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Musik für die Welt erklingt in Reetz

Festival im Hohen Fläming Musik für die Welt erklingt in Reetz

Eingebettet in die Aktion „48 Stunden Fläming“ veranstaltet der Reetzer Verein für ökologischen Landbau und Landschaftspflege ein Musikfestival auf dem Senst-Hof. Dank guter Kontakte nach Berlin reicht das Spektrum der Mitwirkenden deshalb vom heimischen Frauenchor über Liedermacherein Teresa Bergman bis zu den Chartstürmern dieses Sommers.

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Teresa Bergman kommt nach Reetz

Quelle: PROMO

Reetz. 2009 hat Teresa Bergman einen Flug nach Europa gebucht. Die Neuseeländerin wollte in Holland ihr Glück finden, wo der Großvater herstammte. Gelandet ist sie in Berlin. In der deutschen Hauptstadt fühlt sich die Liedermacherin wohl, spielt wahlweise auf großen Bühnen, an der Straßenecke – oder wieder einmal auf dem Lande vor den Toren der großen Stadt.

Am Sonnabend gestaltet sie – unterstützt von Alex Skoczowsky (Schlagzeug) und Frank Schultze (Bass). – einen von insgesamt fast einen Dutzend Beiträgen zum Reetzival. Eingebettet in die Aktion „48 Stunden Fläming“ am Wochenende handelt es sich um ein facettenreiches Musikprogramm. Eröffnet wird es vom einheimischen Frauenchor. Die meisten anderen Mitwirkenden kommen aus Berlin.

„Das ist dem großen Engagement von Nikolaus Hübner zu verdanken“, erklärt Dieter Wankmüller. Sein Mitstreiter sei mit einer Klasse der Martin-Buber-Oberschule Berlin-Spandau zur Eröffnung des renovierten Senst-Hofes zu Gast gewesen. „Da hat er das Potenzial des Areals erkannt und die Idee für das Festival war schnell geboren“, berichtet der Gastgeber. Während die Künstler bestenfalls eine Aufwandsentschädigung erhalten, hat eine Hand voll Sponsoren dafür gesorgt, dass die Kosten für den Organisationsaufwand gedeckt sind, berichtet der Unruheständler, der seit etwa zehn Jahren im Hohen Fläming lebt.

Sein Organisationspartner ist Musiklehrer. Bei mindestens der Hälfte der Protagonisten handelt es sich um seine (ehemaligen) Schüler, die sich durchaus schon auf großen Bühnen bewährt haben. Daneben helfen die Kontakte des Pädagogen, sogar professionelle Bands wie das Emmaproject zu verpflichten. Im Sommer hat es mit dem Titel „Sometimes“ die Hitlisten hierzulande gestürmt. Nun wird es nach dem Teresa-Bergman-Trio den krönenden Abschluss des Musikfestivals in Reetz gestalten.

Da freut sich der Verein zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Landschaftspflege (Oe-La-La) Reetz e. V. über die Aufmerksamkeit. 2008 gegründet, um der vor Ort etablierten intensiven Agrarwirtschaft entgegen zu treten, kümmert sich längst um mehr als diese Problematik.

Nicht umsonst gehören zum Rahmenprogramm Orgelmatinee und Klangschalenkonzert in Reetzer Dorfkirche sowie Lesungen mit John Shreve. Der Amerikaner, dessen Ehefrau aus dem 600-Einwohner-Ort stammt, hat sich um die Erforschung der Heimatgeschichte verdient gemacht. Die ökologische Botschaft wird natürlich ebenfalls vermittelt. Beispielsweise bei Führungen durch die Kräuterfelder, anlässlich des Tages des Bodens und bei der Zubereitung der teilweise veganen und vegetarischen Speisen und Getränke.

18 000 Kilometer von zu Hause entfernt sind ökologisches Gleichgewicht und Frieden auf der Welt durchaus Dinge für die sich Teresa Bergman des öfteren schon eingesetzt hat. Mit Charme und Euphorie vermittelt sie dabei allemal Optimismus und bringt dank ihrer Musik die Leute in Bewegung.

Reetzival – Musikprogramm am Sonnabend, 15 bis 24 Uhr, Senst-Hof Reetz, Eintritt frei.

Von René Gaffron

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