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Nackt durch die Zauche

Gerald Fritsch engagiert sich für Nudisten-Wanderweg Nackt durch die Zauche

Für Gerald Fritsch ist es etwas Selbstverständliches: das Nacktsein. Der Wanderfreund und Besitzer einer Ferienwohnung in Oberjünne hat jetzt einen Vorschlag zur Ausweisung eines Wanderweges für Freunde der Freikörperkultur (FKK) unterbreitet.

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Nackt durch die Natur ziehen – ein ausgesprochen pures Wandervergnügen.

Quelle: dpa

Oberjünne. „Es ist klar, dass der Weg möglichst nicht einsehbar sein sollte“, betont Fritsch. Deshalb hat er jetzt eine Route durch die Zauchewälder zwischen Oberjünne und Cammer ins Auge gefasst und eine Route für den 14 Kilometer langen Rundweg ausgearbeitet. Da dabei an zwei Stellen die Landesstraßen L 85 und L86 gequert werden müssen, möchte er an den Stellen kleine Hinweisschilder anbringen. Mit der Aufschrift: Straße in 250 Metern. Bitte bedecken!

„Ich war schon im Harz“ berichtet der Nudismus-Enthusiast. Dort lockt der erste FKK-Weg in Deutschland die Freunde des hüllenlosen Wanderns. „Ein tolles Erlebnis“, sagt Gerald Fritsch. Passanten würden dort darauf vorbereitet, dass sie unter Umständen auf nackte Wanderfreunde treffen könnten. „Willst du keine Nackten sehen, darfst du hier nicht weitergehen“, lauten die angebrachten Slogans.

Zwei offizielle Slogans

In Deutschland gibt es bisher erst zwei zertifizierte FKK-Wanderwege.
Es sind der Harzer Naturistensteig bei Dankrode im Kreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt; 18 Kilometer) und der Naturistenweg Undeloh bei Hamburg (Niedersachsen; 10 Kilometer).
In der Stadt Trebbin wird diese Idee seit zwei Jahren verfolgt. ako

Gerald Frisch hat inzwischen viele Stunden in den Wäldern verbracht, den Verlauf mit Fotos dokumentiert und sogar schon die Kennzeichnung ausgearbeitet. Jetzt hat er die Unterlagen dem Fremdenverkehrsverein Brück vorgestellt. Achim Liesecke begrüßt ausdrücklich die Idee. „Wenn es Menschen in unsere Region zieht, ist es gut“, so der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Brück.

Er verweist auf die lange Tradition des Nudismus in der DDR. „Damals ist man viel lockerer mit der Thematik umgegangen“, so Liesecke. Er weiß, dass es mehrere FKK-Wanderwege in Deutschland gibt. Aber er hofft mit dem Angebot, die Hauptstädter in die Zauche locken zu können. Im Vorstand soll die Idee jedenfalls demnächst erörtert werden.

Bevor die Route ausgeschildert werden kann, dürfte es noch zu einem Behördenmarathon kommen. Denn wie für fast alles, gibt es in der Bundesrepublik für FKK-Wanderwege klare Regeln. Sie müssen abseits der Straßen liegen, einen eigens ausgewiesenen Park- und Rastplatz haben, an dem sich die Wanderer aus- und anziehen können. Anrainer, Forst und Polizei müssen einwilligen. Zwei Kurse haben bislang die Hürden genommen und sind offiziell deklariert.

In Trebbin wird seit zwei Jahren über ein Konzept diskutiert. Testwanderungen haben stattgefunden. Die geeignete Route ist noch nicht gefunden.

Da glaubt Gerald Frisch schon weiter zu sein. „Falls der Rundweg nicht in Frage kommen sollte, dann könnte die Trasse zwischen Lütte und Netzen durch die Belziger Landschaftswiesen und die Grebser Heide führen.“

Von Andreas Koska

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