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Potsdam-Mittelmark Musik zur WM in der Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Musik zur WM in der Kirche
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17:36 11.07.2018
In der Nahmitzer Kirche wurde zum Konzert der Sächsischen Posaunenmission Walzer getanzt. Quelle: Christine Lummert
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Nahmitz

„Das Konzert soll eine runde Sache werden“, verkündete Dirigent Markus Lißner den etwa 70 Gästen, die am Dienstagabend zum Zuhören in die Nahmitzer Kirche gekommen waren. Es sollte sich nicht nur musikalisch ein Kreis schließen, sondern auch die Fußball-WM im Konzert Anklang finden. Und dass obwohl die deutschen Spieler sich schon seit einiger Zeit eher am Strand als in russischen Stadien aufhalten.

Zum wiederholten Mal gastierten Musiker der Sächsischen Posaunenmission für eine Rüstzeit in der Gemeinde Kloster Lehnin. Dazu gehören immer auch eine Reihe von Konzerten, die die Bläsergruppe in verschiedenen Orten des evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg aufführt. Auf dem Programm steht nicht nur Musik verschiedener Stilrichtungen, sondern auch eine Mischung aus humorvollen Zwischenspiele und ernsten Denkanstößen.

Dirigent Markus Lißner und Sohn Jonas sorgen für Unterhaltung zwischen der Musik Quelle: Christine Lummert

„Diese Probenwoche hat eine lange Tradition, die über 40 Jahre zurückreicht“, sagte Lißner, der als Musiklehrer arbeitet und selbst schon zum 20. Mal an gleicher Stelle dabei ist. Begonnen hat er genauso wie die elf Frauen und Männer, die in diesem Jahr ihre musikalischen Fähigkeiten weiterentwickeln wollen. Inzwischen leitet er die Gruppe selbst.

„Alle sind Hobbymusiker und unser tägliches Pensum mit bis zu sechs Probenstunden zum Einüben des neuen Programms, sowie den abendlichen Konzerte sind schon anspruchsvoll.“ Zudem schwelgen die sächsischen Musiker mit ihrer Unterbringung nicht im Luxus. Ganz rustikal wird auf dem Lehniner Campingplatz gezeltet.

Kleines Extra für den Übungsraum

Beim Übungsraum gönnen sie sich aber doch ein kleines Extra. Wie immer steht ihnen die Nahmitzer Kirche offen. Dafür dürfen sich die Mitglieder der Kirchengemeinde und andere Interessierte wie immer als Premierengäste über das neu erarbeitete Programm freuen.

Zuerst wurde, wie angekündigt, der Kreis zum letzten Gastspiel geschlossen. Mit dem Kirchenlied-Klassiker „Eine feste Burg ist unser Gott“ gab es den Verweis auf das groß gefeierte Luther-Jahr 2017. Danach tat sich der nächste Kreis auf. „Zur Fußball-WM wollen wir mit ihnen eine musikalische Reise um die Welt antreten“, erklärte Lißner, dessen Sohn Jonas im Deutschland-Trikot für die humorvollen Zwischentöne sorgte.

Selbstbewusster Witzerzähler

Der Junior gab ganz selbstbewusst Witze zum Besten und vor allem einer lässt darauf hoffen, dass sogar der Papst zukünftig mal bei einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Stadion zugegen sein könnte. „Der geht nämlich immer dahin, wo Not und Elend am größten sind“, verkündete Jonas.

Dann doch lieber musikalischen Trost von Leidensgenossen einholen. Österreich und Italien waren gar nicht erst bei der WM dabei, aber mit Walzer und großer Oper haben sie melodisch einiges zu bieten, wie in der Nahmitzer Kirche zu hören war.

Ein bisschen bitter wurde es kurz vor Schluss, als die sächsischen Bläser mit einem Abba-Medley einen Abstecher nach Schweden wagten und unter anderem „The winner takes it all“ spielten. Dann lieber doch der Titelmelodie der Olsen-Bande lauschen, denn die Dänen haben es auch nicht weitergeschafft.

Von Christine Lummert

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