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Potsdam-Mittelmark Mit pinken Schuhen gegen Brustkrebs
Lokales Potsdam-Mittelmark Mit pinken Schuhen gegen Brustkrebs
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16:45 15.08.2017
Hauptsache Pink: Brigitte Rettig (links) und Bärbel Wehner verzieren eifrig die gespendeten Schuhe. Quelle: Privat
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Bad Belzig

Uta Büchner und Marianne Kötzing sind auf der Suche nach ausrangierten Schuhen. Egal ob Halbschuh, Pumps oder Sandalette, Damen-, Herren- oder Kinderschuh – alles ist erwünscht. „Nur keine Filzschuhe“, wendet Uta Büchner ein, die an der Spitze der Bad Belziger Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs steht.

Der Grund für den Schuhspenden-Aufruf: Seit drei Jahren unterstützt die Selbsthilfegruppe den sogenannten „Pink Shoe Day“, der immer am 3. Oktober in Leipzig stattfindet. Dieser wurde vor fünf Jahren von der Medizinerin Luisa Mantovani-Löffler ins Leben gerufen. Mit pinkfarbenen, auffallend gestalteten Schuhen soll der Aktionstag ein Zeichen gegen Brustkrebs und für die Vorsorge setzen.

Pinke Schuhe, wohin man sieht. Quelle: privat

Wurde die Diagnose Brustkrebs im Jahr 2010 noch 70 000 Mal gestellt, erkranken mittlerweile bis zu 75 000 Menschen jährlich daran. Die Gründe dafür sind vielfältig: Umwelteinflüsse, ungesunde Ernährung und ungenügende Bewegung gehören zu den Faktoren, die eine Krebserkrankung begünstigen.

Uta Büchner weiß um die Diagnose, die das Leben verändert – und um die Annahme vieler Frauen, dass es sie schon nicht treffen werde. „Für viele Frauen ist das Thema Brustkrebs, speziell die eigene Vorsorge, noch immer ein Tabu“, sagt die Bad Belzigerin. Auch deshalb will die Gruppe die Aktion auf dem Leipziger Augustusplatz abermals unterstützen. „Dafür suchen wir alte Schuhe, die nicht mehr getragen werden.“

In den kommenden Wochen werden die Frauen alle gespendeten Schuhe umgestalten. Sie werden pink eingefärbt und zusätzlich mit Blumen, Schleifen oder Glitzersteinchen verziert. So werden aus alten, ausrangierten Tretern peppige Hingucker, die in Leipzig Teil einer Kunstinstallation sind.

Beim Färben, Kleben oder Malen wird in der Gruppe natürlich auch viel geredet. Ein kleiner, wenngleich wichtiger, positiver Nebeneffekt der Aktion. Wer über die Krankheit und das Leben spricht, macht sich das Leben mit der Krankheit ein klein wenig leichter. Auch deshalb sind die Frauen aus der Bad Belziger Gruppe immer wieder mit Begeisterung dabei.

So steuerten sie allein im vergangenen Jahr 730 Paar Schuhe für die Aktion des Vereins „Haus Leben“ bei. Im Jahr zuvor waren es mehr als 600 Paar. Mit wie vielen Schuhen sie die fünfte Auflage der Aktion unterstützen können, bleibt abzuwarten. „Das hängt natürlich davon ab, wie viele Schuhe wir zusammenbekommen“, sagen die beiden Frauen.

Wer das Engagement der Gruppe unterstützen möchte, kann seine ausrangierten Schuhe bei Uta Büchner in Bad Belzig, Freigraben 20, oder bei Marianne Kötzing in Wiesenburg, Brunnenstraße 4, abgeben.

Von Christiane Sommer

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