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Potsdam-Mittelmark Mühlendorf-Oberschüler brauchen Stimmen
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00:32 22.03.2018
Lehrer Marcel Miserius (M.) und seine Projektschüler hoffen, dass es ihre Projekt noch unter die ersten Fünf schaffen und gefördert werden Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

Unter dem Motto „#Wir im Netz“ bemühen sich bis Dienstag Nacht zwölf Projekte von Schülern aus Brandenburg im Internet um möglichst viele Stimmen – die besten fünf dürfen sich am Ende um jeweils 500 Euro Unterstützung für die Realisierung ihrer Ideen freuen. Zweimal mit dabei, doch weit abgeschlagen hinten und dringend auf die Hilfe der MAZ-Leser angewiesen: Die Mühlendorf Oberschule in Teltow.

Mit dem Projekt „Ein Videotablet für smarten Sportunterricht“ möchten Fabian und Ben aus der zehnten Klasse nicht nur die Notengebung transparenter machen, sondern auch den Unterricht interessanter gestalten. Wenn die Schüler etwa beim Sportunterricht gefilmt würden, könnten sie sich selbst bei den Übungen sehen, erklärt der betreuende Lehrer Marcel Miserius. Diese Rückmeldung würde das Verständnis erhöhen, die Motivation würde steigen. Er habe das Konzept bereits mit Handyaufnahmen ausprobiert, und die Schüler hätten dadurch einfach viel klarer verstanden, was sie besser machen sollten, erläuterte er. Aber mit Privathandys zu arbeiten, sei keine Lösung. In weiterer Folge könnte so auch fachübergreifend gearbeitet werden, so die am Projekt beteiligten Jugendlichen.

Zweites Projekt ist ein digitales Hausaufgabenheft

Auch die siebente Klasse ist mit einer Idee mit dabei: Sie hätte gern ein „digitales Hausaufgabenheft“, in dem Schüler, die etwa aufgrund einer Krankheit den Unterricht versäumt oder vergessen haben, was der Lehrer für zuhause aufgegeben hat, jederzeit nachsehen können, was von ihnen erwartet wird. Auch Arbeitsblätter sollen dort verfügbar gemacht werden. Dabei schwebt Seif, Luca, Elias, Moussa und Emin ein Internetportal vor, verknüpft mit der Schul-Homepage, auf dem jede Klasse ihren eigenen Zugang hat. „Klassenchats – zum Beispiel in Whatsapp – helfen da jetzt schon“, so Miserius, „aber eine einheitliche Plattform wäre besser.“ Als Vision geben die Siebtklässler an, dass in Zukunft auch erledigte Hausaufgaben so an die Lehrer übermittelt werden könnten und sich auf der Plattform virtuelle „Lerngruppen“ bilden könnten. Natürlich wäre dazu auch die Mitarbeit der Lehrer erforderlich, ergänzt Miserius.

Bestätigungslink muss angeklickt werden

Gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung sei es wichtig, den jungen Menschen auch eine Affinität dafür mitzugeben, so der Pädagoge für Sport, WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) und LER (Lebensgestaltung, Ethik, Religion), der sich seit November gemeinsam mit seinen Schülern mit den beiden Projektideen beschäftigt hat, die bei „#Wir im Netz“, einer Initiative des brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Initiative D 21 und des Landesfachverbandes Medienbildung Brandenburg, eingereicht wurden. Fotos und ein Videos mussten erstellt, die Ideen schriftlich vorgestellt werden. Tatsächlich sind alle, die mit ihm angefangen haben, auch bis zum Schluss dabei geblieben, ist er stolz. „Danach sind wir dann gemeinsam Döner essen gewesen“, erinnert er sich und bricht eine Lanze für die Jugendlichen seiner Schule: „Wenn die Jungs begeistert werden, sind sie extrem motiviert – auch wenn die Schule nicht den besten Ruf hat. Aber wenn sie merken, dass man was für sie macht, sind sie voll mit dabei.“ Auch Eltern hätten hier mitgeholfen, freut sich Miserius, der im Vorjahr mit Fünftklässlern des Kleinmachnower Weinberg-Gymnasiums den ersten Platz beim Technologiepreis Berlin-Brandenburg erkämpfen konnte.

Abgestimmt wird nur noch bis Dienstag Nacht im Internet auf der Seite http://www.wir-im-netz.info unter „Abstimmung“. Die beiden Projekte der Schule heißen „Ein Videotablet für smarten Sportunterricht“ und „Ein digitales Hausaufgabenheft“. Um abstimmen zu können, benötigt man eine gültige Email-Adresse. Gültig mitgemacht wurde aber erst, wenn der Bestätigungslink im zugesandten Email angeklickt wurde. Jede Email-Adresse kann nur einmal eingesetzt werden.

Von Konstanze Kobel-Höller

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