favoriten.

Von Thomas Wachs

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