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Monika Ratering zeigt Bilder und Objekte

Malerei und Objektkunst Monika Ratering zeigt Bilder und Objekte

Das Göttliche spüren können – für die Berliner Malerin Monika Ratering ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Das ferne Indien wurde für sie zur Quelle der Inspiration. Auf der Bad Belziger Burg zeigt sie nun bis Mitte Juni die Ergebnisse ihrer „Pilgerreisen“ dorthin.

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Monika Ratering (rechts) erläutert Besuchern ihre Bilder und Objekte.

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. „Ich war schon damals von den Bildern Monika Raterings von Anfang an so begeistert“, gesteht die Bad Belziger Malerin Eva Galonska. Auch wenn das „damals“ inzwischen schon einige Jahre her ist, verbindet die beiden Künstlerinnen seit jenem Ausstellungsrundgang in der Berliner Universität der Künste seither ein Freundschaft. Auf der Suche danach, wer die nächste Sonderausstellung des Kunstvereins Hoher Fläming bestreiten könnte, schlug Eva Galonska ihre Berliner Künstlerkollegin vor. Seit dem vergangenen Wochenende können sich die Bad Belziger im Torhaus ihrer Burg ein eigenes Bild von den Arbeiten Monika Raterings machen. „Pilgerreise“ lautet der Titel ihrer am Sonntag eröffneten Ausstellung.

„Dass ich Malerin wurde, war eigentlich ein Zufall“, erzählt die 56-Jährige, die eigentlich aus dem Niedersächsischen Nordhorn stammt und sich Anfang der 80er Jahre eher aus Neugier an der Bremer Hochschule für Kunst und Musik im Fach Freie Malerei einschrieb. „Ich dachte, mit Malerei könne man die ganze Welt gewinnen. Was es bedeuten würde, damit sein ganzes Berufsleben zu verbringen und davon auch leben zu müssen, hab ich mir damals noch keine Gedanken gemacht“, blickt sie zurück.

Eine Malerin aus Zufall

Ihre Existenz alleine mit der Malerei zu bestreiten, ist Monika Ratering bislang nicht geglückt. Missen möchte sie ihren idealistischen Beruf dennoch nicht. Denn das bewusste Erleben von Landschaft und Natur und ihrer Farbklänge und Rhythmen gehören zu den wichtigen Dingen ihres Lebens.

Immer häufiger zieht es die Wahlberlinerin in die abgelegenen Bergwelten Indiens, wo sie sich an Wasserspiegelungen und anderen Naturphänomenen berauscht, die sie nach der Rückkehr ins Großstadtgewühl dann großformatig auf der Leinwand in Szene setzt. „Für mich sind diese Phänomene die Berührung mit dem Göttlichen. Ohne direkt danach zu suchen, hab’ ich diesen Hauch bei meiner ersten Indienreise, die ich 1998 gemacht habe, gespürt und fahre seitdem jedes Jahr dorthin.“

Den Hauch an andere weiter zu geben, ist Monika Ratering mehr und mehr zu einem ihrer wichtigsten Anliegen geworden. Der Besuch ihrer Ausstellung wird für den Besucher, der sich auf die Sanftheit der Farb- und Formspiele einlassen kann, selbst zur Pilgerreise. „Ich selbst sehe das Göttliche inzwischen überall in der Natur und muss deshalb nicht mehr nach Indien reisen“, sagt Ratering.

Mehrere Hilfsprojekte am Laufen

Dass sie sich trotzdem immer wieder dorthin auf den Weg macht, hat einen viel wichtigeren Grund. Seit 2012 hat die Künstlerin mehrere Hilfsprojekte zur Unterstützung von Witwen und Waisenkindern im Süden Indiens initiiert. „Die Landbevölkerung dort leidet zunehmend unter dem Druck des Gen-Konzern Monsanto. Viele Farmer bringen sich aus Verzweiflung um, manchmal sogar beide Eltern, so dass die Kinder alleine zurückbleiben.“ Mit Geld, das Monika Ratering daheim im Bekannten- und Freundeskreis einsammelt, werden die Betroffenen unterstützt und Schulungsprogramme initiiert, die die Rückkehr zur traditionellen Anbauweise ermöglichen sollen.

Bis einschließlich 1. Mai ist die Künstlerin zu den genannten Zeiten selbst vor Ort und freut sich auf Besucher und spannenden Gespräche.

Info: „Pilgerreise“ – Bilder und Objekte von Monika Ratering (Berlin). Geöffnet bis zum 15. Juni, jeweils donnerstags, sonnabends und sonntags in der Zeit von 12 bis 17 Uhr.

Von Uwe Klemens

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