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Mörzer plädieren für Neubau

Gemeindehaus wird teurer Mörzer plädieren für Neubau

Als Ersatz für das marode Gemeindehaus, das verkauft werden soll, planen die Bewohner von Mörz (Potsdam-Mittelmark) einen neuen Gemeinderaum. Von der Idee eines Anbaus ans Gerätehaus der Feuerwehr müssen sie sich nun allerdings verabschieden. Und auch von der Hoffnung, den Neubau zum Billigtarif zu bekommen.

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Am Ende hoben alle Mörzer die Hände für das Projekt

Quelle: Uwe Klemens

Mörz. Die Skeptiker, die bereits im Sommer Zweifel anmeldeten, ob sich ein neues Gemeindehaus tatsächlich für 70. 000 Euro bauen lasse, haben Recht behalten. Auf vielmehr 200.000 reine Bau- und zuzüglich 25.000 Euro Planungs- und Nebenkosten – also mehr als das Dreifache – beläuft sich die erste Hochrechnung, die Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling am Donnerstag bei der Einwohnerversammlung präsentierte.

Eigenständiges Haus statt Anbau

Der Plan, das Projekt aus eigenen Mitteln zu stemmen, ist damit ebenso Geschichte wie die Idee, einen Anbau an das bestehende Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Das, so Ortsvorsteher Gustav Muschert (parteilos) – immerhin lange Jahre selbst als Bauunternehmer tätig –, ginge wegen des geforderten Mindestabstands von fünf Metern nicht. Wolle man beide Gebäude vereinen, müsste auch für das Gerätehaus ein Bauantrag gestellt werden. Dessen Ausgang sei ungewiss.

Ob der Bau des nun als eigenständiger Flachbau gewünschten Gemeindehauses realisiert werden kann, hängt davon ab, ob das Projekt auf Fördermittel aus der EU zugreifen kann. Bis zu 75 Prozent der Bausumme seien grundsätzlich förderfähig. Da das Gebäude gemeinschaftlich von Bürgern und Feuerwehr genutzt werden soll, stünden die Aussichten nicht schlecht.

Empörung blieb aus

Empörung über die grobe Falscheinschätzung der Kosten zeigten die gut 20 anwesenden Einwohner indes nicht. Stattdessen wurde über die Details bei der Gestaltung der vorgesehenen Terrasse und der Inneneinrichtung gesprochen und Möglichkeiten zur Eigenleistung erörtert. Mit Malerleistungen und dem Ausheben der Fundamentstreifen beispielsweise sei eine Kostenreduzierung von bis zu 15.000 Euro möglich. Mit Blick auf eventuelle Gewährleistungsansprüche und das vergleichsweise geringe Einsparpotenzial riet Gustav Muschert von Eigenleistungen jedoch heftig ab.

Sprechen will man nun mit dem Kreis-Bauamt, ob für einen 67 Quadratmeter großen und maximal 40 Leute fassenden Mehrzweckraum tatsächlich ein Toilettentrakt mit vier Toiletten und drei Urinalen nötig ist. Auch hier hoffen Amtsdirektor und Bürgermeister auf Einsparmöglichkeiten.

Trotz der Kosten sind alle Mörzer dafür

„Eigentlich sind wir aber heute nicht hier um über Geld zu sprechen, sondern über die Qualität dessen, was entstehen soll“, sagte Hemmerling am Ende der einstündigen Versammlung. Die neuen Pläne der Verwaltung trugen unterm Strich alle Stimmberechtigten mit.

Von Uwe Klemens

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