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Potsdam-Mittelmark Motorrad im Treuenbrietzener Baggersee
Lokales Potsdam-Mittelmark Motorrad im Treuenbrietzener Baggersee
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18:21 21.05.2015
Die Suzuki hielt die Feuerwehrmänner am Mittwoch auf Trab: Vor einem dreiviertel Jahr war das Motorrad als gestohlen gemeldet worden. Quelle: Feuerwehr Treuenbrietzen
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Treuenbrietzen

Mit sehr viel Wasser zu tun hatte Mittwochnachmittag ein Einsatz von Feuerwehren am Baggersee in Treuenbrietzen. Allerdings ging es nicht ums Löschen. Es galt, in der Bucht in der Nähe des Hans-Grade-Weges eine Verunreinigung zu identifizieren und zu beseitigen. Nach knapp zwei Stunden zogen Einsatzkräfte ein Enduro-Motorrad über die Betonbrüstung.

Ölfilm auf dem Wasser

Passanten hatten einen Ölfilm auf dem Wasser festgestellt und das Ordnungsamt informiert. Die Feuerwehr stellte kurz darauf im Bereich der Betonfläche am Einlauf der „Rietzer Bache“ eine ölige Flüssigkeit fest. „Diese trat im Abstand von zirka fünf Sekunden immer wieder aus der Tiefe an die Oberfläche“, erklärte Jens Heinze, der Einsatzleiter von der Treuenbrietzener Feuerwehr. Um die noch unbekannte Flüssigkeit zu identifizieren, forderte er Hilfe von der Gefahrstoffeinheit Potsdam-Mittelmark an. Kräfte der Feuerwehr Bad Belzig rückten mit ihrem Spezialfahrzeug an. In einem Container des Feuerwehrtechnischen Zentrums Beelitz-Heilstätten rollte Material für eine Ölsperre auf dem Wasser an. Sie wurde zunächst nur unmittelbar an der Einsatzstelle in der Bucht ausgelegt. Dort bleibt sie zusammen mit Bindemitteln zunächst bis Freitag“, sagte Jens Heinze.

Während die Bad Belziger Spezialisten noch ihre Analysen fertigten, stocherten die Treuenbrietzener Kräfte mit langen Haken-Stangen im etwa zwei bis drei Meter tiefen Wasser. Dabei fielen ihnen dünne weiße Seile auf. An denen hievten sie kurz darauf mit sechs Mann das blaue Suzuki-Motorrad an Land.

Maschine vor neun Monaten als gestohlen gemeldet

Die angeforderten Taucher aus Brandenburg an der Havel konnten damit wieder abbestellt werden, berichtete Jens Heinze. „Es sah fast so aus, als habe jemand die Maschine an den Schnüren vorsichtig ins Wasser herab gelassen“, sagte der Feuerwehrmann. Nach ersten Ermittlungen der Polizei anhand der Fahrgestellnummer könnte die Maschine schon rund ein dreiviertel Jahr lang im Wasser gelegen haben. Damals nämlich war sie als gestohlen gemeldet worden. Nähere Angaben zur Herkunft der Straßenmaschine machte die Polizei gestern nicht.
Auf den üblichen Betrieb am Baggersee hatte der Feuerwehreinsatz zunächst keine Auswirkungen. Freilich war bereits eine Sperrung vorbereitet worden. „Aber zum Glück waren es ja kein Fass mit Altöl oder anderen Sachen, die wir da hochgeholt haben“, sagte Jens Heinze.

Die zwischen der Bundesstraße 102 und der Bahnlinie nach Berlin gelegene ehemalige Kiesgrube am Stadtrand ist als offizielles Badegewässer ausgewiesen. Als solches wird es auch regelmäßig den Sommer über von den Experten des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung auf seine Wasserqualität kontrolliert. In den zurückliegenden Jahren bislang war der Befund immer ohne Beanstandungen. Zudem ist der See Angelgewässer Treuenbrietzener Vereine. Sie pflegen Uferbereiche. Der Feuerwehreinsatz dauerte von 13.30 Uhr bis gegen 15.45 Uhr an. Insgesamt 20 Feuerwehrleute – 15 aus Treuenbrietzen, drei aus Bad Belzig und zwei aus Beelitz – waren dabei.

Von Thomas Wachs

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