Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Minimüllautos werden in Borkheide getestet

Entsorgungsbetrieb ergänzt Fuhrpark Minimüllautos werden in Borkheide getestet

In engen Sackgassen haben die Entsorgungsfahrzeuge ein Problem. Rückwärtsfahren dürfen sie laut Vorschrift nämlich nur mit Einweisungspersonal. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Potsdam-Mittelmark testet lieber kleine Fahrzeuge, die den Fuhrpark ergänzen könnten. Sie sind allemal ein Blickfang und sorgen mitunter für Anrufe von irritierten Bürgern.

Voriger Artikel
Glück und Unglück des betagten Chefs
Nächster Artikel
Mit Taschenlampen durch den Gutspark

Das Minimüllauto in Cammer im Einsatz

Quelle: Andreas Koska

Niemegk. Mitunter gehen Anrufe zweifelnder Einwohner bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Potsdam-Mittelmark ein. „Die Leute wollen wissen, ob es denn rechtens ist, dass diese kleinen Autos wirklich den Abfall aus der Siedlung mitnehmen“, bestätigt Mona Belz. Obwohl schon ein Jahr lang zwischen Havel und Fläming in der Erprobung sind die Miniaturfahrzeuge nach wie vor ein Blickfang. Doch darum geht es dem kreiseigenen Unternehmen nicht.

Vielmehr war es quasi gezwungen, seinen Fuhrpark zu ergänzen. Denn für den Abfallentsorger ist der buchstäblich gezielte Einsatz der „Kleinwagen“ die einzige Möglichkeit, um den Unfallverhütungsvorschriften ausreichend Genüge zu tun.

Denn: Die bisher eingesetzten Fahrzeuge sind bis zu 11,1 Meter lang, 2,55 Meter breit und haben einen Wendekreis von 23,6 Meter. In den Sackgassen ohne entsprechenden Wendehammer bleibt also nur das Einlegen des Rückwärtsganges als Lösung. Ohne eine Einweisung verbietet dies auch die Straßenverkehrsordnung. Da die mit viel Automatik ausgestatteten Autos beim Einsammeln des Restmülls zur Einsparung von Personalkosten nur noch mit einem Mitarbeiter besetzt sind, entfällt diese Möglichkeit.

Neuer Fahrzeugtyp im Test

Kein Problem für die wendigen auf Multicar-Basis – drei Meter lang, keine zwei Meter breit – gebauten Modelle, wie der bisherige Feldversuch ergeben hat. „Der Testbetrieb läuft aber immer noch, weil diese spezielle Müllfahrzeugtechnik doch komplizierter ist als gedacht“, sagt Mona Belz. Seit kurzem werde daher ein weiterer Fahrzeugtyp getestet, um alternative Erkenntnisse zu gewinnen, sagt sie. Ihren Angaben zufolge ist eine detaillierte Auswertung im Herbst vorgesehen.

Gesammelt werden die Erfahrungen vor allem in Waldgemeinden wie Borkheide und Borkwalde sowie im Raum Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf. Allerdings soll die Lösung weiterehin die Ausnahme bleiben. Lediglich jetzt bestehende Sackgassen sollen im Routenplan ihren Bestand haben. „Bauherren werden präventiv zur Straßenerschließung beraten, um später normale Fahrzeuge einsetzen zu können“, heißt es von der in Niemegk ansässigen APM-GmbH, die sich immerhin maßgeblich aus den Gebühren finanziert und entsprechend auf Effektivität zu achten hat

Eines ist immerhin schon klar: . Eine im vergangenen Jahr noch erwogene Gebührenerhöhung wird zumindest nicht auf Grund der Anschaffung der Fahrzeuge fällig. „Daran ist nicht gedacht“, so die APM-Sprecherin auf MAZ-Nachfrage.

Von Andreas Koska

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg