Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Mühlenstraße bleibt heiß umkämpft
Lokales Potsdam-Mittelmark Mühlenstraße bleibt heiß umkämpft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 08.03.2017
Die Anlieger sollen sich mit 75 Prozent an den Kosten beteiligen und fordern eine andere Lösung von der Gemeinde. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
Stahnsdorf

„Wir glauben, dass wir noch eine konsensuale und gemeinverträgliche Lösung finden können. Aber wenn wir weiter ausgebootet werden, wissen wir durchaus, wo wir einhaken und wie wir unsere Interessen durchsetzen können“, kommentiert Carsten Lobbedey, Sprecher der neu gegründeten Bürgerinitiative Mühlenstraße, die Ergebnisse des jüngsten Stahnsdorfer Bauausschusses. In der Sitzung ging es unter anderem um den Bebauungsplan „Südlich der Mühlenstraße“, den Ausbau der Mühlenstraße sowie die Aufhebung eines Sperrvermerkes. Mit dem hatte die Gemeindevertretung die Finanzen für die Straßenbaumaßnahme vorerst blockiert. Ines Schröder-Blohm (CDU) machte darauf aufmerksam, dass der Straßenbau im aktuellen Haushalt mit 600 000 Euro vorgemerkt sei, aber jetzt schon Kosten von 970 000 Euro dafür genannt würden. Daher könne sie die Aufhebung der Sperre nicht empfehlen – eine Entscheidung, der sich die Mehrheit anschloss. Im Sozialausschuss am Montagabend sah das anders aus: Fünf Mitglieder enthielten sich und Heiko Spleet (SPD) allein stimmte für die Aufhebung der Sperre.

„Es wurde wohl auch klar, dass es momentan noch mehr Fragen als Antworten gibt“, ergänzt Lobbedey gegenüber der MAZ. So würden etwa Eltern ihre Kinder meist nur bis zur Schulzenstraße fahren und dort wenden, um nicht auf die Ruhlsdorfer Straße zu gelangen. Dies werde sich auch künftig nicht ändern, „das Konzept über den Parkplatz kann nicht funktionieren“, sagt er. Auch sei in der Sitzung klar geworden, dass noch nicht entschieden sei, ob auf dem Campus neben der Turnhalle ein Hort oder eine Schule gebaut werden soll. „Das muss aber auch in den Ausbau der Straße eingeplant werden“, so Lobbedey. Zudem würden all diese Gebäude mit Beton-Normteilen errichtet werden, die von Schwerlasttransportern gebracht würden – die sollten nicht auf der sanierten Straße rollen.

In der Sitzung wurden auch andere offene Punkte angesprochen, etwa, dass noch unklar ist, wie die Kosten für Eckgrundstücke ermittelt werden. Generell ist die Finanzierung ein wichtiger Punkt für die Anlieger. „Natürlich haben wir auch was davon, wenn die Straße hübsch ist – aber das ist der kleinste Teil, nach der Erschließung des Campus und der Schulwegsicherheit. Das muss sich auch finanziell niederschlagen, da erwarten wir von der Gemeinde einen Vorschlag“, sagt Lobbedey. Es könne nicht sein, dass die Anlieger 75 Prozent der Kosten übernehmen müssten. Im Bauausschuss wurde nun ein zeitnaher, zweiter Informationsabend beschlossen.

Kontakt zur BI Mühlenstraße:

muehlenstrasse-stahnsdorf@web.de

Von Konstanze Kobel-Höller

Potsdam-Mittelmark Historikertagung am 18. März - 700 Jahre Werder in sieben Stunden

Anlässlich der Historikertagung am 18. März zum 700. Geburtstag Werders auf der Bismarckhöhe hat Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, am Mittwoch ganz besondere Schätze offenbart. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Manuela Saß präsentierte er die beiden Ersterwähnungsurkunden der Blütenstadt.

08.03.2017

Die Besetzung des seit September vakanten Postens des Wusterwitzer Amtsdirektors wird zur Hängepartie. Gegen die Wahl von Ramona Mayer am 20. Februar liegen nun Widersprüche vor. Am Verwaltungsgericht in Potsdam ist nun eine Klage gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl eingegangen.

08.03.2017

Die Reetzer Orgel soll in den kommenden Monaten nahezu komplett saniert werden. Der Ausbau und die Reinigung aller Orgelteile, die Reparatur und Aufarbeitung der Pfeifen sowie die Intonation und Stimmung des Instruments kosten insgesamt über 32.000 Euro. Die Mühe lohnt sich, denn die Bauweise der Reetzer Orgel ist sehr selten.

08.03.2017