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Mittelmarks Busbetrieb hat einen Rettungsbus

Blaue Lampe auf rotem Bus Mittelmarks Busbetrieb hat einen Rettungsbus

Die Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB) kann ab sofort einen Rettungsbus auf den Weg schicken. Gedacht ist der Bus für alle Notfälle, bei denen eine größere Zahl von Menschen schnell evakuiert werden muss. Ob Fahrgäste eines liegengebliebenen Intercity oder Busses oder Bewohner eines Hauses, das geräumt werden muss.

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Das ist er, der neue Rettungsbus von Potsdam-Mittelmark

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. „Eine Versicherung schließt man doch nur deshalb ab, weil man hofft, dass man sie nie braucht“, sagt Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Bad Belzig (VGB). „Genau so ist es mit unserem Rettungsbus. Wir hoffen dass er nur selten als solcher zum Einsatz kommt. Aber natürlich kann es jeden Moment ganz anders sein.“ Der VGB-Chef hatte jetzt zwölf seiner Busfahrer zu einem besonderen Lehrgang eingeladen. Denn das Fahren mit Blaulicht und Martinshorn gehört im Normalbetrieb nicht zu ihren Aufgaben Sie sollen fortan auch den Rettungsbus fahren können.

Knapp 5000 Euro Zusatzausstattung

Stadtwehrführer Olaf Beelitz als erfahrener Blaulicht-Fahrer fungierte als Referent. Dienstbeginn für den neuen Rettungsbus und sein Fahrerteam war Wochenende. Knapp 5000 Euro kostete die Zusatzausstattung den Landkreis. Neben der Signaltechnik ist Material zur medizinischen Erstversorgung von Unfallopfern, ein Bus-taugliches Navigationssystem, Decken für alle Fahrgäste und ein Unfalldatenschreiber (UDS) mit an Bord. Denn das Fahren unter Blaulicht birgt besondere Risiken mit sich, da andere Verkehrsteilnehmer beim Auftauchen eines Blaulichts oft unberechenbar reagieren. Dank UDS kann so zumindest im Nachhinein die Frage geklärt werden, ob die Blaulichtfahrt korrekt verlief und wer die Schuld trägt.

Gedacht ist der Bus für alle Notfälle, bei denen eine größere Zahl von Menschen schnell evakuiert werden muss. Ob Fahrgäste eines liegengebliebenen Intercity oder Busses oder Bewohner eines Hauses, das geräumt werden muss – der Rettungsbus bietet die Chance, die Evakuierung schneller als bislang über die Bühne zu bringen. Trotz der vorsorglich Ersthelferausrüstung an Bord ist der Bus nur für den Transport unverletzter oder bereits medizinisch versorgter Personen gedacht. Das Hilfsmaterial dient als Nachschub für die Ersthelfer am Unglücksort.

Als normaler Linienbus im Einsatz

Zur Unterbringung der Ausrüstung wurden vier der 41 Sitzplätze geopfert. Auch über Liegeplätze verfügt der Bus nicht. Wird der Bus gerade nicht als Rettungsfahrzeug gebraucht, ist er mit abgedeckten Blaulichtern und verschlossenem Sanitätsschrank als normaler Linienbus im Einsatz.

Details zur Art und Weise der Alarmierung, zum Bereitschaftsdienst am Wochenende und in der Nacht und die verkehrsrechtlichen Vorschriften zum Einsatz von Blaulicht und Martinshorn waren Bestandteil der Sonderschulung, die noch um einen 16-Stunden-Kompaktlehrgang zum Ersthelfer und regelmäßige Auffrischungen ergänzt werden soll.

Fünf der zwölf Blaulicht-Busfahrer verfügen als aktive Feuerwehrleute bereits über entsprechende Vorkenntnisse. Auch wenn der Einsatz vorerst nur innerhalb des Kreisgebietes angedacht ist, glaubt Hans-Jürgen Hennig nicht, dass es dabei bleibt. „Sobald es andernorts Großschadensereignisse gibt und Hilfe angefordert wird, sind sicher auch wir dabei.“

Von Uwe Klemens

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