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Potsdam-Mittelmark Der „Lavendel-Express“ ist mit dabei
Lokales Potsdam-Mittelmark Der „Lavendel-Express“ ist mit dabei
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18:18 19.05.2015
Hans. W. Höfler, Hermann Lamprecht und Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (v. l.) schauen sich das Modell der Straßenbahnlinie 96 an. Quelle: Christel Köster
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Teltow

Mit einem Festumzug und anschließendem Volksfest wollen die Teltower am 12. Juli das 750-jährige Bestehen ihrer Stadt feiern. „Wir werden nicht jedes historische Detail Teltows zeigen können. Aber die prägnantesten Besonderheiten der Stadtgeschichte sollten schon zu sehen sein“, sagt Hermann Lamprecht, der die Arbeitsgruppe „Festumzug“ leitet. In der Tischlerwerkstatt der gemeinnützigen Union Sozialer Einrichtungen (USE) sowie der Holzwerkstatt Potsdam GmbH in Teltow fand die AG zwei Werkstätten, die ihnen für den Umzug die Modelle einer Bockwindmühle sowie der einstigen Straßenbahnlinie 96 von Teltow über Stahnsdorf nach Kleinmachnow bauen. Auch eine Kopie des Wright-Doppeldeckers des bekannten Piloten Gustav Witte, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Teltow eine Flugschule eröffnete, wird dabei sein. Der Bausachverständige Rainer Drahtschmidt setzte den Flieger in mehr als 80 Stunden akribischer Bastelarbeit zusammen.

„Nach einigen Mühlen, die einst in Teltow standen, hat das heutige Mühlendorf seinen Namen“, erläutert Lamprecht den Zusammenhang Teltows mit der Bockwindmühle. Acht Mitarbeiter der USE-Tischlerei bauen unter Anleitung des Tischlergesellen Volkmar Zander an dem vier Meter hohen und 1,50 Meter breiten Modell aus mehrfach geleimten Fichtenholz. Dessen Flügel werden sich nur beim Festumzug drehen, erklärt Tischlerei-Fachgebietsleiter Mathias Ahlrichs. Wenn danach die „Mühlendorf“-Hortkinder die Attrappe als Spielgerät übernehmen, müssen die Blätter aus Sicherheitsgründen festbleiben.

Im Rohbau fertig ist bereits die alte Linie 96 in der Holzwerkstatt Potsdam von Hans. W. Höfler. Nach einigen Restarbeiten wird Malermeister Patrick Mumot den witterungsfesten Multiplex-Fahrzeugbauplatten noch den historischen Anstrich verpassen. „Mit der Linie sind immer die Arbeiter der Teltower Lavendelwerke am Feierabend nach Hause gefahren. Die Teltower waren froh, dass die Wagen nach Lavendel und nicht nach Schweiß gerochen haben. Daher hieß die Bahn bei ihnen immer nur ’Lavendel-Express’“, erinnert Historiker Lamprecht. Nach dem Festumzug sollen die Kinder der Kita „Teltower Rübchen“ ihre Freude an dem Holzspielgerät haben. Bevor Mühle und Bahn in den Kindereinrichtungen aufgestellt werden, nimmt sie der Tüv erst einmal gründlich unter die Lupe.

„Wir hoffen dabei auch, dass die Kinder dann nicht nur Spaß an ihren neuen Spielgeräten haben, sondern auch neugierig auf Teltower Stadtgeschichte werden“, wünscht sich Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD).

Von Heinz Helwig

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