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Potsdam-Mittelmark Ministerium prüft Verdacht auf Missbrauch
Lokales Potsdam-Mittelmark Ministerium prüft Verdacht auf Missbrauch
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19:11 26.06.2016
Bei Missbrauchsverdacht sind die Behörden sofort zu informieren. Quelle: Foto: dpa
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Michendorf

Nach den Missbrauchsvorwürfen in einer Kita in Michendorf (Potsdam-Mittelmark) ist auch das Potsdamer Jugendministerium alarmiert.

„Wir sind im Kontakt mit Jugendamt, Polizei und Jugendministerium“, so Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Er wolle nicht, dass Eltern durch Gerüchte verunsichert werden. Deswegen gehe die Gemeinde offen mit dem Verdacht um und habe sofort alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet. „Ich hoffe, dass der Vorwurf schnell und gründlich aufgeklärt wird“, sagte Mirbach am Sonntag.

„Eine in der Kita beschäftigte Person“ sei sofort aus der Einrichtung genommen worden, teilte Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) am Freitag in einem Aushang an die Eltern mit. Auch die notwendigen arbeitsrechtlichen Maßnahmen seien veranlasst. Die Polizei habe bereits Ermittlungen aufgenommen. Details könne er mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen, sagte Mirbach am Sonntag der MAZ.

Vorfall soll die Gruppe der Drei- bis 6-Jährigen betreffen

Betroffen ist laut Aushang die Kita „Heideschlösschen, Wirbelwind und Sonnenschein“. Es wird also, um die Ermittlungen nicht zu behindern, bewusst nicht konkretisiert, in welchem Alter das betroffene Kind oder die betroffenen Kinder waren. In der kommunalen Kita in Michendorf werden insgesamt rund 380 Kinder betreut. Im Haus „Heideschlösschen“ ist die Krippe für Kinder bis drei Jahren untergebracht. Im Haus „Wirbelwind“ werden Kinder zwischen drei und sechs Jahren und im Haus „Sonnenschein“ Hortkinder bis zur sechsten Klasse betreut. Nach unbestätigten Angaben soll der Vorfall das Haus „Heideschlösschen“ betreffen. Am Montag sollen Psychologen in die Kita kommen.

Gemeinde reagierte schnell

Die Gemeinde Michendorf als Kita-Träger reagiert damit zügig auf die Vorwürfe. Seit Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes im Jahr 2012 müssen die Träger der Kitas die Aufsichtsbehörden umgehend über „Ereignisse oder Entwicklungen“ unterrichten, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen. „Der Fall ist uns bekannt, wir stehen mit der Gemeinde und der Kita-Leitung in Kontakt“, sagte der Sprecher des Jugendministeriums, Florian Engels, am Sonntag der MAZ. „Der Träger hat völlig richtig gehandelt.“

In Potsdam sind Missbrauchsvorwürfe an drei Kitas noch immer unaufgeklärt. Eltern beklagten eine schlechte Informationspolitik des Kita-Trägers, des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Anders als in den meisten Kommunen Potsdam-Mittelmarks gibt es in der Landeshauptstadt keine kommunalen Kitas mehr.

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Von Marion Kaufmann

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