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Mit Bahn und Drahtesel an die See

Jungsquintett aus dem Hohen Fläming auf Ferienkurs Mit Bahn und Drahtesel an die See

Computerspiele als Ferienspaß ist nichts für das Jungsquintett aus dem Hohen Fläming. Am Donnerstag, dem ersten Ferientag, stiegen die frischgebackenen Zehntklässler samt Fahrrad in den Zug und machten sich auf den Weg zur Ostsee. Ab Waren an der Müritz wollen sie selber strampeln.

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Die erste Etappe absolvieren die Gymnasiasten noch mit dem Zug. Für die ganze Strecke hätten sie vorab deutlich mehr trainieren müssen.

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. Rumhängen am Computer kann jeder. Sich auf so langweilige Art die Ferien vermiesen lassen wollten sich fünf frischgebackene Zehntklässler des Bad Belziger Fläminggymnasiums auf gar keinen Fall. Am ersten Ferientag stiegen sie deshalb in den Zug und machten sich auf in Richtung Ostsee. Nach einem Zwischenhalt in Waren an der Müritz geht es dann mit dem Drahtesel weiter.

Das erste Mal allein unterwegs

„Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, gestand Jakob Schumann, als sich die Gruppe am Donnerstagvormittag auf dem Bahnsteig des Flämingbahnhofs traf. Auch wenn der 15-jährige Niemegker der Älteste in der Gruppe ist, ist eine solche Tour auf eigene Faust und ganz ohne Eltern auch für ihn eine Premiere. Ein Jahr jünger sind seine Mitstreiter Louis Eitel, Hannes Aisch, Anand Boschma und Julian Pilong, die aus Schmerwitz, Kranepuhl und Lüsse stammen und ebenfalls das erste Mal so komplett abgenabelt auf Tour gehen.

Bereits im Frühjahr entstand die Idee zur gemeinsamen Ostseerad- und Zelttour im Freundeskreis, der eigentlich wesentlich größer ist, wie Louis und Jakob erzählen. „Aber der Rest der Gruppe hatte keine Lust auf so langes Radfahren.“ Dass damit auch die zum Freundeskreis gehörenden Mädels zu Hause geblieben sind, stört die fünf Jungs jedenfalls nicht.

Voll beladene Räder

Dass sie die circa 240 anvisierten Kilometer nicht aus dem Kaltstart schaffen würden, war allen klar. Am Computer haben sie sich vorab einen Eindruck von der Strecke verschafft und sich über lohnende Zwischenziele informiert. Auch das absolvieren längerer Trainingsstrecken mit und ohne Fahrradgepäck gehörte zur Vorbereitung. Dazu geraten hatte ihnen Hannes’ Vater Tino und die Jungs waren echt erstaunt, um wie viel schwerer sich ein voll beladenes Fahrrad durchs Gelände bugsieren lässt.

Ziel der Reise ist Warnemünde, das das Quintett am Samstagabend oder am Sonntag erreichen will je nach dem, wie viele Zwischenziele ihnen unterwegs vor die Räder kommen. „Große Lust haben wir schon mal auf tolle Seen. In den Dörfern, durch die wir kommen, werden wir die Leute fragen, was es sonst noch so an Interessantem gib“, sagt Louis.

Insgesamt sieben Tage soll die Tour dauern. Ihre Freunde werden auf die Reiseerlebnisse hinterher sicher neidisch sein.

Von Uwe Klemens

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