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Nachgefragt: „Die Not ist immer noch groß“

Bad Belziger hilft Nepal Nachgefragt: „Die Not ist immer noch groß“

Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Fläming ist groß. Mehr als 2000 Euro kamen zusammen, als der Bad Belziger Peter Ernicke eine Spendenaktion für die Menschen in Nepal initiierte. Nun sammelt er erneut. Denn viele Familien in der Krisenregion haben noch immer keine feste Bleibe.

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Peter Ernicke.

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. Peter Ernicke war bereits im Mai diese Jahres Initiator einer Spendenaktion für das von Erdbeben erschütterte Nepal und von der Resonanz begeistert. Nun hat der Bad Belziger zum zweiten Mal einen Spendenaufruf verfasst, um den Menschen, die dort noch immer in provisorischen Unterkünften leben müssen, ein weiteres Mal zu helfen.

MAZ: Wie groß war die Beteiligung bei Ihrer ersten Spendenaktion und wer waren die Spender?

Peter Ernicke: Wir hatten vor der großen Aktion ja bereits im kleineren Kreis gesammelt. Insgesamt haben wir so 2100 Euro von 52 Spendern erhalten. Teilweise waren da natürlich Ehepaare oder auch mehrere Personen pro Spende dabei, so dass die eigentliche Personenanzahl etwas höher sein dürfte. Die Spenden bewegten sich zwischen 5 und 200 Euro. Dabei ist für mich jede Spende gleich viel wert. Unter den Spendern waren neben Familie, Verwandtschaft, Freunden und meinen Kunden und Geschäftspartnern auch völlig unbekannte Personen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ihnen allen möchte ich dafür danken.

Wie kam das Geld nach Nepal und wofür wurde es verwendet?

Ernicke: Das Geld haben wir in mehreren Raten an den den Bergführer Sarkey, der Gründer der Organisation „face to face“ ist und den ich persönlich kenne, überwiesen. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass er die Spende für den Wiederaufbau seines Hauses und innerhalb seiner Organisation verwendet. Aber was macht dieser Mann? Er kauft acht Zelte für Familien in einem Dorf namens Jiri“, die ihr Zuhause verloren haben. Ich weiß nicht warum er gerade diese Familien ausgesucht hat, trotzdem ziehen wir unseren Hut. Als Betroffener auch in einer solchen schwierigen Situation an andere Menschen zu denken, ist schon bemerkenswert. So manch einer in unserer Wohlstandsgesellschaft könnte sich daran ein Beispiel nehmen.

Wie halten Sie Kontakt zu Sarkey und was wissen Sie über die Lebensumstände, die sechs Monate nach den Beben in der Krisenregion herrschen?

Ernicke: Nach langer Zeit der Funkstille und des Bangens haben wir inzwischen wieder Kontakt per E-Mail. So weit es geht, scheint dort wieder ein Stück weit Normalität eingekehrt zu sein. Muss ja auch, denn die Menschen müssen ihr Weiterleben organisieren. Auch Sarkey arbeitet inzwischen wieder als Bergführer, die man in Nepal Sherpa nennt und für viele als Vertrauensperson gelten. Von den Zerstörungen in Siri und von den Familien, die nun in den Zelten wohnen, hat er Fotos geschickt.

Wieso haben Sie sich zu einer erneuten Spendenaktion entschlossen und bis wann läuft diese?

Ernicke: Wer die Fotos sieht weiß, dass die Not noch immer groß ist. Bis zum 15. Dezember wollen wir deshalb ein weiteres Mal für Nepal sammeln und hoffen erneut auf viele Spender. Wer Näheres wissen möchte, kann sich unter der Telefon-Nummer (0170) 3385362 direkt an mich wenden.

Interview: Uwe Klemens

Von Uwe Klemens

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