Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Mörzer plädieren für Neubau
Lokales Potsdam-Mittelmark Mörzer plädieren für Neubau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 23.11.2015
Am Ende hoben alle Mörzer die Hände für das Projekt Quelle: Uwe Klemens
Anzeige
Mörz

Die Skeptiker, die bereits im Sommer Zweifel anmeldeten, ob sich ein neues Gemeindehaus tatsächlich für 70. 000 Euro bauen lasse, haben Recht behalten. Auf vielmehr 200.000 reine Bau- und zuzüglich 25.000 Euro Planungs- und Nebenkosten – also mehr als das Dreifache – beläuft sich die erste Hochrechnung, die Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling am Donnerstag bei der Einwohnerversammlung präsentierte.

Eigenständiges Haus statt Anbau

Der Plan, das Projekt aus eigenen Mitteln zu stemmen, ist damit ebenso Geschichte wie die Idee, einen Anbau an das bestehende Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Das, so Ortsvorsteher Gustav Muschert (parteilos) – immerhin lange Jahre selbst als Bauunternehmer tätig –, ginge wegen des geforderten Mindestabstands von fünf Metern nicht. Wolle man beide Gebäude vereinen, müsste auch für das Gerätehaus ein Bauantrag gestellt werden. Dessen Ausgang sei ungewiss.

Ob der Bau des nun als eigenständiger Flachbau gewünschten Gemeindehauses realisiert werden kann, hängt davon ab, ob das Projekt auf Fördermittel aus der EU zugreifen kann. Bis zu 75 Prozent der Bausumme seien grundsätzlich förderfähig. Da das Gebäude gemeinschaftlich von Bürgern und Feuerwehr genutzt werden soll, stünden die Aussichten nicht schlecht.

Empörung blieb aus

Empörung über die grobe Falscheinschätzung der Kosten zeigten die gut 20 anwesenden Einwohner indes nicht. Stattdessen wurde über die Details bei der Gestaltung der vorgesehenen Terrasse und der Inneneinrichtung gesprochen und Möglichkeiten zur Eigenleistung erörtert. Mit Malerleistungen und dem Ausheben der Fundamentstreifen beispielsweise sei eine Kostenreduzierung von bis zu 15.000 Euro möglich. Mit Blick auf eventuelle Gewährleistungsansprüche und das vergleichsweise geringe Einsparpotenzial riet Gustav Muschert von Eigenleistungen jedoch heftig ab.

Sprechen will man nun mit dem Kreis-Bauamt, ob für einen 67 Quadratmeter großen und maximal 40 Leute fassenden Mehrzweckraum tatsächlich ein Toilettentrakt mit vier Toiletten und drei Urinalen nötig ist. Auch hier hoffen Amtsdirektor und Bürgermeister auf Einsparmöglichkeiten.

Trotz der Kosten sind alle Mörzer dafür

„Eigentlich sind wir aber heute nicht hier um über Geld zu sprechen, sondern über die Qualität dessen, was entstehen soll“, sagte Hemmerling am Ende der einstündigen Versammlung. Die neuen Pläne der Verwaltung trugen unterm Strich alle Stimmberechtigten mit.

Von Uwe Klemens

Stefanie Lippold ist die neue Standesbeamtin in Wusterwitz. Die 26-Jährige, die aus dem Ort stammt, kehrt nach beruflichen Stationen in Berlin und Potsdam in ihre Heimat zurück. Sie tritt die Nachfolge von Ellen Recknagel-Bremer an, die in Wusterwitz 33 Jahre lang Standesbeamtin war. Im Amt ist sie auch noch für drei weitere Sachgebiete zuständig.

23.11.2015
Potsdam-Mittelmark Zwei laufende Gerichtsverfahren könnten Gemeindekasse erheblich belasten - Stahnsdorf drohen hohe Mehrkosten

Zwei laufende Verfahren vor dem Potsdamer Arbeitsgericht könnten die Stahnsdorfer Gemeindekasse mit Kosten in Höhe mehrerer hunderttausend Euro belasten. Es geht um die Wiedereinstellung des früheren Bauhofleiters sowie um die vertraglich zugesicherte Tätigkeit einer Personalsachbearbeiterin. Sie hat schon zweimal gegen die Gemeinde gewonnen.

19.11.2015
Potsdam-Mittelmark Ein Paar will 160 Jahre altes Haus in Beelitz sanieren - Café und Wohnungen in der alten Fleischerei

Wo Generationen von Beelitzern einst ihre Wurst und Schnitzel kauften, sind nun die Bauarbeiter angerückt. In die alte Fleischerei in der Altstadt soll nach zwei Jahren Leerstand wieder das Leben zurückkehren. Ein Paar will das 160 Jahre alte Haus sanieren und vermieten.

20.11.2015
Anzeige