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Potsdam-Mittelmark Linke wappnet sich für Landtagswahlkampf
Lokales Potsdam-Mittelmark Linke wappnet sich für Landtagswahlkampf
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16:48 05.11.2018
In Brandenburg wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Die mittelmärkische Linke bringt jetzt ihre Direktkandidaten für den Wahlkampf im nächsten Jahr in Stellung. Quelle: Christian Schwierstock/Fotolia
Potsdam-Mittelmark

 Vier Kandidaten schickt die mittelmärkische Linke in den Wahlkampf um ein Direktmandat zum nächsten brandenburgischen Landtag im nächsten Jahr. Das Parlament wird am 1. September 2019 neu gewählt. „Neben einem erfahrenen Landtagsabgeordneten bewerben sich erstmals auch drei junge qualifizierte Frauen um einen Sitz. Die drei bringen aber durch ihr ehrenamtliches Engagement in verschiedenen politischen Bereichen notwendige Voraussetzungen für ein Mandat mit“, sagt der Kreiswahlkampfleiter der Linken in Potsdam-Mittelmark, Detlef Janson. Zwei der vier Kandidaten haben das Kandidaten-Votum der Parteimitglieder in ihren jeweiligen Wahlkreisen bereits in der Tasche. Die beiden anderen müssen sich noch in kommenden Versammlungen behaupten.

Schon Erfahrungen im Landtag

Bereits Ende Oktober nominierten Vertreter der Partei aus Potsdam-Mittelmark und der Stadt Brandenburg an der Havel den erfahrenen Landtagsabgeordneten Andreas Bernig aus Göhlsdorf erneut für den Direkteinzug ins Landesparlament. Bernig ist seit 2005 Landtagsabgeordneter und war bis 2009 Sprecher für ein Tolerantes Brandenburg gegen Rechtsextremismus. Neben seiner Abgeordnetentätigkeit im Land gehört er auch dem Kreistag Potsdam-Mittelmark an und sitzt in der Gemeindevertretung in Kloster Lehnin. Im Landtag ist Bernig seit 2014 Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Gewerkschaften. „Seitdem wir in Regierungsverantwortung stehen, haben wir viel für gute Arbeit und für die Sicherheit des Landes getan. Wir haben den Mindestlohn von acht Euro eingeführt, der jetzt auf 10.50 erhöht werden soll. Wir haben wieder mehr Personal in der Polizei und mehr Lehrer eingestellt“, nennt Bernig zwei Beispiele, an denen er aktiv mitgearbeitet hat.

Andreas Bernig ist bereits seit 2005 Mitglied des Landtags Brandenburg und seit 2014 Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Gewerkschaften der Fraktion der Linken. Quelle: Christine Lummert

Im Kleinmachnower Rathaussaal bestätigten die Vertreter der Linken aus der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf sowie aus Nuthetal am vergangenen Samstag die Anwältin für Strafrecht, Marlen Block, als Direktkandidatin. Die Potsdamerin kam erst vor drei Jahren in die Partei und hat ihre Wurzeln in Ruhlsdorf und Güterfelde. „Durch meinen Beruf kenne ich die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten in Ost und West nicht nur vom Hörensagen. Ich möchte mich vor allem für jene einsetzen, die nicht über Netzwerke und finanzielle Möglichkeiten verfügen“, sagt die 38-Jährige. Block ist zudem stellvertretende Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Brandenburg, die zu den politischen Bildungsträgern in Deutschland gehört. Sie arbeitet für die Linke bereits in einer Kommission des Landtages mit und sieht ihren Handlungsschwerpunkt in der Rechts- und Innenpolitik.

Als Mitglied des Brandenburger Landtags würde sich Marlen Block vor allem in der Rechts- und In nenpolitik des Landes engagieren. Quelle: Privat

In Werder kommen die Vertreter der Linken am 17. November zusammen, um die 30-jährige Musik- und Physiklehrerin Tina Lange auf Herz und Nieren zu prüfen. Die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Potsdam engagiert sich nach eigenen Angaben seit 2012 in der Partei für soziale Gerechtigkeit, gelebte Solidarität, Chancengleichheit in der Bildung und die dringend notwendige Energiewende. Sie will sich unter anderem für eine umwelt- und nutzerfreundliche Mobilität und Infrastruktur vor allem in den neu entstandenen Wohnvierteln sowie für wohnortnahe Kinderbetreuung und Schulplätze einsetzen.

Die 30-jährige Tina Lange ist Physik- und Musiklehrerin. Im Landtag will sie sich besonders für die Chancengleichheit in der Bildung und für die dringend notwendige Energiewende einsetzen. Quelle: Privat

Jüngste Bewerberin im Quartett ist die 29-jährige gebürtige Rathenowerin Claudia Sprengel. In ihrer Arbeit im Büro der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg hat sie bereits Erfahrungen in der politischen Arbeit sammeln können, wobei ihr ihr Wissen aus dem Studium der Politikwissenschaften und Geschichte zugute kam. Sprengel engagiert sich in verschiedenen linken Organisationen für Geflüchtete und arbeitete nach ihrem Master in Zeitgeschichte in verschiedenen Bereichen, unter anderem im Frauenpolitischen Rat Brandenburg. „Gleichstellung und Frauenpolitik waren und bleiben darum mein Steckenpferd“, sagt Claudia Sprengel über sich selbst. Ob sie damit auch bei den Genossen von Bad Belzig bis Beelitz punkten kann, wird sich in der Vertreterversammlung am 29. November in Wiesenburg zeigen.

Claudia Sprengel hat bereits Erfahrungen in der politischen Arbeit im Büro der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg gesammelt. Im Landtag soll die Gleichstellung und die Frauenpolitik ihr Arbeitsschwerpunkt werden. Quelle: Privat

Von Heinz Helwig

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