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Potsdam-Mittelmark Minimüllautos werden in Borkheide getestet
Lokales Potsdam-Mittelmark Minimüllautos werden in Borkheide getestet
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00:33 21.08.2015
Das Minimüllauto in Cammer im Einsatz Quelle: Andreas Koska
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Niemegk

Mitunter gehen Anrufe zweifelnder Einwohner bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Potsdam-Mittelmark ein. „Die Leute wollen wissen, ob es denn rechtens ist, dass diese kleinen Autos wirklich den Abfall aus der Siedlung mitnehmen“, bestätigt Mona Belz. Obwohl schon ein Jahr lang zwischen Havel und Fläming in der Erprobung sind die Miniaturfahrzeuge nach wie vor ein Blickfang. Doch darum geht es dem kreiseigenen Unternehmen nicht.

Vielmehr war es quasi gezwungen, seinen Fuhrpark zu ergänzen. Denn für den Abfallentsorger ist der buchstäblich gezielte Einsatz der „Kleinwagen“ die einzige Möglichkeit, um den Unfallverhütungsvorschriften ausreichend Genüge zu tun.

Denn: Die bisher eingesetzten Fahrzeuge sind bis zu 11,1 Meter lang, 2,55 Meter breit und haben einen Wendekreis von 23,6 Meter. In den Sackgassen ohne entsprechenden Wendehammer bleibt also nur das Einlegen des Rückwärtsganges als Lösung. Ohne eine Einweisung verbietet dies auch die Straßenverkehrsordnung. Da die mit viel Automatik ausgestatteten Autos beim Einsammeln des Restmülls zur Einsparung von Personalkosten nur noch mit einem Mitarbeiter besetzt sind, entfällt diese Möglichkeit.

Neuer Fahrzeugtyp im Test

Kein Problem für die wendigen auf Multicar-Basis – drei Meter lang, keine zwei Meter breit – gebauten Modelle, wie der bisherige Feldversuch ergeben hat. „Der Testbetrieb läuft aber immer noch, weil diese spezielle Müllfahrzeugtechnik doch komplizierter ist als gedacht“, sagt Mona Belz. Seit kurzem werde daher ein weiterer Fahrzeugtyp getestet, um alternative Erkenntnisse zu gewinnen, sagt sie. Ihren Angaben zufolge ist eine detaillierte Auswertung im Herbst vorgesehen.

Gesammelt werden die Erfahrungen vor allem in Waldgemeinden wie Borkheide und Borkwalde sowie im Raum Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf. Allerdings soll die Lösung weiterehin die Ausnahme bleiben. Lediglich jetzt bestehende Sackgassen sollen im Routenplan ihren Bestand haben. „Bauherren werden präventiv zur Straßenerschließung beraten, um später normale Fahrzeuge einsetzen zu können“, heißt es von der in Niemegk ansässigen APM-GmbH, die sich immerhin maßgeblich aus den Gebühren finanziert und entsprechend auf Effektivität zu achten hat

Eines ist immerhin schon klar: . Eine im vergangenen Jahr noch erwogene Gebührenerhöhung wird zumindest nicht auf Grund der Anschaffung der Fahrzeuge fällig. „Daran ist nicht gedacht“, so die APM-Sprecherin auf MAZ-Nachfrage.

Von Andreas Koska

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