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Mittelmark: Warnung vor der Schweinepest

Gefürchtete Seuche Mittelmark: Warnung vor der Schweinepest

Die gute Nachricht zuerst: Bislang ist der befürchtete Ausbruch der Schweinepest in Brandenburg ausgeblieben. Dennoch sind vor allem Jäger zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen, denn Wildschweine gelten als potenzieller Übeträger der gefährlichen Tierseuche.

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Gut geschützt, aber nicht ungefährdet: bislang sind die Hausschweine im Land gesund

Quelle: Norbert Stein

Werbig. „Bislang gibt es keine Anzeichen der Schweinepest in der Mark“, sagt Sandra Reimann. Eine gute Nachricht ist das, denn ein Ausbruch der gefährlichen Tierseuche wird im Land Brandenburg seit einiger Zeit erwartet und gefürchtet. Vorsicht bleibt also geboten, sagte die Tierärztin des Fachdienstes Veterinärwesen in einer Versammlung der Jägerschaft aus dem Hohen Fläming.

„In Polen konnte sich die Schweinepest binnen des vergangenen Jahres enorm verbreiten“, so Sandra Reimann, „in Lettland hat sich die Schweinepest in der selben Zeit sogar über das gesamte Land ausgedehnt.“ Die Veterinärin erläuterte bei der Zusammenkunft in der Werbiger Gaststätte „Zur Erholung“ die Formen und Symptome der Krankheit und informierte über Prävention. So müssen etwa die Waidmänner in Potsdam-Mittelmark jedes verdächtige Tier bei den Behörden melden. Zudem sind sie verpflichtet, bei geschossenem Schwarzwild eine bestimmte Anzahl von Blutproben zur Untersuchung zu nehmen. „Das Problem ist, dass bislang nur sehr wenige Proben eingegangen sind“, bemängelt die Veterinärin und appelliert an die Jagdgemeinschaft: „Es ist Ihre Aufgabe, uns an dieser Stelle zu unterstützen!“

Jedes verdächtige Tier muss gemeldet werden

Die beiden Formen der Schweinepest sind hochansteckend. Bei einem Ausbruch der Seuche wird ein Bannkreis um das betroffene Gebiet gezogen; die darin befindlichen Schweine werden gekeult. „Hausschweineställe sind in Deutschland vergleichsweise gut geschützt“, sagte Reimann. „Aber wir dürfen die Gefahr durch die Schweinepest nicht unterschätzen.“

Eine Infektion ist beispielsweise durch Kontakt mit dem Blut erkrankter Schweine möglich, doch auch der Reiseverkehr zwischen Deutschland und Polen hat mögliche Krankheitserreger im Gepäck. „Einerseits sind es die Lebendtransporte, die Krankheiten einschleppen können. Eine andere Infektionsquelle ist infiziertes Schweinefleisch in der Nahrung“, ist Sandra Reimann überzeugt.

Infiziertes Schweinefleisch ist eine Quelle

Besonders international eingesetzte Brummi-Fahrer, die ihre Essensreste auf Rasthöfen an den Autobahnen entsorgen, wo sie dann von Wildschweinen gefressen werden, bergen hier demnach eine Gefahr. „Die Schweinepest hält sich auch in Schinken oder Salami“, so die Tierärztin.

Menschen können sich an der Schweinepest zwar nicht anstecken, aber die wirtschaftlichen Schäden eines möglichen Ausbruchs wären enorm. So mussten in den Niederlanden beim letzten Auftreten der Seuche mehr als zwölf Millionen Schweine getötet werden.

Von Saskia Popp

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