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Motorrad rast in Wildschweinrotte

Unfall auf der L794 bei Teltow Motorrad rast in Wildschweinrotte

Wenn Wildschweine die Fahrbahn kreuzen, helfen nur noch Vollbremsung und Stoßgebet. Für zwei Berliner ging so ein unerwartetes Treffen mit den Schwarzkitteln am Donnerstagabend bei Teltow glimpflich ab. Dabei fuhren sie mit ihrem Motorrad direkt in eine Rotte.

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Der Motorradfahrer und seine Sozia kamen ins Krankenhaus. Sie sind zum Glück nicht lebensbedrohlich verletzt.

Quelle: Julian Stähle

Ruhlsdorf. Der Wildwechsel ist eine der gefürchtetsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Jetzt hat es in der Nähe von Teltow gekracht. In eine Wildschweinrotte ist am Donnerstagabend ein Motorrad auf der Landesstraße 794 zwischen Ruhlsdorf und dem Abzweig Großbeeren gefahren. Der Unfall, bei dem sich der Fahrer der Yamaha (48) und seine Sozia (50) verletzten, aber zum Glück nicht lebensbedrohlich, ereignete sich gegen 23.15 Uhr. Die beiden Berliner waren durch den heftigen Zusammenstoß gestürzt. Rettungskräfte brachten sie ins Krankenhaus.

Die Yamaha war nicht mehr fahrbereit und wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. Drei Wildschweine überlebten den Unfall nicht – sie verendeten noch am Unfallort. Zeitweilig musste die L 794 für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden.

Für drei Tiere ging der Zusammenstoß mit dem Motorrad tödlich aus

Für drei Tiere ging der Zusammenstoß mit dem Motorrad tödlich aus.

Quelle: Julian Stähle

Wildwechsel sind unberechenbar und zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Die frühen Morgenstunden vor der Dämmerung und die frühen Abendstunden nach Einsetzen der Dämmerung sind allerdings besonders gefährlich. Weil Wildtiere selten allein unterwegs sind, sollten sich Kraftfahrer darauf gefasst machen, dass nach einem kreuzenden Reh oder Wildschwein weitere Tiere folgen. Gerade Wildschweine sind oft in Rotten von fünf, zehn und mehr Tieren zusammen. Wer Wild sieht, sollte sofort den Fuß vom Gas nehmen, das Licht abblenden und hupen - das vertreibt die Tiere am ehesten. Ausweichen sollte man nur, wenn dies gefahrlos möglich ist, rät die Polizei, denn: Kollisionen mit Wildtieren verlaufen meistens glimpflicher als solche mit dem Gegenverkehr oder einem Baum.

Kommt es doch zu einem Wildunfall, sollte die Unfallstelle sofort mit gesicherte werden, etwa mit Warndreieck und Warnblinker. Wenn sich das verletzte Tier in den Straßengraben oder in Wald und Feld geschleppt hat, ist es ratsam, den Unfallort mit Kreide aus dem Verbandkasten zu markieren – das erleichtert das Aufspüren des Tieres. In jedem Fall sollte Polizei benachrichtigt werden. Diese nimmt dann Kontakt zum zuständigen Jagdpächter auf.

Von Nadine Fabian

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