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Potsdam-Mittelmark Minikreisel in Reetzer Mitte noch strittig
Lokales Potsdam-Mittelmark Minikreisel in Reetzer Mitte noch strittig
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00:28 12.06.2015
Sanierungsbedürftig: B 246 in Reetz. Quelle: R. Gaffron
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Reetz

Ein seit 25 Jahren gehegter Wunsch der mehr als 500 Einwohner würde sich erfüllen. Das hat Ortsvorsteherin Marion Gante jetzt in einem Bürgerforum bekannt gegeben.

Die Planer befürworten den Mini-Kreisel, um einerseits den Verkehrsfluss auf der Bundesstraße zu erhalten und andererseits im Interesse der Anlieger eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen. Dazu sollen vorher schon – aus Richtung Zerbst kommend – eine Verkehrsinsel am Ortseingang sowie eine Einengung an der Einmündung zur Grünen-Grund-Straße ihren Teil beitragen. Das haben Thomas Habig vom Ingenieurbüro und Rainer Reichel vom Landesbetrieb erklärt.

Die Fahrbahn selbst soll ihren Ausführungen zufolge in der Regel sechs Meter breit ausgebaut werden und eine Asphaltdecke auf gleichem Niveau wie jetzt erhalten, so dass die Grundstückszufahrten unverändert bleiben können. Die Herstellung erfolgt inklusive grundlegendem Tiefbau. Gleichzeitig wird die marode Straßenentwässerung saniert.

Kostenfrage offen

Der Ausbau der B-246-Ortsdurchfahrt in Reetz wird größtenteils vom Bund bezahlt. Was er genau kostet, konnte noch nicht gesagt werden, da die Ausführungsplanung erst fertig sein muss, so die Behörden-Mitarbeiter.
Die Gemeinde Wiesenburg/Mark muss die so genannten Nebenanlagen (Gehweg etc.) bezahlen.
Zehn Prozent ihrer Ausgaben kann sielaut kommunaler Straßenausbaubeitragssatzung den Anliegern in Rechnung stellen.

Am Feldweg ist eine Anlage zur Versickerung des Niederschlagswassers vorgesehen. „Falls Bäume gefällt werden müssten, seien Ersatzpflanzungen obligatorisch“, erklärten die Fachleute. An der Gaststätte „Bauernstüble“ ist zudem die Schaffung von Parkplätzen vorgesehen.

Wo genau Gehwege gebaut werden, ist noch Teil der Abstimmung zwischen Kommune und Bürgern sowie Behörde. Teilweise ist nicht auf beiden Seiten genug Platz, so dass sie zwangsläufig eingespart werden müssen. Dann reicht der Bürgersteig auf einer Seite aus, hieß es. Nicht zuletzt würde dies zu Kosteneinsparungen führen.

In der Belziger Straße wie in der Zerbster Straße sollen die Gehwege gepflastert werden. Abgerundete Granitborde sind als Abgrenzung zur Fahrbahn gedacht – buchstäblich Steine des Anstoßes. Große Fahrzeuge würden bald wieder auf den Gehweg ausweichen und Schäden anrichten, lautet die Befürchtung. Die gleichen Vorbehalte gibt es beim Kreisel, gleichwohl er in der Mitte überfahrbar sein soll.

Von Eva Loth

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