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Potsdam-Mittelmark DamsStock wird erstmals ganz groß gefeiert
Lokales Potsdam-Mittelmark DamsStock wird erstmals ganz groß gefeiert
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19:36 09.08.2018
Lea, Oli, Norbert und Adi (v.l.) spielen in der Band „My Inner Circle“, die bei DamsStock auftritt. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Die fünfköpfige Band „My Inner Circle“ fühlt sich fit. Fit für die kleine Tour, die auf die Musiker aus Potsdam und Werder zukommt. Beginnen werden sie diese am 18. August auf der Damsdorfer Waldbühne. Dort sind sie der Headliner des Festivals „DamsStock“, das in diesem Jahr zum ersten Mal ganz groß aufgemacht wird. Bislang galt es als Geheimtipp der Rock-, Blues- und Metalfans. Organisatorin Cristina Horn hatte es auf ihrer Terrasse ausgerichtet, nun wird es die Waldbühne am Sportplatz sein. „Zum zehnjährigen Jubiläum wollen wir größer feiern“, sagt die 53-Jährige, die das Festival mit ihrer eigenen Band „Panic Stagers“ eröffnen wird. Insgesamt treten acht Bands aus Brandenburg und Berlin auf. Der Kontakt zu „My Inner Circle“ kam über Adi Magler von der Gitarrenfabrik in Werder zustande. „Cristina ist eine meiner Studentinnen“, erzählt er. Sie habe bei DamsStock unbedingt eine seiner Bands dabei haben wollen. Mit „December Night“ gastiert nun sogar eine zweite.

Sollte sich das Festival dank vieler Besucher zu einer festen kulturellen Größe in Damsdorf und Brandenburg entwickeln, stünde einem mehrtägigen Event in Zukunft nichts entgegen, kündigt Cristina Horn an. Sie freue sich nun zunächst auf friedliches Feiern, Tanzen und „Rocken bis der Arzt kommt“. Bei DamsStock gehe es weniger darum, dass alles perfekt ist, sondern mehr um Interaktion mit den Bands und die „perfekte Unprofessionalität“, wie sie sagt. Für „My Inner Circle“ stand schnell fest, dass sie große Lust auf das Festival haben. „Es passte einfach gut, denn unser Plan war, dieses Jahr so viele Auftritte wie möglich mitzunehmen. Wir wollen spielen und natürlich gesehen werden“, erzählt Oli aus Potsdam, der am Piano, Keyboard oder Synthesizer sitzt. Zehn Gigs werden sie bis Ende des Jahres bei der „See us Soon“-Tour geben, vorrangig am Wochenende, da alle Bandmitglieder werktags ihren Berufen nachgehen. Unter anderem reisen sie nach Polen und spielen in Dresden, Potsdam oder Luckenwalde.

Songs entstehen gemeinsam

Neben Oli (27) und Bassist Adi (33), der als einziger in Werder lebt, gehören E-Gitarristin Lea (25), Sänger Norbert (32) und Schlagzeuger Benjamin (26) zur Combo. Sie gründeten im Frühjahr 2016 die Band „My Inner Circle“. Der Name geht auf eine Idee von Norbert zurück: „Es fällt mir oft schwer, mich fallen zu lassen, deshalb trage ich auch auf der Bühne meist eine Sonnenbrille. In meinem inneren Kreis, also der Band, kann ich aus mir herauskommen“, erzählt er. Die DamsStock-Fans wollen sie mit melodischen Metalsongs, atmosphärischen Klavierklängen und jeder Menge Energie auf der Bühne begeistern. Die Titel auf ihrer Setliste für den 45-Minuten-Auftritt sind ausnahmslos in Gemeinschaftsarbeit entstanden. „Die meisten Ideen kommen uns beim Jammen im Proberaum“, erzählt Norbert, von dem die Texte und Melodien stammen.

Thematisch drehen sie sich oft um Probleme und Fragen, die jeden umtreiben. „Es geht aber auch viel um Emotionales“, verrät Lea. „Musikalisch sind wir über die Zeit vielfältiger geworden. In manchen Songs wird es in einem Moment ruhiger und im anderen wieder druckvoll“, erklärt Adi. Ende 2016 spielte die Band das erste Konzert, jetzt wollen sie so richtig durchstarten. Nach dem Auftritt am 15. September im Waschhaus, setzen sie sich gemeinsam ins Tonstudio und nehmen ihr erstes Album auf. Genügend Songs seien dafür mittlerweile zusammen gekommen. Allerdings freuen sie sich auch darauf, wieder neue zu schreiben und zu proben.

Proberaum verloren

Mit Veröffentlichung des ersten Albums planen die Musiker dann, deutschlandweit aufzutreten. Seit Mittwoch proben sie in den neuen Räumen der Gitarrenfabrik in Werder und treffen sich dort künftig einmal wöchentlich. Im März hatten sie, wie viele andere Potsdamer Bands, ihre Proberäume in der Babelsberger Ahornstraße verloren (MAZ berichtete). Seitdem gab es keine feste Bleibe. „Das hat die Pläne von einigen Bands durcheinander gebracht“, berichtet Lea. Dennoch wollte „My Inner Circle“ an der Tour festhalten. Zwar konnten sie in der Zwischenzeit keine neuen Songs schreiben, spielen dafür aber die älteren perfekt.

Inspirieren lässt sich die Band musikalisch hauptsächlich von bekannten Größen wie Nightwish, Epica oder Korn. Reine Balladen biete das eigene Repertoire aktuell zwar noch nicht, aber die Gruppe klinge sehr viel melodiöser als andere, sagt Oli.

Karten kosten im Vorverkauf 6 Euro

DamsStock beginnt am Sonnabend, 18. August, um 17 Uhr mit den Panic Stagers aus Kloster Lehnin und Werder, die Rock, Grunge und Hardrock spielen werden.

Die Blues Groseros reisen für den Anschluss-Gig aus Berlin an und haben Rock, Blues, Oldies und Rock’n’Roll im Gepäck. Weiter geht es danach mit der Berliner Band Dyfinger Bannadar, die unter anderem auch Reggae- und Bossa-Nova-Songs spielen.

Außerdem auf die Bühne treten S-cape und FIVE aus Kloster Lehnin mit Rock, Hardrock, Grunge und mehr.

Mit Atmospheric Metal bereichert December Night aus Potsdam das Festival und gibt das Mikrofon danach an My Inner Circle weiter.

Den Schluss-Act spielen Unpluggables mit Rock und Deutschrock aus Falkensee.

Karten gibt es im Vorverkauf für 6 Euro (Abendkasse 8 Euro) bei Rewe in Damsdorf, der Touristinfo in Lehnin oder online.

Ton- und Lichttechnik werden von Adi Magler und seiner Gitarrenfabrik gesponsert.

Von Luise Fröhlich

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