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Nach dem Diebeszug bleibt das mulmige Gefühl

Einbruchsserie in Linthe Nach dem Diebeszug bleibt das mulmige Gefühl

Erneut hat es in Linthe eine Serie von Einbrüchen gegeben. Vier private Häuser der Wohnsiedlung an der Ringstraße wurden von Dieben heimgesucht. Bei den Betroffenen bleiben ein mulmiges Gefühl und Schäden zurück, die ideell meist höher wiegen als der finanzielle Verlust des Diebesgutes.

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Diebe demolierten die Terrassentür von Mario Schlenz in Linthe.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Der Schreck sitzt noch tief. Die Familie von Mario Schlenz gehört zu den Opfern einer erneuten Einbruchsserie im Linther Wohngebiet an der Ringstraße. Dort griffen Kriminelle am Mittwoch – wohl zwischen 13.30 Uhr und 18 Uhr – vier Einfamilienhäuser an. In zwei Fällen drangen sie in Wohnräume ein, durchwühlten Schränke und verschwanden mit Diebesgut. „Schmuck und etwas Bargeld sind bei uns gestohlen worden“, erzählt Mario Schlenz. Der auf dem Wohnzimmertisch stehende Laptop-Computer interessierte die kriminellen Eindringlinge indes nicht. Viel schlimmer als der Verlust des Diebesgutes ist für Mario Schlenz und seine Frau das Gefühl, „dass hier Fremde im Haus waren und in unseren persönlichen Sachen herumgewühlt haben“, sagt der Maler. „Eigentlich ist bei uns doch gar nichts zu holen“, fügt er hinzu. Bei dem gestohlenen Schmuck handele es sich meist um Reiseandenken, „die für uns mehr ideellen als finanziellen Wert haben“, erzählt der Eigentümer des Häuschens. „Groß ist zudem der Schaden an der Terrassentür“, berichtet er.

Im Wohngebiet an der Linther Ringstraße schlugen Einbrecher mehrfach zu

Im Wohngebiet an der Linther Ringstraße schlugen Einbrecher mehrfach zu.

Quelle: Thomas Wachs

Im Dorf macht sich unterdessen wieder ein Gefühl der Unsicherheit breit. „Viele Nachbarn haben ihre Häuser schon mit Alarmanlagen aufgerüstet“, erzählt Sandro Schröter. Der Gemeindevertreter wohnt selbst in der Ringstraße. Nicht zum ersten Mal schlugen dort Einbrecher zu. Die unmittelbare Nähe zur nahen Autobahn 9 als Fluchtweg begünstigt nach Einschätzung von Kriminalisten solche Raubzüge. Das Muster wiederhole sich auch in anderen Orten in der Nähe von Schnellstraßen.

Einbruchsopfer gehen von einer Bande aus

„Es muss wohl auch diesmal wieder eine ganze Bande gewesen sein“, vermutet Mario Schlenz nach Gesprächen mit den fast zur selben Zeit ebenfalls von den Dieben heimgesuchten Nachbarn. In einem Fall schlugen die Kriminellen gar lautstark eine Fensterscheibe ein, um ins Haus zu gelangen. Woanders hatte der Bewohner geschlafen, bis er von zwei Gestalten geweckt wurde, die sich an seinem Haus zu schaffen machten. „Er schlug gegen das Fenster und vertrieb die Diebe wohl so“, erzählt Mario Schlenz. Sein unmittelbarer Nachbar war vor einem Jahr bestohlen worden. „Wahrscheinlich sind demnächst nun wieder andere Orte dran“, vermutet der 51-jährige Linther.

Verärgert über die Polizeireform

Er ärgert sich „über die Auswirkungen der Polizeireform im Land“. Denn nach seiner Einbruchsmeldung „dauerte es eineinhalb Stunden, bis ein Polizist hier war. Erst gegen 22 Uhr rückte die Spurensicherung aus Brandenburg und Rathenow an“, so Schlenz. Bis nach Mitternacht dauerte die Tatortarbeit.

Bei dem Raubzug drangen die Täter in allen Fällen über die Terrassentür vor, teilte Karin Varchmin, Sprecherin der Polizeiinspektion Brandenburg, am Freitag mit. Genaue Angaben zum gesamten Ausmaß der Schäden liegen bislang nicht vor.

Von Thomas Wachs

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