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Mühlenstraße bleibt heiß umkämpft

Stahnsdorf Mühlenstraße bleibt heiß umkämpft

Anlieger der Mühlenstraße in Stahnsdorf haben angesichts der geplanten Sanierung der Straße eine Bürgerinitiative gegründet. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, dass der Sperrvermerk, mit dem die Gemeinde bislang die Finanzen für die Straßenbaumaßnahme blockiert hat, noch erhalten bleibt. Die Anlieger fordern eine zweite Infoveranstaltung.

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Die Anlieger sollen sich mit 75 Prozent an den Kosten beteiligen und fordern eine andere Lösung von der Gemeinde.

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Stahnsdorf. „Wir glauben, dass wir noch eine konsensuale und gemeinverträgliche Lösung finden können. Aber wenn wir weiter ausgebootet werden, wissen wir durchaus, wo wir einhaken und wie wir unsere Interessen durchsetzen können“, kommentiert Carsten Lobbedey, Sprecher der neu gegründeten Bürgerinitiative Mühlenstraße, die Ergebnisse des jüngsten Stahnsdorfer Bauausschusses. In der Sitzung ging es unter anderem um den Bebauungsplan „Südlich der Mühlenstraße“, den Ausbau der Mühlenstraße sowie die Aufhebung eines Sperrvermerkes. Mit dem hatte die Gemeindevertretung die Finanzen für die Straßenbaumaßnahme vorerst blockiert. Ines Schröder-Blohm (CDU) machte darauf aufmerksam, dass der Straßenbau im aktuellen Haushalt mit 600 000 Euro vorgemerkt sei, aber jetzt schon Kosten von 970 000 Euro dafür genannt würden. Daher könne sie die Aufhebung der Sperre nicht empfehlen – eine Entscheidung, der sich die Mehrheit anschloss. Im Sozialausschuss am Montagabend sah das anders aus: Fünf Mitglieder enthielten sich und Heiko Spleet (SPD) allein stimmte für die Aufhebung der Sperre.

„Es wurde wohl auch klar, dass es momentan noch mehr Fragen als Antworten gibt“, ergänzt Lobbedey gegenüber der MAZ. So würden etwa Eltern ihre Kinder meist nur bis zur Schulzenstraße fahren und dort wenden, um nicht auf die Ruhlsdorfer Straße zu gelangen. Dies werde sich auch künftig nicht ändern, „das Konzept über den Parkplatz kann nicht funktionieren“, sagt er. Auch sei in der Sitzung klar geworden, dass noch nicht entschieden sei, ob auf dem Campus neben der Turnhalle ein Hort oder eine Schule gebaut werden soll. „Das muss aber auch in den Ausbau der Straße eingeplant werden“, so Lobbedey. Zudem würden all diese Gebäude mit Beton-Normteilen errichtet werden, die von Schwerlasttransportern gebracht würden – die sollten nicht auf der sanierten Straße rollen.

In der Sitzung wurden auch andere offene Punkte angesprochen, etwa, dass noch unklar ist, wie die Kosten für Eckgrundstücke ermittelt werden. Generell ist die Finanzierung ein wichtiger Punkt für die Anlieger. „Natürlich haben wir auch was davon, wenn die Straße hübsch ist – aber das ist der kleinste Teil, nach der Erschließung des Campus und der Schulwegsicherheit. Das muss sich auch finanziell niederschlagen, da erwarten wir von der Gemeinde einen Vorschlag“, sagt Lobbedey. Es könne nicht sein, dass die Anlieger 75 Prozent der Kosten übernehmen müssten. Im Bauausschuss wurde nun ein zeitnaher, zweiter Informationsabend beschlossen.

Kontakt zur BI Mühlenstraße:

muehlenstrasse-stahnsdorf@web.de

Von Konstanze Kobel-Höller

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