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Potsdam-Mittelmark Nadine Harth erweckt Ton zum Leben
Lokales Potsdam-Mittelmark Nadine Harth erweckt Ton zum Leben
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13:27 16.12.2018
Nadine Harth bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Töpfern. Quelle: Johanna Uminski
Borkheide

Im Ofen knistert das Holz, der Raum ist erfüllt von weihnachtlichem Orangenduft. An den Wänden und Tischen stehen und hängen unterschiedliche Fabelwesen, die mit ihren ausdrucksstarken Gesichtern den Betrachter anschauen. Durch das große runde Fenster schaut man in den gemütlichen Garten, der im kalten Regenschauer grau und trist erscheint.

Nadine Harth macht es sich besonders an solchen Tagen gerne in ihrer 80 Quadratmeter großen Werkstatt gemütlich. Hier hat die Kosmetikerin die nötige Ruhe und Inspiration, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ihre Ideen in Keramikformen zu kneten.

Frösche, Elfen, Zwerge, Teufel – in der Töpferwerkstatt von Nadine Harth findet sich so mancher Geselle. Die 43-Jährige liebt ihr Hobby, um sich vom Berufsalltag zu entspannen. Und gibt ihr Wissen in Kursen an Gleichgesinnte weiter.

Je nachdem, wie aufwendig eine Arbeit ist, sitzt die Borkheiderin auch mal bis zu acht Stunden an einer Tonfigur. Zur Weihnachtszeit entstehen neben Fröschen, Elfen, Zwergen, Teufeln und Wichteln auch lustige und farbenfrohe Weihnachtsmänner. „Für mich ist das Tiefenentspannung“, verrät sie. Seit 2015 hat Nadine Harth ihre Werkstatt, in der sie auch selbst Töpferkurse anbietet.

Die kreative Ader hat sie von ihrer Mutter geerbt. „Die hat immer viel gemalt“, sagt Nadine Harth. Doch auch sie selbst blüht in vielen Bereichen kreativ auf: sei es in der Töpferei, Malerei oder Musik. „Eigentlich wollte ich Maskenbildnerin werden“, verrät sie. Es wundert daher nicht, dass sie ihre Lust an Kreativität gelegentlich auch im Babelsberger Filmpark auslebt und man sie dort mal als gruseliges Monster auf Rollschuhen und mal als bezaubernde Waldelfe erleben kann.

Unter der Woche viel unterwegs

Seit elf Jahren ist Nadine Harth selbstständige Kosmetikerin und in der Woche viel unterwegs, beispielsweise im Altersheim in Teltow und Beelitz. Die Töpferkunst ist da ein guter Ausgleich für die 43-Jährige. „Ich fange einfach an und dann kommen die Ideen“, sagt sie. Das Handwerk könne man lernen, die Kreativität aber nicht, betont die Borkheiderin.

Für die gebürtige Harzerin sei das Töpfern vor allem Hobby, leben müsse sie davon nicht. Töpferkurse bietet Harth an, um ihr Hobby zu finanzieren und sich kreativ mit anderen auszutauschen. „Vor drei Jahren habe ich mir einen Tonofen gekauft – er war ganz schön teuer.“

Kontrastprogramm zum Beruf

Neben der Entspannung bei der Töpferarbeit, bietet das Hobby ihr vor allem ein Kontrastprogramm zum Beruf. „Den ganzen Tag gehe ich mit Cremetöpfchen um – wenn ich mit Ton arbeite, dann hantiere ich im Dreck.“ Eine Idee, warum ihre Figuren und Gesichter so ausdrucksstark und lebendig sind, hat Nadine Harth auch. „Ich habe jeden Tag Hände, Füße und Gesichter in der Arbeit vor meiner Nase, daher fällt es mir leicht, diese Körperteile in Ton zu bringen“.

Von Johanna Uminski

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