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Möbelpioniere im Wiesenburger Gewerbegebiet

25 Jahre STS-GmbH Möbelpioniere im Wiesenburger Gewerbegebiet

Ein Arbeitsplatz in Wohnortnähe ist selten, weiß Dirk Hehne. Der Lehnsdorfer arbeitet bei den Möbelpionieren STS in Wiesenburg. Mal ist er in der Produktion, mal im Kundendienst oder im Lager. Er ist einer derjenigen, die von Anfang an dabei sind. 25 Jahre sind das jetzt – und der Erfolg scheint nicht abzunehmen.

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Dirk Hehne baut einen Küchenschrank im STS-Werk auf.

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. Die Farbe Weiß ist wohl am ehesten eine Konstante in der Produktpalette der STS-GmbH. Doch selbst da ist der Küchen- und Badmöbelhersteller flexibel und richtet sich nach individuellen Wünschen und Trends.

Derweil ansonsten heutzutage mehr Modul- statt Komplettlösungen für die Einrichtungen gefragt sind. Stetige Innovation braucht es außerdem, was beispielsweise die Ansprüche an die verwendeten Werkstoffe angeht. Derzeit forschen die Entwickler im Hause an noch weit besserer Wasserresistenz des verwendeten Holzes.

Seit einem Vierteljahrhundert gibt es die Niederlassung der Delbrücker Firma im Wiesenburger Gewerbegebiet. Mit ihren zwei Hallen ist die STS-GmbH neben dem Medizintechnikhandel Potsdam der am längsten bestehende Betrieb dort. Das soll dieser Tage mit einem kleinen Festakt gefeiert werden. Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke) wird erwartet. Mit den Ansiedlungen auf dem frühzeitig erschlossenen Zehn-Hektar-Areal am Ortsrand sollte Anfang der 1990er-Jahre seinerzeit dem Einbruch in der heimischen Wirtschaft entgegen gewirkt werden.

Das Unternehmen hat jedenfalls von der „Perle des Flämings“ aus die zahlreiche Kundschaft in den neuen Ländern erschlossen. Nicht zuletzt dank einer Kooperation mit Joop-Designern und Kremag im Jahr 2003 hat es einen Namen in der Branche. Pioniergeist war auch gefragt, als am Standort die Wärmeabnahme aus der benachbarten Biogas-Anlage organisiert und frühzeitig Solarmodule auf dem Dach installiert wurden.

Zu jenen, die von Anfang an dabei sind, gehört Dirk Hehne, der vorher beim Kochlattenhersteller Elektrowärme Belzig tätig war. Der 49-Jährige ist wahlweise als Lagerist, im Kundendienst oder bei der Produktion eingesetzt. „Ein Arbeitsplatz in Wohnortnähe ist heutzutage selten“, weiß der Lehnsdorfer den Job zu schätzen.

Derzeit hat er mit zwei Kollegen maßgeblich die Küchenschrank-Fertigung zu verantworten. Etwa 800 Stück pro Jahr werden vorgefertigt und dann ausgeliefert. Die Montage der Badmöbel und Spiegelschränke ist derzeit wieder am Stammsitz zusammen gefasst, wie Angela Wagner berichtet.

In der Verwaltung hat sie vor allem die logistischen Herausforderungen zu lösen. Denn die Mehrheit der insgesamt 14 Kollegen sind Kraftfahrer. Sie bringen die Waren in ganz Ostdeutschland und Bayern zur gewachsenen Kundschaft. Die Ansprüche von 130 Großhändlern zwischen Ostsee und Bayrischem Wald gilt es pünktlich und korrekt zu erfüllen. „Aktuell sind alle Steuer besetzt“, freut sich die Dispatcherin, die ebenfalls schon über zwei Jahrzehnte im Betrieb ist.

Neben dem alltäglichen Stress hat sie immerhin einen kleinen Bonus: Ihr Schreibtisch ist durchaus exklusiv platziert.

Vis a vis befindet sich die Musterausstellung, welche die aktuellen Trends für Bad und Küche des Hauses präsentiert.

Von René Gaffron

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