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Potsdam-Mittelmark Mit Leib und Seele im Einsatz für andere
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit Leib und Seele im Einsatz für andere
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00:35 01.03.2018
Viola Brümmer leitet den Awo-Treff in der Brandenburger Straße in Werder seit acht Jahren. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Viola Brümmer wusste schon früh, dass sie einmal mit Menschen arbeiten will. „Mein Berufswunsch war immer Altenpfleger“, sagt die Werderanerin. Da es den Beruf zu DDR-Zeiten nicht gab, schloss sie zunächst eine Erzieher-Lehre ab, sattelte dann um und war fast 20 Jahre lang als Altenpflegerin im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Schwalbenberg tätig. Vor acht Jahren übernahm Viola Brümmer die Leitung des Awo-Treffs in der Brandenburger Straße. Abgesehen von diesem Job engagiert sich die 58-Jährige ehrenamtlich als Vorsitzende im Awo-Ortsverein Werder und beim Seniorenbeirat der Blütenstadt. „Ehrenamt war von Anfang an ein Thema für mich“, sagt sie. Im Awo-Bezirksverband Potsdam ist Viola Brümmer damit eine von insgesamt 423 Ehrenamtlern, die im vorigen Jahr mehr als 49 000 Stunden Arbeit geleistet haben. „Das ist mit Geld nicht zu bezahlen“, sagte Bernd Schulze jüngst beim offenen Ehrenamtstreff in Werder. Er leitet die Ehrenamtsagentur des Awo-Bezirksverbandes, die zehn Jahre alt wird. „Man muss sich einfach mal überlegen, was passieren würde, wenn die ganzen Ehrenamtlichen nicht da wären“, so Bernd Schulze.

Schon als Jugendliche ging Viola Brümmer ins Seniorenheim und half, wo sie konnte. „Ich bin noch immer mit Herz und Seele dabei“, sagt sie. Täglich öffnet sie von 11 bis 16 Uhr den Awo-Treff im Herzen Werders. Seit 2009 steht er als Haus der Generationen allen Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft offen. Die Räume dienen als Anlaufstelle, Treffpunkt oder Veranstaltungsort. Überwiegend richten sich die Angebote an Senioren wie das Gedächtnistraining, der Spielenachmittag oder der Seniorentanz. Aber auch Lesungen, Reiseberichte und Diavorträge finden Platz in den monatlich erscheinenden Veranstaltungsplänen. „Viel mehr geben die Räume auch nicht her“, berichtet Viola Brümmer. Der Treff sei sehr wichtig für die Senioren in Werder, weil sie die Gelegenheit bekommen, unter Menschen zu sein und gemeinsam die Freizeit zu verbringen. Für einen kleinen Obolus über einen Euro seien die Angebote auch für Senioren mit Mindestrente attraktiv.

Bürokratische Hürden

60 bis 70 Gäste hat der Awo-Treff wöchentlich. Der Ortsverband zählt aktuell rund 300 Mitglieder. Besonders sei das Angebot im Treff, weil Viola Brümmer und ihr Team neben der Seniorenarbeit auch generationsübergreifende Projekte in Angriff nehmen. Kooperationen gab es in der Vergangenheit zum Beispiel mit der Förderschule in Werder oder den Behinderten-Werkstätten der Diakonie, erzählt Viola Brümmer. Dass sie die Leitung des Treffs übernommen hat, habe sie nie bereut. „Als ich damals gefragt wurde, habe ich nicht gezögert. Ich konnte mir gut vorstellen, eine solche Begegnungsstätte zu leiten“, so die gebürtige Meißenerin.

Beim Ehrenamtstag „Werder hilft“ im Juli 2017 hatte sich auch der Awo-Ortsverband auf der Bühne vorgestellt. „Was mir noch fehlt ist, dass die Stadt die Arbeit der Ehrenamtler mehr würdigt“, sagt Viola Brümmer. Die Bürgermeisterin hätte ihr dort im Gespräch zwar Unterstützung zugesagt, die der Verein wie jeder andere aber auch erst beantragen muss. „Wir wussten weder, wo man die Anträge findet noch welche Fristen zu beachten sind“, berichtet die Leiterin. So verpasste der Verband die Frist für eine Förderung im laufenden Jahr. Dennoch hat sich Viola Brümmer vorgenommen, bei größeren Events künftig einen Antrag loszuschicken.

Von Luise Fröhlich

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