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Potsdam-Mittelmark Moppel und Mücke erobern Potsdam
Lokales Potsdam-Mittelmark Moppel und Mücke erobern Potsdam
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16:36 17.08.2017
Im Moppel-und-Mücke-Fieber: Tim (8 Jahre, l.) und Felix (7) mit der Autorin Christine Pohl und der Grafikerin Katja Ledder (r.) im Filmpark. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder/Potsdam

Unzählige schlaflose Nächte liegen hinter der Kinderbuchautorin Christine Pohl. Bis vier Uhr morgens war die 60-jährige Werderanerin am Tag der Buchpräsentation unterwegs und hat die vorbestellten Exemplare des zweiten Teils der Abenteuer von Moppel und Mücke höchst persönlich ausgefahren. Die Aufregung war ihr sechs Stunden später beim Pressegespräch im Filmpark Babelsberg anzusehen. Aber auch die Erleichterung und der Stolz, das Buch endlich präsentieren zu können. Diesmal sind die beiden ungleichen Freunde Frosch „Moppel“ und seine Mücke in Potsdam unterwegs.

Das Abenteuer beginnt im neuen Schwimmbad „Blu“, wo sich die beiden Figuren zunächst so richtig austoben, Sprungbretter, Rutschen und die Kletterwand ausprobieren und entscheiden, auf Entdeckungstour zu gehen. Christine Pohl, die seit 40 Jahren als Erzieherin arbeitet, schafft den eleganten Sprung von Kapitel zu Kapitel, ohne dabei den Faden zu verlieren. Die großen und kleinen Leser haben das Gefühl, selbst mit der Mücke durch die Luft zu schwirren. Für diese Lebendigkeit sorgen natürlich, wie beim ersten Band auch, die Illustrationen des Architekten Tino Würfel aus Werder. So kann man Mücke sehen, wie ihr die Möwe „Speichi“ von der Speicherstadt aus der Luft die Attraktionen der Stadt zeigt oder wie Moppel mit dem Maulwurf vom Brauhausberg durch das unterirdische Labyrinth saust. Um das abgerundete Design kümmerte sich die freiberufliche Grafikerin und Tochter der Autorin, Katja Ledder.

„Was das Buch besonders macht, ist, dass es nicht nur regional ist, sondern auch Werte und Regeln vermittelt“, erklärt Christine Pohl. Dabei dreht sich vieles in dem 127 Seiten starken Buch um Umweltschutz, Kultur und Freizeit. Wie Moppel und Mücke in Potsdam zeigen, können immer Lösungen gefunden werden, die allen gut tun. Die andere Botschaft ist nicht weniger wichtig. Da geht es um die Frage, wie es gelingen kann, das Leben in Potsdam für die Menschen, die Natur und eben für die Tiere lebenswert zu halten. „Das Buch vermittelt Toleranz und Achtsamkeit im Umgang miteinander“, sagt Christine Pohl.

8000 Exemplare hat das Mutter-Tochter-Duo drucken lassen

„Ich fand es unheimlich charmant, dass ein Frosch und eine Mücke Freundschaft schließen und auf Abenteuerreise gehen“, sagte Filmpark-Chef und Sponsor Friedhelm Schatz, der die „Gärten des Kleinen Muck“ für die Buchpräsentation zur Verfügung stellte. Dabei wollte der träge Frosch die kleine, quirlige, etwas tollpatschige Mücke fast auffressen. Vor etwa einem Jahr stand Christine Pohl bei ihm auf der Matte und zeigte das Buch, das sich Friedhelm Schatz gleich am Abend ansah und direkt überzeugt war. „Das Buch ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Wir werden es weiter begleiten und waren wirklich gerne dabei“, erklärte er. 8000 Exemplare sind von den neuen Potsdam-Büchern gedruckt worden – 700 Vorbestellungen gingen ein. Vom ersten Band, den Abenteuern in Werder, ließ Christine Pohl 2000 Stück nachdrucken. „Das erste Buch kam so gut an, dass fast jedes Kind in Werder eins hat“, erzählt Katja Ledder. Freuen können sich die kleinen Moppel-und-Mücke-Fans auch auf neue Ausmalhefte.

Zahlreiche Partner unterstützen das Projekt

Christine Pohl und Katja Ledder haben für den zweiten Teil der Moppel-und-Mücke-Abenteuer zahlreiche Unterstützer von ihrer Idee überzeugen können.

Dazu zählen die Stadtwerke, der Filmpark, der Lindenpark, die Weiße Flotte, das Naturkundemuseum, das Potsdam-Museum, das Filmmuseum, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen-Geschichte, das Kulturhaus Babelsberg, Radio Teddy, das Restaurant Mövenpick, die AOK-Gesundheitskasse, Turbine Potsdam, Stadt für eine Nacht und die Stadt Potsdam selbst.

Viele von ihnen finden sich thematisch in einem eigenen Kapitel auf der Entdeckungstour wieder.

Wie berichtet, hatte Katja Ledder eine „Startnext“-Kampagne initiiert, um das restliche Geld für den Buchdruck zusammenzubekommen. Die Kampagne war erfolgreich, wie sie am Donnerstag verkündete. Christine Pohl hat sich gemeinsam mit ihrer Tochter von der Kita-Erzieherin zur Autorin und letztlich zur Unternehmerin entwickelt. Denn die beiden haben jüngst ihren eigenen Verlag „Pohlibri“ gegründet. Dass Christine Pohl einmal so viele Fans haben würde, hätte sie wohl selbst nicht gedacht, als sie damals die Kita-Kinder fragte, was in einem Buch stehen müsste, damit sie es in die Hand nehmen. Der nächste Teil steht übrigens in den Startlöchern.

Das Buch ist in mehr als 70 Shops für 13,99 Euro zu haben. ISBN: 978-3-947319-02-2

Von Luise Fröhlich

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