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Mit Herzblut ins 15. Amtsjahr

Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee Mit Herzblut ins 15. Amtsjahr

Kerstin Hoppe (CDU), Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, ist am Valentinstag in ihr 15. Amtsjahr gegangen. Mit Hartnäckigkeit und Herzblut hat sie in den vergangenen Jahren viel erreicht und hofft nun, dass sich ein letzter großer Knoten noch in diesem Jahr löst, wie sie bei der Jahrespressekonferenz im Fercher Rathaus sagte.

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Kerstin Hoppe vor dem Fercher Rathaus.

Quelle: Luise Fröhlich

Ferch. An diesen Moment erinnert sie sich noch genau. Nachdem Kerstin Hoppe (CDU) einer 90-jährigen Frau in Wildpark-West zum Geburtstag gratuliert hatte, fragte die Jubilarin, wo denn ihr Fahrer sei. Es gibt keinen, antwortete die Bürgermeisterin. In einer Kommune wie der Gemeinde Schwielowsee müsse das Oberhaupt viele Dinge selbst machen, erklärte sie. „Bürgermeister zu sein fordert einem viel ab, auch der Familie, aber vor allem bedeutet es, kein Privatleben mehr zu haben“, sagt die 51-Jährige. Am Valentinstag ging die Wahl-Caputherin in ihr 15. Amtsjahr und hat in den vergangenen Jahren immer wieder eins bewiesen: Hartnäckigkeit.

2003 trat die gebürtige Luckenwalderin mit dem Ziel an, den Schuldenberg der Gemeinde abzubauen, was ihr zwischenzeitlich auch gelang. Hoppe hatte viele Visionen und viele Ziele. Schwielowsee als staatlich anerkannten Erholungsort zu etablieren, ist nur ein Beispiel. Etwas Unvollendetes liegt ihr noch heute besonders am Herzen: „Als wir mit der Entwicklung der Caputher Mitte begonnen haben, wusste ich nicht, wie viele Hürden zu nehmen sind“, gesteht die Ingenieurin für Hochbau. Der Anfang ist mit dem 2014 eröffneten Rewe-Markt gemacht worden und Kerstin Hoppe bleibt optimistisch, dass es in diesem Jahr weitergehen wird. „Ich habe nie aufgegeben, der gemeinsame Erfolg hat mich stark gemacht“, sagt sie.

In der Freizeit sportlich unterwegs

Weitere Meilensteine ihrer bisherigen Amtszeit sind der Breitbandausbau in Caputh, die Einrichtung von Nextbike-Stationen in allen Ortsteilen, die Aussichtsplattform auf dem Wietkiekenberg in Ferch und auch die Anerkennung aller Schulen als verlässliche Halbtagsgrundschulen mit integrierter Kindertagesbetreuung.

Nextbike-Stationen in allen Ortsteilen

Nextbike-Stationen in allen Ortsteilen: René Poleske, Kerstin Hoppe und Roland Büchner (Bürgerbündnis).

Quelle: Frederic Schiek

Am 13. Februar 2019 endet ihre Zeit als Bürgermeisterin, falls sie nicht noch einmal antritt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne sie noch nicht einschätzen, ob sie sich dem Wahlkampf ein drittes Mal stellt. Denn neben den 12-Stunden-Tagen im Rathaus, die zu ihrem Alltag gehören, nimmt sie der Sport als größtes Hobby in Anspruch. Im vergangenen Jahr lief sie zwei Halbmarathons, überquerte die Alpen, wanderte zum zweiten Mal 50 Kilometer mit dem Petzower Heimatverein und nahm am Neujahrslauf teil. „Der Sport ist für mich der beste Ausgleich zu meinem Arbeitspensum. Ich laufe mich dann frei“, erzählt die Bürgermeisterin.

Von den Gemeindevertretern geschätzt

Eigenschaften wie Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Kompromissbereitschaft schätzt der Vorsitzende der Gemeindevertretung Roland Büchner (Bürgerbündnis) an Kerstin Hoppe. Sie selbst bezeichnet ihn als ihren Chef – auf politischer Ebene. „Sie ist ein Teamplayer, vermittelt zwischen den Fraktionen, vertritt aber auch ihre eigene Meinung“, sagt Büchner. Dass die Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung so ehrlich und konstruktiv läuft, sei nicht zuletzt auch ihr Verdienst. Sollte Kerstin Hoppe erneut antreten, könnte sie Büchner zufolge die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich haben. „Manchmal würde ich mir von ihr als Verwaltungschefin mehr Offenheit bei Verwaltungsabläufen wünschen“, so Büchner weiter.

Beim Caputher Fährfest eröffnet sie jedes Jahr die Wasserski-Show. Es sei wichtig, sich Auszeiten zu nehmen. „Man muss viel wegstecken und ich kriege mit den Jahren kein dickeres Fell. Im Gegenteil, ich denke eher noch mehr darüber nach und will zufrieden sein mit dem, was ich leiste“, sagt Kerstin Hoppe.

Seit 16 Jahren Mitglied der CDU

Nach ihrem Abschluss als Ingenieurin für Hochbau leitete Kerstin Hoppe zehn Jahre lang ein Potsdamer Tragwerksplanungsbüro.

2001
wurde sie CDU-Mitglied und ist seit 2007 stellvertretende Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU Deutschlands.

Mitglied im Präsidium des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg ist Hoppe seit 2007.

Von Luise Fröhlich

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