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Potsdam-Mittelmark Mit dem Trekkingbike nach Talinn
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit dem Trekkingbike nach Talinn
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17:02 04.06.2015
Dietmar Tannert geht am Freitag auf große Fahrt. Quelle: Privat
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Ferch

Mit dem Flugzeug in die estnische Hauptstadt Talinn zu fliegen, ist schon eine schöne Reise. Die etwa 2400 Kilometer lange Strecke aber mit dem Fahrrad zurückzulegen, ist dagegen eine Herausforderung. Ihr will sich Dietmar Tannert aus Ferch stellen. Der 62-Jährige startet jetzt zunächst mit dem Auto nach Frankfurt/Oder, um dort über die Stadtbrücke nach Polen zu gehen und seine Radtour über Warschau, Vilnius, Tartu nach Talinn zu beginnen. In der estnischen Hauptstadt wird Tannert dann am 27. Juni seine Frau Antje treffen, mit ihr zwei Tage dort bleiben und anschließend mit dem Bus nach Riga weiterfahren, um dort in den Flieger zurück nach Deutschland zu steigen.

„Mir geht es nicht so sehr um die Anzahl der Kilometer. Ich möchte vielmehr die Landschaft genießen und Menschen kennenlernen“, begründet der Beratungsstellenleiter eines Lohnsteuerhilfevereins in Potsdam seine Motivation. Auf dem Fahrrad sähe man vieles, das man mit dem Auto überhaupt nicht wahrnehme. Auf seiner Tour wird er auch am geographischen Mittelpunkt Europas unweit der litauischen Stadt Vilnius vorbeifahren. Tannert will die belebten Fernradwege meiden und lieber an Naturparks und Seen vorbei auf ruhigeren Pisten fahren. Der Fercher hat sich zwei T-Shirts mit der Aufschrift „Baltikum per Rad“ für sein Vorhaben anfertigen lassen.

Seine Fernfahrt unternimmt er auf einem normalen Trekking-Rad, acht Gänge, Nabenschaltung. In den beiden Satteltaschen, der Gepäckträgertasche sowie der Lenkertasche hat Dietmar Tannert alles drin, was er auf der Fahrt braucht. Das Gepäck wiege nicht mehr als 20 Kilogramm, sagt er. Mit einem Schnitt von 20 km/h will er täglich zwischen 90 und 130 Kilometer radeln, immer auf sich allein gestellt. Navigator und Karten werden ihm helfen, sich zurechtzufinden. Die 21 Übernachtungen bis zum Ziel hat er zuvor online gebucht. „Ich habe meiner Familie versprochen, mich jeden Abend zu melden. Für eventuell kleinere Pannen habe ich zusätzliche Bowdenzüge, Fahrradschläuche und -mäntel eingepackt.“ Auf der Fahrt will sich Tannert mit leichter Kost ernähren. So gern er auch mal ein Eisbein isst, auf dem Rad wäre solch eine Mahlzeit sehr hinderlich. Insgesamt drei Ruhetage will sich Tannert jeweils in Warschau, Vilnius und Tartu gönnen.

Die Talinn-Tour ist seine bislang längste zusammenhängende Fahrt, wenngleich der Fercher längere Strecken durchaus gewöhnt ist. So nahm er bereits am Weser- und am Spreewald-Marathon teil, fuhr bei der Tour de Prignitz mit und radelte von dort direkt zum Ostseeküsten-Radweg oder strampelte auch schon mal über die Alpen bis nach Verona. „Mein Traum ist es, einmal um die Ostsee herum zu radeln. Doch dafür braucht man zwei bis drei Monate“, sagt Tannert. In seinem Blog docdidi.blogspot.de können Interessierte die jeweiligen Etappen seiner großen Fahrt mitverfolgen.

Von Heinz Helwig

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