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Mittelmark: Rettungsdienst muss nachrüsten

Fuhrpark und Personal Mittelmark: Rettungsdienst muss nachrüsten

Im Wachstumskreis Potsdam-Mittelmark gibt es erhöhte Einsatzzahlen zu verzeichnen. Folgerichtig werden in Bad Belzig, Beelitz-Heilstätten, Lehnin, Michendorf und Teltow sowohl Fuhrpark als auch Personal aufgestockt. Die Besetzung der zwölf neuen Stellen dürfte sich als nicht so einfach erweisen.

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Rebecca Czermin macht den Rettungswagen startklar, der am Krankenhaus stationiert ist.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Beim Rettungsdienst zwischen Havel und Fläming kann jetzt nachgerüstet werden. Der Kreistag Potsdam-Mittelmark hat in seiner jüngsten Sitzung die Erhöhung des Budgets um 850 000 Euro bestätigt. Für dieses Jahr sind somit insgesamt Kosten von 16 Millionen Euro kalkuliert.

Demzufolge werden je ein zusätzlicher Rettungstransportwagen in Teltow (dann drei) und Lehnin (dann zwei) stationiert. In Bad Belzig, Beelitz-Heilstätten und Michendorf wird – der Bedarfsanalyse aus dem vergangenen Jahr entsprechend – die Vorhaltezeit der zusätzlichen Fahrzeuge verlängert. Die Auslastung der Krankentransportwagen konnte offenbar optimiert und somit etwas reduziert werden.

Während nach der Erhebung von 2011 der Bau der Rettungswache Brück erfolgt ist, um eine Versorgungslücke zu schließen, sind im Wachtsumskreis Potsdam-Mittelmark nun erneut gesteigene Einsatzzahlen zu verzeichnen, wie der Vorlage zu entnehmen ist. „Darüber hinaus müssen die Dienstleister mehr denn je für Duplizitätsereignisse gewappnet sein“, wie Klaus-Dieter Hallex auf MAZ-Nachfrage erklärt hat. Ob am Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Bad Belzig mit der daraus folgenden – zeitlich befristeten – Bereitstellung eines zweiten Fahrzeuges, samt Personal, noch räumlich nachgebessert werden muss, wird noch zu prüfen sein, sagt der Fachdienstleiter.

Björn Sperfeld prüft die medizinischen Geräte in dem Notfallfahrzeug

Björn Sperfeld prüft die medizinischen Geräte in dem Notfallfahrzeug.

Quelle: Dirk Fröhlich

Hallex zufolge ist Teltow mit fast 5000 Einsätzen die am stärksten geforderte Rettungswache ist – Touren nach Potsdam und Berlin inklusive. Gleichwohl die Nachbarkommunen ebenfalls investieren, zeichnet sich ab, dass langfristig ein neues Domizil in Teltow geschaffen werden muss. Aktuell ist der Raum Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf in Sorge, dass mit der in Rede stehenden Sanierung der Rammrathbrücke die Hilfsfristen nicht mehr gehalten werden könnten. Wolfgang Blasig (SPD) hat erklärt, dass die von seiner Verwaltung geforderte Behelfsbrücke wohl errichtet wird. Die Frage der Kostenverteilung scheint dagegen bei den beteiligten Kommunen und Kassen noch umstritten.

Die jetzt beschlossene Aufstockung des Fuhrparks – an den 14 Standorten gibt es dann 21 statt 19 Rettungstransportwagen, weiter vier Krankenwagen, sechs Noteinsatz- und acht Reservefahrzeuge – soll mit der Schaffung von etwa zwölf Arbeitsplätzen einhergehen. Die Besetzung der Stellen erweist sich zunehmend als schwierig, wie Dietmar Otto ahnt. Denn wie der SPD-Fraktionschef recherchiert hat, gibt es ein Gehaltsgefälle von rund 400 Euro gegenüber den beauftragten Unternehmen in Berlin.

Der Landrat verwies im Kreisausschuss auf die laufenden Tarifverträge, die für die mehr als 220 Mitarbeiter bei den drei Dienstleistern – Rotes Kreuz, Johanniter und Promedica – gelten. Doch soll die Debatte nun im Fachgremium fortgeführt werden.

Von René Gaffron

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