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Potsdam-Mittelmark Mit Eseln auf Wanderschaft
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit Eseln auf Wanderschaft
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09:00 02.01.2016
Fröhliche Wanderschaft: Das Lasttier trägt die Ausrüstung der Wanderer. Quelle: A. Koska
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Neuendorf

Der vierjährige Kasper befindet sich noch in der Lehrlingsphase, dagegen sind Hannibal mit sieben und Lord Willi mit seinen acht Jahren schon gestandene Wanderer. Die drei Esel gehören Jan Prowaznik und sind regelmäßig mit Wandergruppen unterwegs.

Ob auf dem Kunstwanderweg zwischen Bad Belzig und Wiesenburg, entlang der Lehniner Seen oder durch die Nuthe-Nieplitz-Niederung – Prowaznik hat gemütliche Routen ausgearbeitet, die problemlos auch mit Kindern bewältigt werden können. Der Naturführer bietet Wanderungen in Zusammenarbeit mit dem Naturpark „Hoher Fläming“ an. So hat es auch Familie Funk gemacht. „Wir haben einen Ausflug in den Fläming geplant, den Flyer über die Wanderungen der Eselnomaden gefunden und wollten sofort mitmachen“, berichtet Michaela Funk.

Probesitzen: Esel können mehr als nur Lasten tragen. Quelle: A. Koska

Sie ist an einem Samstagvormittag mit ihrem Mann, einer befreundeten Familie und insgesamt sechs Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren nach Neuendorf gekommen, wo die Esel zu Hause sind. „Kinder finden das pure Wandern nicht so prickelnd. Aber wenn Esel dabei sind, sind sie gleich viel leichter zu begeistern.“

Bevor es losgeht, erläutert Prowaznik die wichtigsten Regeln. „’Schee’ heißt los, ’steh’ stopp und ’lass’ bedeutet, dass die Esel nicht knabbern sollen“, sagt der Esel-Experte. Dann dürfen die Kinder die Esel kurz putzen und satteln. Die Tiere tragen das Gepäck, nur die Jüngeren dürfen auf ihnen reiten. „Bis 35 Kilogramm dürfen aufgeladen werden, maximal 20 Prozent des eigenen Tiergewichts“, sagt Prowaznik. Die zwölfjährige Lena darf deshalb Lord Willi nur führen. Da hat es Till besser: Der Neunjährige wiegt weniger als gefordert und darf in den Sattel.

Unterwegs mit den Eselnomaden

Die Eselnomaden sind in Neuendorf bei Brück beheimatet und bieten ihre Touren derzeit wöchentlich an.

Nächste Tour auf der Südroute des Kunstwanderwegs ist heute ab 9.30 Uhr.

Weitere Termine in den nächsten Wochen sind der 9. und 16. Januar. Die genauen Zeiten und Treffpunkte sind auf der Website www.eselnomaden.de nachzulesen. Infos gibt es zudem unter 01573 /03 08 560.

Es werden auch individuelle Touren außerhalb dieser Zeiten – je nach Wünschen – gestrickt.

Dann geht es endlich raus in die Wiesen in Richtung Stromtal, weiter zum Schöpfwerk, wo eine Pause ansteht. Von dort schlängelt sich die Tour durch den Linther Busch entlang der ehemaligen preußisch-sächsischen Grenze zurück ins Dorf.

„Ich staune über die rege Nachfrage. Es gibt viele, die in der kalten Jahreszeit wandern wollen“, ist Prowaznik durchaus zufrieden mit der Resonanz. Wenn er nicht von Neuendorf startet, bringt er sein Equipment und die Tiere mit einem Kleinbus zum Startpunkt. Die Flyer, eine eigene Internetpräsenz und vor allem seine Auftritte bei Dorffesten und anderen Veranstaltungen wie vor kurzem bei der „Wilden Weihnacht“ im Naturparkzentrum Glau sorgen für Bekanntheit. „Seit August gibt es eine rege Nachfrage“, sagt er. Prowaznik hofft, bald von den Touren leben zu können. Noch reichen die Einnahmen dafür nicht.

Nach rund fünf Stunden sind die Wanderer wieder in Neuendorf angekommen. Die Kinder sind geschafft, auch die Erwachsenen sind müde. Nachdem sich die Gäste verabschiedet haben, muss Prowaznik noch absatteln, die Tiere putzen und für Wasser und Heu sorgen. Lord Willi, Hannibal und Kaspar merkt man nichts von den Anstrengungen der vergangenen Stunden an.

Von Andreas Koska

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