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Potsdam-Mittelmark Mit Büchern vor der Hausarbeit gedrückt
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit Büchern vor der Hausarbeit gedrückt
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00:18 06.04.2017
Christel Malchin pflegt die dorfeigene Bücherstube im Treuenbrietzener Ortsteil Rietz. Quelle: Christiane Sommer
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Rietz

„Ein Buch rein, ein Buch raus – Büchertausch“ ist in großen Buchstaben auf der Eingangstür des Gemeindehauses im Treuenbrietzener Ortsteil Rietz zu lesen. Damit sich auch die junge Generation von dem Angebot angesprochen fühlt, wird auch auf Englisch mit „book crossing“ geworben.

Seit drei Jahren gibt es den Büchertausch im Dorf. Genauso lange ist Christel Malchin die gute Seele desselben. Über mangelndes Interesse kann sie nicht klagen. Obgleich keine Nutzerlisten geführt werden, erfährt das Angebot nach Malchins Aussage im Ort großes Interesse.

„Die Idee der Bücherstube ist aber eigentlich schon viel älter“, erklärt die Rentnerin. Verwirklicht wurde sie dennoch erst vor drei Jahren. „Unser Ortsvorsteher kam damals auf mich zu und fragte, ob ich ein Auge darauf haben könnte“, erzählt Christel Malchin. Sie sagte sofort zu und die Idee wurde kurzerhand im geräumigen Eingangsbereich des Gemeindehauses verwirklicht. Kaum dass die Regale standen, sorgten die Einwohner für die literarische Füllung. „Ein kleiner Grundstock lag außerdem schon einige Zeit bereit“, erklärt die 65-Jährige weiter. Mittlerweile schätzt sie den Bestand auf knapp 800 Bücher. Dazu kommen CDs und DVDs. „Mindestens 200 weitere Bücher liegen noch im Depot.“

Seit 20 Jahren im Dorf zu Hause

Mit diesem umfangreichen Bestand aus Kinder- und Jugendbüchern, Krimis, Sachbüchern und Fantasy-Romanen ist sich Christel Malchin sicher, für jeden Leser das passende Buch vorrätig zu haben. An zwei Tagen in der Woche ist die Bücherstube des Vertrauens ganztätig geöffnet, so dass jeder der mag, sich mit neuer Lektüre versorgen kann.

Auch Christel Malchin nutzt regelmäßig das zur Verfügung stehende und stetig wechselnde Angebot. Denn jeder Nutzer, der ein Buch aus dem Fundus entnimmt, stellt ein anderes – von daheim mitgebrachtes – in die Regale. „Meine Lieblingsautorin ist Barbara Wood“, verrät Malchin. Obgleich eine ganze Reihe von Romanen der amerikanischen Schriftstellerin in den Regalen zur Auswahl bereit steht, hat sich Christel Malchin aktuell in einen Fantasy-Roman verliebt. „Dabei ist das überhaupt nicht mein Genre“, sagt sie. „Aber ich habe mich eingelesen und bin jetzt fasziniert.“ Weil Bücher für sie ohnehin zum Leben gehören, freut es sie ganz besonders, wenn sich der Nachwuchs aus dem Dorf für das geschriebene Wort interessiert. Lachend gesteht die Seniorin: „Als Kind habe ich mich manchmal mit einem Buch in der Hand vor der Hausarbeit gedrückt.“

In Rietz ist Christel Malchin seit mittlerweile 20 Jahren zu Hause. Ursprünglich in Berlin lebend, erfüllte sie sich damals mit ihrem Mann den Wunsch, auf dem Land etwas ruhiger zu leben. „Wir kamen an einem hässlichen Regentag im April zufällig hier an“, erinnert sich die 65-Jährige. Dann geschah, was man Liebe auf den ersten Blick nennt. Von der Landschaft und dem Dorf fasziniert, entschied sich das Ehepaar in Rietz eine neue Zukunft aufzubauen. Seitdem bringt sich Christel Malchin aktiv im Dorfleben ein – ihr Engagement für die Bücherstube steht stellvertretend dafür.

Von Christiane Sommer

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