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Potsdam-Mittelmark Mit Handicap fest integriert
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit Handicap fest integriert
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02:18 15.10.2015
Zum Schulgeburtstag gab es ein Extraprogramm. Quelle: Edith Mende
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Töplitz

Wenn Kinder an einem Sonnabend freiwillig und sogar mit Begeisterung in die Schule gehen und dabei Eltern sowie Großeltern mitziehen, dann muss es sich schon um eine richtig gute und beliebte Schule handeln. Das war am Samstag in der Inselschule Töplitz auch zu spüren. Mit Unterricht zum Zuschauen bei offenen Türen, einem kleinen Schulhofmarkt mit herbstlichen Früchten und Gestecken und einem tollen selbstgestalteten Programm in der Sporthalle wurde das 25-jährige Bestehen der Grundschule gefeiert. Und damit nicht genug, schloss sich am Nachmittag ein Drachenfest an, das mit einem Fackelzug durch den Ort und einem Lagerfeuer ausklang.

Was ist das Besondere an der Töplitzer Inselschule? „Unsere phantastischen Schüler“, sagt Petra Gutsche ganz spontan. Die erfahrene Sonderpädagogin ist Koordinatorin für Inklusion und Mitglied der Schulleitung. Seit fünf Jahren beteiligt sich die Schule an dem Pilotprojekt Inklusion, integriert Kinder mit Handicaps in die Klassen. Derzeit sind es sieben Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, wie es offiziell heißt. „Das klappt nur, weil die Schüler das mittragen, sich um ihre Klassenkameraden kümmern“, weiß die Lehrerin. „Wir haben gemerkt, dass das Lernen vom Mitschüler oft sogar mehr bringt als das vom Lehrer. Und die behinderten Kinder fühlen sich nicht von vornherein stigmatisiert.“ Drei Jahre lang gibt es schon eine Rampe am Eingang, dennoch ist das Schulhaus für Gehbehinderte baulich nicht ausgerüstet. „Wir werden keinen Fahrstuhl bekommen, also müssen wir bei Bedarf den Unterricht im Erdgeschoss organisieren“, sagt Petra Gutsche. Flüchtlingskinder sind bisher noch nicht in der Inselschule angekommen. „Aber wir hatten schon ausländische Schüler, die kaum Deutsch konnten“, so die Pädagogin. „Sie bekamen Extra-Deutschunterricht, aber am meisten lernten auch sie im Kontakt mit den Mitschülern.“

Seit zwölf Jahren lernen die Schulanfänger und die Mädchen und Jungen des zweiten Schuljahres gemeinsam in Flexklassen. Dort beginnt das Sich-um-einander-Kümmern. Die Jüngeren gucken sich vieles bei den Älteren ab, erhalten Hilfe. Das setzt sich beim gemeinsamen Unterricht in den 3. und 4. Klassen fort. Vor Beginn des 5. Schuljahres können die Kinder mit Hilfe ihrer Eltern entscheiden, ob sie die nächsten zwei Jahre in die Gitarrenklasse gehen möchten. Die gibt es seit fünf Jahren in Kooperation mit der Kreismusikschule. Instrumente stellt der Landesverband der Musikschulen. Lehrerin Regina Klieber bewies am Samstag mit den Fünftklässlern, dass man schon nach vier Wochen erste Lieder musikalisch begleiten kann. Mit den Gitarrenschülern der 6. Klassen fährt sie im November für ein langes Probenwochenende nach Naumburg. Die Vorfreude ist groß.

Gebaut wird am Töplitzer Schulhaus, das 1976 als Polytechnische Oberschule eröffnet worden war, eigentlich immer. Wärmedämmung, neue Fenster, sanierte Sanitärräume, eine komplett neue Mensa... Für das Medienkabinett mit sechzehn Laptops hat die Stadt Werder tief in die Kasse gegriffen. Derzeit sind Bauarbeiter mit dem Ausbau des Kellers beschäftigt. Dort soll es bald mehr Platz für den Tagesschulbereich geben, denn 80 Prozent der knapp 200 Kinder sind Ganztagsschüler. „Das Schulverwaltungsamt in Werder versucht die Arbeiten in die Ferien und auf Sonnabende zu legen, um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören“, berichtet Petra Gutsche. „Deshalb tragen die Erzieher der Ferienbetreuung die größte Last, müssen häufig improvisieren, die Räume wechseln.“

Von Edith Mende

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