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Mit wachen Sinnen durch die Natur

Landkreis vergibt Jugend-Umwelt-Preis Mit wachen Sinnen durch die Natur

Ab durch die Hecke und dann nichts wie ins Hochbeet! Flugs den Müll aus dem Wald gesammelt und bloß nicht vergessen, mit Postern für den Schutz der Umwelt zu werben. Das alles und noch viel mehr haben die Mädchen und Jungen aus Potsdam-Mittelmark erledigt, die am Wochenende in Werder den Jugend-Umwelt-Preis gewinnen wollten. Wer ihn bekam, lesen Sie hier.

Werder, Altenkirch-Weg 6-8 52.3808077 12.9290696
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Starke Schule mit Wohlfühlfaktor

Wie grün ist Stahnsdorf? Die Antwort auf diese Frage brachte den Jungen und Mädchen aus dem Clab Platz 2 beim Jugend-Umwelt-Preis ein.

Quelle: Martin Steger

Werder. Ohne die Junior-Ranger aus dem Naturpark Hoher Fläming ist der Jugend-Umwelt-Preis des Landkreises Potsdam-Mittelmark eigentlich nicht denkbar. Seit Jahren stellen die Kinder und Jugendlichen aus Raben neue Projekte vor, bei denen sie sich mit der heimischen Natur und deren Schutz beschäftigen. Allein die Kontinuität dieser Arbeit ist aller Ehren wert und die fünf- bis 17-jährigen Ranger nahmen dafür auch schon manchen Preis mit nach Hause. Dennoch brach am Samstag im Oberstufenzentrum Werder Jubel aus: 2016 errangen sie einmal mehr den Sieg. Ein Jahr lang haben sich die Kinder mit dem Lebensraum Hecke beschäftigt. Hecken in der Landschaft sind nicht nur für Insekten, Vögel und andere Tiere lebenswichtig, sie helfen auch die Erträge der angrenzenden Äckern zu steigern, erläuterten die Junior-Ranger. Mit Hilfe von GPS-Geräten hatten sie die Heckenbestände im Hohen Fläming und deren Bewohner digital erfasst.

So sehen Sieger aus

So sehen Sieger aus: die Junior-Ranger im Naturpark Hoher Fläming setzten sich mit ihrem Hecken-Projekt an die Spitze des Teilnehmerfeldes.

Quelle: Martin Steger

Über den zweiten Platz konnten sich 23 Stahnsdorfer Kinder freuen. In den Sommerferien hatten sie auf dem Gelände des Jugend- und Familienzentrums Club an der Bäke (ClaB) gezeltet und sich eine Woche lang intensiv mit dem Grün in ihrer Gemeinde beschäftigt. Dabei wurden unter anderem zwei Hochbeete für Gemüse angelegt. Die Neun- bis 14-Jährigen gestalteten einen Flyer über schützenswerte Orte in Stahnsdorf und griffen das Thema auch in einem Film auf. Unter anderem erfährt man, weshalb eine sehr alte Stieleiche im Ort nicht fallen darf. Von einem Imkerpaar ließen sich die Mädchen und Jungen vor der Kamera erläutern, wie wichtig Bienen für uns Menschen sind. Der Film soll künftig beiden Stahnsdorfer Grundschulen für den Unterricht zur Verfügung stehen.

Zeichnungen, Plakate und Schilder hatten die Schüler aus dem Paradieshort Dippmannsdorf nach Werder mitgebracht. Sie hatten sich an dem Schmutz auf ihrem Schulgelände und im angrenzenden Wald gestört. Daraus entstand die Naturschutzgruppe, die zunächst Müll sammelte. Inzwischen machen die Grundschüler, die sich den dritten Platz sicherten, auch mit Postern und einem kleinen Film auf den notwendigen Schutz der Umwelt aufmerksam, werden dabei von den Eltern unterstützt.

Die Mädchen und Jungen aus dem Paradieshort Dippmannsdorf sicherten sich den dritten Platz

Die Mädchen und Jungen aus dem Paradieshort Dippmannsdorf sicherten sich den dritten Platz.

Quelle: Martin Steger

Auch wenn es für die zehn Nuthetaler Mädchen und Jungen vom Verein „Die Brücke“ diesmal nur zum vierten Platz reichte, sie präsentierten selbstbewusst die ersten Ergebnisse ihrer interaktiven Erlebnistour durch die Gemeinde. Die schönen wie auch die unansehnlichen Ecken in Saarmund und Tremsdorf haben sie per Video und Foto festgehalten und in ihren Blog gestellt. Das soll Aufmerksamkeit wecken, den Blick für die Umwelt schärfen. Und das Projekt ist noch längst nicht abgeschlossen. Die Schüler möchten auch die anderen Ortsteile unter die Lupe nehmen. Gemeinsam mit einer Medienpädagogin soll daraus eine digitale Schnitzeljagd werden.

Der vierte Platz ging an die Nuthetaler „Brücke“

Der vierte Platz ging an die Nuthetaler „Brücke“.

Quelle: Martin Steger

Über einen Wildnistag mit Kindern aus beiden Stahnsdorfer Grundschulen berichtete Sozialarbeiterin Daniela Ziegenhagen vom Verein Paragraph 13. In Kooperation mit der Wildnisschule Havelland und der Revierförsterei Güterfelde sollten bei den Kindern die Sinne für die Natur geschärft werden. Anfangs seien sie noch als lärmende Truppe in den Wald eingefallen, hatten bei Vögeln und anderen Tieren Alarm ausgelöst. Mit verschiedenen Spielen, die Hör- und Tastsinn forderten, seien sie ruhiger und aufmerksamer geworden, hätten den Wald zunehmend bewusst wahrgenommen.

Eine Finanzspritze für die weitere Arbeit

Alljährlich vergibt der Landkreis Potsdam-Mittelmark den Jugend-Umwelt-Preis. In diesem Jahr waren fünf Projekte nominiert.

Die Kinder stellen ihre Wettbewerbsbeiträge selbst der Jury vor.

Für die Weiterführung oder für neue Projekte im Natur- und Umweltschutz erhalten die Nominierten und die Preisträger finanzielle Zuwendungen zwischen 200 und 600 Euro.

Von Edith Mende

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