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Mit Stiefelkontrolle am Start

Reetzerhütten: Achte Auflage des Ackerlaufes Mit Stiefelkontrolle am Start

Die Gummistiefel müssen mit ins Ziel – so lautet die Regel. Wer dachte, er könne sich dieser unterwegs entledigen, musste mit Disqualifikation rechnen. Da es in den vergangenen Jahren einige Schummler gab, welche sich Löcher ins Schuhwerk bohrten oder es oben abdichteten, mussten die Teilnehmer beim Ackerlauf in Reetzerhütten diesmal barfuß oder auf Socken losrennen.

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Rennen in Reetzerhütten: Mit Kostüm und Stiefeln ging’s zum achten Mal über den Acker.

Quelle: E. Loth

Reetzerhütten. Die Stiefel durften erst am ersten Hindernis angezogen werden. Dort wurden sie vorher mit Wasser gefüllt, um zu sehen, ob sie auch wirklich dicht sind. Zwar handelt es sich um einen Spaßwettbewerb, der einst bei einer Kantinenwette ausgeheckt worden ist. Doch soll das Spektakel für alle garantiert sein.

Mit diesem Antrieb haben die Organisatoren am vergangenen Wochenende wieder eine tolle etwa 300 Meter lange Hindernis-Strecke am Sportplatz hergerichtet. Über Strohballen, durch Tunnel und vor allem die Wasserbecken mussten die Teilnehmer möglichst schnell ans Ziel gelangen. Dieses Jahr gab es sogar einen, wenn auch ungeplanten Testlauf am Vorabend. Auf dem Sportplatz fand am Freitagabend nämlich ein Jungesellenabschied statt.

Die meisten Teilnehmer des offiziellen Rennens am Sonnabend hatten sich wieder zünftig verkleidet. Nach den ersten Matschhindernissen waren die leuchtenden Farben der drei rosa Schweinchen jedoch beispielsweise weitgehend im Wasserbecken geblieben. Die Bremer Stadtmusikanten mussten die märchentypische Aufstellung zeigen, die Village People starteten natürlich mit dem dazugehörigen Lied „YMCA“.

Siegerliste

Sieger bei den Erwachsenen wurde Thomas Wittmann aus Mörz. Er bewältigte den Parcours in 1:24 Minuten. Bei den Kindern gewann Lina Eiserbeck in 1:42 Minuten. Den erstmals vergebenen Pokal für die schnellste Frau bekam Tina Güttel nach einer Zeit von 2:03 Minuten.

Für die weiteste Anfahrt wurde Andi Neser prämiert.

Als bestes Kostüm wurde durch Zuschauer-Abstimmungg das Brautpaar gekürt.

Mitunter braucht es jedoch weder Originalität noch Bestleistung, um auf das Podest zu gelangen. Beispielsweise ist erstmals der Teilnehmer mit der längsten Anreise geehrt worden. 520 Kilometer hat Andi Neser auf dem Tacho. Denn er kommt nämlich aus Beilstein bei Heilbronn. Eigentlich wollte er nur seine Freundin in Bad Belzig besuchen. Sie erzählte ihm von der Tradition und er wurde also buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. Keine Zeit für ein Training, ein Cowboyhut als Kostümansatz – das reichte in der Rangliste der Besten nur für die Rubrik: ferner liefen.

Insgesamt 36 Erwachsene und sechs Kinder haben sich beteiligt. Nicht ganz so viele wie im Vorjahr, aber wohl mit genau soviel Spaß. Beim Nachwuchs war Seriensieger Tim Fröhlich nicht dabei, aber der Sieg blieb dennoch in der Familie. Mit seiner Cousine Lina Eiserbeck gewann erstmals ein Mädchen in einer beachtlichen Zeit von 1:42 Minuten. Damit stellte sie so manchen Erwachsenen in den Schatten, die es aber zugegebenermaßen schwerer hatten.

Denn während die Kinder pfiffig waren und in Badesachen die Strecke absolvierten, zogen die durchnässten Kostüme die Großen doch ganz schön nach unten. Auch bei ihnen gab es einen neuen Sieger, Thomas Wittmann aus Mörz. Er wollte schon im vergangenen Jahr mitlaufen, aber eine Verletzung am Fuß zwang ihn in die Zuschauerrolle. In diesem Jahr klappte es nun und das gleich mit dem Sieg! Gummistiefel inklusive.

Von Eva Loth

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