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Potsdam-Mittelmark Mord auf dem Rübenacker
Lokales Potsdam-Mittelmark Mord auf dem Rübenacker
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18:08 15.11.2017
Die Ur-Teltowerin Manuela Kuhlbrodt meuchelt bei der Buchvorstellung Teltower Rübchen. Quelle: Kobel-Höller
Teltow

Total lokal und gegenwärtig – das ist der erste Teltower-Land-Krimi, der seit zwei Tagen im Buchhandel erhältlich ist. Die Journalistin und Autorin Manuela Kuhlbrodt hat sich „Todsicher – Die Spur des Rübchens“ quasi selbst zum 60. Geburtstag geschenkt und darin alles verarbeitet, was für die Region typisch ist: Das Teltower Rübchen inklusive Fördervereinssitzungen, Kleinmachnow, das nicht die Nummer zwei in der TKS-Region sein möchte, eine Klatschreporterin auf der Suche nach Stoff für ihren Krimi – nicht Kuhlbrodt selbst, wie sie betont – und natürlich viele Schauplätze aus Teltow, Ruhlsdorf, Großbeeren, Stahnsdorf und Kleinmachnow. Damit hat sie nun tatsächlich den ersten Krimi geschrieben, der im Teltower Land spielt. Es gebe zwar schon Brandenburg-Krimis, ein paar, die in Potsdam spielen, aber nur fünf bis sieben mit Handlung in der näheren Umgebung, weiß Vanessa Arend-Martin vom Verlag Buchkontor.

Kuhlbrodt selbst liebt Krimis, vor allem deutsche Regionalkrimis haben es ihr angetan, also lag es wohl nahe, dass sie sich auch aktiv über das Genre wagte. In der Heimat der Ur-Teltowerin sollte die Handlung spielen – und was Typischeres als Rübchen gäbe es da in einem Buch zu verarbeiten? Als Ergänzung zu den Ruhlsdorfern hat sich Kuhlbrodt dann die High Society Kleinmachnows ausgesucht – „ein Buch braucht Kontraste“. Ob sich der eine oder andere aus ihrem Bekanntenkreis wiedererkennen könnte? „Es ist niemand eins zu eins beschrieben – das macht man nicht“, sagt die Autorin. „Aber ich kenne viele Leute und habe immer die passenden Charaktere gefunden.“ Die Sehnsucht nach der eigenen Bedeutung sorgt aber für durchaus amüsante Erlebnisse, so seien unter den Probelesern Personen „wiedererkannt“ worden, die sie selber nie im Kopf gehabt habe, und Arend-Martin weiß von jemandem, der überzeugt davon ist, die erste Leiche im Buch zu sein.

Auch wenn es mehr als nur einen Toten in der Geschichte gibt: „Es geht sehr unblutig zu und ist – hoffe ich – ein humorvoller Krimi“, sagt die Autorin, die selbst vom Umfang ihres Buches überrascht war: 220 Seiten hatte sie anvisiert, mit 380 fällt das Buch mit dem pinken Cover und dem grünen Rübchen durchaus im Sortiment des Buchhandels auf. „Es war eine Elefantengeburt – es hat vier Jahre gedauert, wenn auch mit Unterbrechungen.“ Und eigentlich wollte Kuhlbrodt es zum Rübchenfest dieses Jahres fertig haben, die letzten Worte waren auch tatsächlich Anfang September auf Papier gebracht, „ich wusste aber nicht, wie viel da noch danach kommt“, erzählt sie. Im Oktober beschäftigten sich dann erst einmal die Probeleser und Lektoren mit „Todsicher“ und Kuhlbrodt hatte mit ihrem Verhältnis zu ihrem Werk zu kämpfen: „Als ich es da innerhalb von zwei Wochen drei Mal komplett durcharbeiten musste, konnte ich das Buch hinterher nicht mehr sehen.“ Am besten, sie setzt sich gleich an die Arbeit für den nächsten Band. Eine Idee hat Kuhlbrodt auch schon im Kopf: „Er soll im Freizeit-Fußballmilieu spielen.“ Und dann ergänzt sie: „Und es wird diesmal nicht wieder vier Jahre dauern!“

Information: Das Buch „Todsicher – Die Spur des Rübchens“ ist im Buchhandel erhältlich. Lesung und Signierstunde am 17. Dezember ab 15.30 Uhr im Buchkontor Teltow, Breite Straße 19.

Von Konstanze Kobel-Höller

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