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Nachgefragt: „Die Kinder waren begeistert“

Wiesenburger Bibliothek Nachgefragt: „Die Kinder waren begeistert“

In dieser Woche findet zum zweiten Mal in diesem Jahr der grüne Donnerstag statt. Irina Seeger, Leiterin der Bibliothek „Am Männekentor“ in Wiesenburg/Mark (Potsdam-Mittelmark), gibt im MAZ-Gespräch Auskunft über die aktuellen Aktivitäten – und was es mit dem Donnerstag auf sich hat.

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Irina Seeger

Quelle: MAZ/Archiv

Wiesenburg. Diese Woche findet zum zweiten Mal der grüne Donnerstag statt. Irina Seeger, Leiterin der Bibliothek „Am Männekentor“, gibt Auskunft über die aktuellen Aktivitäten.

Was passiert am grünen Donnerstag?

Irina Seeger: Es ist eine Vorleseinitiative für Drei- bis Sechsjährige. Sie wird - seit März jeden ersten Donnerstag im Monat – ehrenamtlich gestaltet von Sophie Buller. Mit der Lektüre gibt sie den Anstoß für die kreative Beschäftigung mit einem Thema.

Warum ist gerade ein Motto mit der Farbe Grün gewählt worden?.

Seeger : Es ist die Farbe der Wiesenburger Bibliothek. Die vor vier Jahren bezogenen Räume sind in einem hoffnungsvollen Frühlingsgrün gehalten. Es lag nahe, die markante Farbe für Veranstaltungen als positives Wiedererkennungsmerkmal aufzunehmen.

Wie können die Kinder heutzutage für Bücher interessiert werden?

Seeger : Zum einen ist die Bibliothek regelmäßig präsent: in der Schule und zuweilen gar in den Tagesstätten. Zum anderen braucht es Erlebnisse: So werden Aktionen zum Beispiel Halloween in der Bibliothek oder die Saft-und-Bücher-Bar beim Blumenmarkt geboten. Nicht zuletzt gilt es derzeit den Impuls auszunutzen, den Tina Kemnitz mit ihrer Empfehlungsshow „Tolles Buch“ gegeben hat. Die Kinder aus der Grundschule „Am Schlosspark“ waren begeistert und haben zahlreich reserviert.

Was hat die Wiesenburger Bibliothek zu bieten?

Seeger : In den Regalen stehen 9000 Bücher aller Genres für Jung und Alt. Dazu liegen 500 CDs und 600 DVDs parat; sieben Kinder- und drei Erwachsenen-Zeitschriften Aber was vor Ort steht, ist nicht alles, was die Ausleihe zu bieten hat.

Sondern?

Seege r: Das Stichwort ist „Bibliothek rund um die Uhr“ Das bedeutet, dass angemeldete Nutzer einer kreisangehörigen Bibliothek den Zugang erhalten, kostenlos E-books und andere digitale Medien auszuleihen. Dazu kommt die Möglichkeit weitere Datenbanken und Informationsdienste zu nutzen. Es lohnt sich für Schüler, über das Portal „Bibliothek online“ in der Zeitschriftendatenbank Genios oder dem Informationsdienst Munzinger, zu recherchieren.

Wie entwickelt sich denn die Nutzerzahl der Bibliothek?

Seeger: Gegenwärtig hat die Bibliothek 359 eingetragene Nutzer. 2010 waren es hundert weniger. Der Trend ist - mit einigen Auf und Abs - aber positiv. Über ein Drittel ist jünger als 13 Jahre, das freut mich sehr. Wirklich erstaunlich ist die älteste Leserin, die sich noch regelmäßig auf den Weg macht: Sie ist tatsächlich 96 Jahre alt.

Die Offerten sind also im besten Sinne generationsübergreifend ....

Seeger : Das kann durchaus so gesagt werden. Die Bibliothek müht sich, natürlich besonders um die Familien. Für die 3-Jährigen gibt es hier die gelben Lesestart-Sets der Stiftung Lesen.

Zu den Märkischen Literaturtagen wurde erstmals in den „Grünen Salon“ eingeladen. Carsten Brinzing hat dort gelesen. Waren Sie mit der Veranstaltung zufrieden?

Seeger : Ja, gewiss. Der Autor, der erst seit Jahresbeginn in Reetz/Mahlsdorf zu Hause ist, hat eine unterhaltsame Geschichte gelesen, die von Luis Eckenberger mit dem Saxofon interpretiert wurde. Mehr als zwei Dutzend Zuhörer waren zugegegen, obwohl es weitere Kulturveranstaltungen im Ort gab, und sie fühlten sich augenscheinlich gut unterhalten. Es war ein geselliger Abend, bei dem auch Wein ausgeschenkt wurde, natürlich „Grüner Veltiner“.

Wird es eine Fortsetzung geben?

Seeger : Das steht noch nicht fest. Es kommt darauf an, wie sich Angebot und Nachfrage entwickeln. Das Haus steht für jeden offen.

Von René Gaffron

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