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Nachbarn verweigern sich Bildungsprojekt

Stahnsdorf Nachbarn verweigern sich Bildungsprojekt

Teltow und Kleinmachnow sehen keinen Bedarf für die Einrichtung einer regionalen Beratungsstelle für Betroffene von Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Obwohl ein solches Projekt in Stahnsdorf sehr gut anläuft, sind die Nachbarkommunen nicht an einer gemeinsamen Aktion interessiert. Dort hätten die Schulen „alles im Griff“.

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Tempo 30 – nicht in Kleinmachnow

In Stahnsdorf läuft erfolgreich ein Projekt zur Beratung bei LRS. Die Nachbarkommen sehen das Problem nicht.

Quelle: dpa

Region Teltow. Auf gedämpfte Reaktionen stieß Stahnsdorf im Regionalausschuss mit der Idee, eine regionale Beratungsstelle für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) einzurichten.

In der Gemeinde läuft nun das zweite Jahr ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam, bei dem bereits in der zweiten Klasse gezielt Kinder durch Master-Studierende gefördert werden, bei denen Probleme in den entsprechenden Bereichen beobachtet wurden. Normalerweise sind bis zur vierten Klasse die Deutschlehrer zuständig, ab der fünften Klasse muss dann die Schulpsychologie eingeschaltet werden. Regina Schwarz (Bürger für Bürger) erklärte, dass eine Unterstützung erst in der fünften Klasse viel zu spät sei und das Angebot in Stahnsdorf auch als Service für die Eltern zu verstehen sei, die so ihre Kinder nicht „in der Gegend herumfahren“ müssten. Sie betonte: „Wir wissen alle, wie wichtig es ist, dass man die Sprache gut beherrscht.“ Die Eltern wünschten sich, etwas Bürgernahes in der Gegend zu haben. In Teltow seien alle Grundschulen inklusiv und bereits mit entsprechenden Förderungen ausgestattet, wurde von den Vertretern der Stadt argumentiert. Man wisse nicht, ob zusätzlicher Bedarf vorhanden sei, glaube aber nicht, dass es Probleme gebe, da diese normalerweise recht rasch an die Verwaltung herangertragen würden.

Ähnlich wurde von Seiten Kleinmachnows argumentiert: Es dürften lediglich die Stundenzuweisungen für die entsprechenden Förderungen zu gering sein, ansonsten sei das Thema anscheinend gut im Griff.

Die Vertreter im Regionalausschuss einigten sich schließlich darauf, zunächst den tatsächlichen Bedarf an den Schulen der drei Kommunen zu ermitteln und im Anschluss weiter zu diskutieren.

Von K. Kobel-Höller

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