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Nachfahren ehren Werner von Siemens

Stahnsdorf Nachfahren ehren Werner von Siemens

Rund 300 Nachfahren des Wissenschaftlers und Unternehmers Werner von Siemens trafen sich am Samstag an dessen Grabstätte auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Anlass war der 200. Geburtstag des Begründers der modernen Elektrotechnik. Eingeladen zu diesem Treffen hatte die Werner-Siemens-Stiftung, die ihren Sitz in der Schweiz hat.

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Rund 300 Nachfahren ehrten am Samstag auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf den Unternehmer Werner von Siemens.

Quelle: Claudia Jonov

Stahnsdorf. Gut 150 Nachfahren des Erfinders und Industriellen Werner von Siemens besuchten am Samstagvormittag dessen Grab auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof und gedachten dort ihres berühmten Verwandten. Für viele von ihnen war es das erste Kennenlernen der Siemens-Grabstätte, denn der weit verzweigte Familien-Clan ist mittlerweile international. Eingeladen hatte zu dem Treffen in Berlin die in der Schweiz residierende Werner-Siemens-Stiftung. Anlass war der 200, Geburtstag Werner von Siemens’ am 13. Dezember dieses Jahres.

Die 1923 gegründete Stiftung unterstützt anspruchsvolle Forschungsvorhaben an Universitäten und Hochschulen sowie Projekte in Ausbildung und Nachwuchsförderung besonders auf wissenschaftlich-technischem Gebiet. Werner von Siemens gilt als der Begründer der modernen Elektrotechnik und besonders der elektrischen Energietechnik. Aus der Telegraphen-Bau-Anstalt, die er 1847 in Berlin gemeinsam mit Johann Georg Halske gründete, entwickelte sich die heutige Siemens AG, einer der weltweit größten Elektro- und Technologiekonzerne.

Der Förderverein des Südwestkirchhofs hatte den Besuch mit einer Informationstafel am Eingang zur Grabanlage vorbereitet, die mit rund 1000 Quadratmetern die größte dieses Friedhofs ist. Zudem stand Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeld für Fragen zur Verfügung. Über die von Adolf von Hildebrand entworfene Begräbnisstätte und die dort Beigesetzten informierte Johannes von Lindenfels seine Verwandten.

Ursprünglich war Werner von Siemens 1892 in Berlin-Charlottenburg beerdigt worden. Erst 1922 wurde die Grabanlage in Stahnsdorf fertig, danach bettete man ihn um. An seiner Seite ruhen beide Ehefrauen, sein Bruder Carl sowie weitere Familienmitglieder. Der Bildhauer Adolf von Hildebrand, der wahrscheinlich auch das Porträt-Relief des Erfinders an der Stirnwand schuf, starb vor Fertigstellung der Anlage.

Viel Zeit blieb den Siemens-Nachfahren am Samstagvormittag nicht in Stahnsdorf, denn das Wochenend-Programm der Stiftung war vollgepackt, wie Johannes von Lindenfels durchblicken ließ. Der Nürnberger Student, der zum ersten Mal ein Familientreffen in diesem Ausmaß erlebte, mahnte deshalb zur Eile. Der hölzernen Friedhofskapelle am Wege konnte nur ein Blitzbesuch zuteil werden. Ein Bus wartete bereits vor dem Haupteingang des Südwestkirchhofs, um zu einer Stadtrundfahrt durch Berlin zu starten. Jeden Moment musste auch die zweite Hälfte des Clans eintreffen, die der junge Mann ebenfalls zum Grab des berühmten Vorfahren führen sollte.

Siemens-Tochter ließ Potsdamer Werner-Alfred-Bad erbauen

Die Siemens-Tochter Käthe Pietschker ließ in Potsdam zu Ehren ihres verunglückten Sohnes Werner Alfred Pietschker das gleichnamige „Reinigungs- und Volksbad“ in der Hegelallee bauen. Es wurde am 14. Dezember 1913 eröffnet, einen Tag nach dem Werner von Siemens 97 Jahre alt geworden wäre. Enkel und Flugpionier Werner Alfred Pietschker verunglückte am 15 November 1911 bei der Erprobung seines Eindeckers tödlich.

Die Entdeckung des elektrodynamischen Prinzips 1866 durch Siemens war eine Voraussetzung dafür, Elektrizität für die Kraftversorgung zu nutzen.

Kaiser Friedrich III. erhob 1888 den Erfinder und Unternehmer für seine Verdienste in Wissenschaft und Gesellschaft in den Adelsstand.

Die Gründung und finanzielle Ausstattung der Werner-Siemens-Stiftung geht auf die Töchter von Carl und Werner von Siemens zurück.

Zu Siemens’ risikoreichen Projekten gehörte unter anderem die Verlegung großer transatlantischer Seekabel oder der Bau der indio-europäischen Telegraphenlinie von London nach Kalkutta. Diese Projekte machten sein Unternehmen weltweit bekannt.

Weltweit leben noch etwa 400 Nachfahren des Erfinders der modernen Elektrotechnik und der elektrischen Energietechnik.

Von Edith Mende

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