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Mittelmark: Bodenpreise bleiben niedrig

Abgehängt bleibt abgehängt Mittelmark: Bodenpreise bleiben niedrig

Der Speckgürtel und die Randregionen in Potsdam-Mittelmark driften weiter auseinander. Derweil die Bodenpreise in Kleinmachnow und Stahnsdorf in die Höhe schießen, herrscht in Treuenbrietzen und dem Amt Beetzsee eher Stillstand. Am Freitag stellte Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses, die aktuellen Bodenrichtwerte für das Kreisgebiet vor.

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Schenkenberg gehört zu den wenigen Orten in der Region, in denen der Baulandpreis steigt – hier eine Baustelle in der Wustermarkstraße.

Quelle: Hesse

Mittelmark. Der Speckgürtel und die Randregionen in Potsdam-Mittelmark driften weiter auseinander. Derweil die Bodenpreise in Kleinmachnow und Stahnsdorf stetig in die Höhe schießen, herrscht in Treuenbrietzen und dem Amt Beetzsee eher Stillstand. Am Freitag stellte Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses Potsdam-Mittelmark, die aktuellen Bodenrichtwerte für das Kreisgebiet vor.

Spitzenreiter bleibt in Kleinmachnow das Wohngebiet Ginsterheide. Hier hat man für den Quadratmeter Bauland durch-schnittlich 490 Euro bezahlt. Im Vorjahr waren es noch 430 Euro. Der aktuelle Preis entspricht dem hundertfachen Wert gegenüber Niederwerbig, Oberjünne, Groß Briesen, Steinberg und dutzenden weiterer Dörfer, die seit Jahren bei fünf Euro verharren.

Im Raum Brandenburg/Havel gibt es verhalten positive Entwicklungen in Teilen von Groß Kreutz (Havel). Nach einem Einbruch vor drei Jahren erholt sich der Bodenpreis in Schenkenberg und liegt nun bei 30 Euro. Einen größeren Sprung macht Schmergow – von 30 auf nun 41 Euro. Warum ausgerechnet in diesem Dorf und dem benachbarten Phöben, das zu Werder/Havel gehört und das auf 100 Euro kletterte, die Preise dermaßen gestiegen sind, „ist uns im Ausschuss ein Rätsel geblieben“, versichert Mroß. Gleichwohl: „Wir sind nur die Chronisten des Grundstücksmarktes.“

Eine positive Entwicklung hat auch Lehnin genommen. Hier kletterte der Preis um sechs auf nun 50 Euro. In Nahmitz sind Käufer bereit, 30 statt 20 Euro zu bezahlen. Rädel, Rietz und Göhlsdorf gaben indes leicht nach. Die beiden Werte in Golzow verharren.

Die Entwicklung im Amt Beetzsee tritt meist auf der Stelle. Der Wohnpark Brielower Aue zieht leicht an und liegt nun bei 60 Euro. Dafür sind Brielow Ortslage, Hohenferchesarer Straße und Taubenstraße von 50 auf nun 41 Euro gefallen. In Fohrde und Pritzerbe sanken jeweils zwei Bodenrichtwerte. Roskow legt um sieben auf 26 Euro zu, Weseram sinkt leicht. In Päwesin bleibt alles beim alten.

Acker wird teurer

Der Preis jedes baureifen Grundstücks, das im Vorjahr verkauft wurde, ging in die aktuellen Bodenrichtwerte ein. Insgesamt wurden 2015 rund 500 Verkäufe in Potsdam-Mittelmark gemeldet und vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in die Ermittlung einbezogen.

Auch die Bodenrichtwerte für Ackerland, Grünland und Forstland sind gestiegen: Ackerland von 0,57 auf 0,60 Euro, Grünland von 0,42 auf 0,52 Euro und Wald von 0,33 auf 0,36 Euro pro Quadratmeter.

Die Bodenrichtwerte können im Bodenrichtwertportal des Landes Brandenburg unter www.boris-brandenburg.de/boris-bb / abgerufen werden. Derzeit sind die Werte von 2010 bis 2015 verfügbar, die neuen Daten werden in den nächsten Werten verfügbar sein. Weitere Informationen in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter 03328/318-314.

Im Amt Wusterwitz weist die Kurve eher nach unten. Wusterwitz Ortslage und Rosenthal fallen um vier auf nun 40 Euro. Das Erholungsgebiet Eggertsberg sinkt um sechs auf 25 Euro. Rosenau und Bensdorf bleiben unverändert. Im Amt Ziesar sinken die Preise tendentiell, etwa in Grüningen und im Wolliner Wohnpark Am Fläminghang.

Unter allen Orten im Hohen Fläming hält vor allem in Borkheide und Borkwalde die positive Entwicklung an. Alle fünf Werte zogen merklich an. Spitzenreiter ist hier der Wohnpark Breite Heide (Borkheide) mit 41 Euro und das Borkwalder Ortszentrum mit 40 Euro. Aus der Gemeinde Wiesenburg/Mark vermeldet der Ausschuss nur aus Klepzig einen positiven Trend: Hier stieg der Preis von acht auf elf Euro. In den anderen 13 Wiesenburger Ortsteilen keine Veränderung.

Drei kleine Veränderungen meldet der Ausschuss aus Bad Belzig. Im Klinkengrund zahlt man jetzt mit 45 Euro fünf Euro mehr. Das Bauland am Flämingbahnhof ist um vier Euro teurer geworden und kostet nun 50 Euro. Dafür lässt die Martin-Luther-Straße um fünf5 auf 45 Euro nach.

In der Stadt Brück fällt der Preis in der Kernstadt um vier auf 26 Euro. Die übrigen Werte bleiben gleich. Aus Görzke kommt keine Veränderung. In Linthe sinkt der Preis in der Ortslage leicht auf nun 21 Euro. Aus den Bereichen Mühlenfließ, Niemegk, Planetal, Planebruch und Rabenstein gibt es nur in Hohenwerbig und Freienthal eine leicht positive Entwicklung. Die andere Werte stagnieren.

In Treuenbrietzen gibt es leichte Steigerungen in Lobbesse und in der Jüterboger Straße sowie einen Rückgang in der Schweitzerstraße und in der Berliner Chaussee.

Von Heiko Hesse

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