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Nächster Anlauf für eine Brücke über die Nuthe

Bergholz-Rehbrücke Nächster Anlauf für eine Brücke über die Nuthe

In Bergholz-Rehbrücke gibt es seit vielen Jahren keine Möglichkeit, über einen regulären Überweg auf die andere Seite der Nuthe zu gelangen. Das soll sich ändern. Der Plan Gemeinde Nuthetal, eine neue Brücke über den Fluss zu bauen, erweist sich indes als schwieriger umsetzbar als erwartet.

Bergholz-Rehbrücke, Nuthe 52.3448313 13.0976386
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Hielt nicht lange: Die Königsbrücke musste 2004 gesperrt werden. Anfang 2011 wurde sie abgerissen. .

Quelle: Dorothea Scholz-Janicke

Nuthetal. Das Unterfangen, in Bergholz-Rehbrücke einen neuen Überweg über die Nuthe zu bauen, erweist sich als schwieriger als gedacht. Die Gemeinde Nuthetal ist trotz Unterstützung des Landkreises bereits drei Mal damit gescheitert, für den Bau einer Nuthebrücke Finanzierungsquellen aus verschiedenen Förderprogrammen zu erschließen. Zuletzt hatte die Nuthebrücke bei einem Vorhaben-Ranking der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Havelland-Fläming 30 Punkte erreicht, 31,5 Punkte wären nötig gewesen, um ins Finale zu kommen.

Kommune hofft auf Fördergelder

„Im Moment ist die Zeit aber günstig, über eine Förderung das Projekt umzusetzen“, sagte Ramona Halaschka vom Nuthetaler Bauamt. Die Kommune will denn auch einen neuen Anlauf unternehmen und eine neue Förderung bei der LAG für den Bau der Brücke beantragen, muss vorher aber noch einige Hausaufgaben machen. Um die Förderchancen deutlich zu erhöhen, ist die Gemeinde bereit, in Vorleistung zu gehen und die Planung bereits zu erarbeiten und die Genehmigung der Behörden einzuholen. „Um Fördermittel zu bekommen, brauchen wir vorher eine Planung und die Genehmigung für den Brückenbau“, sagte Bauamtsleiter Rainer vom Lehn. Er schätzte die Kosten für die Planung auf etwa 40 000 Euro, weil das Vorhaben zusätzliche Verfahren durchlaufen muss.

Die neue Nuthebrücke soll laut vom Lehn oberhalb des Wehres in Richtung Saarmund gebaut werden. Der Standort befindet sich auf sensiblem Terrain in einem sogenannten FFH-Gebiet (FFH – Flora-Fauna-Habitat) und im Landschaftsschutzgebiet. Deshalb der höhere Untersuchungsaufwand. Den Überweg sollen freilich nur Wanderer und Radfahrer nutzen, die sich in der Natur erholen wollen. Die Brücke über den Fluss würde neue Verbindungen von Bergholz-Rehbrücke in andere Ortsteile der Gemeinde bis nach Nudow und Philippsthal schaffen – jenseits der Hauptverkehrsstraßen. Die Kosten für eine neue Nuthebrücke bezifferte vom Lehn auf etwa 140 000 Euro, 75 Prozent davon könnten gefördert werden. Er wird jetzt einen Beschlussantrag für die Gemeindegremien erarbeiten, die noch grünes Licht geben müssen für den vierten Anlauf.

Vorgängerbrücke musste nach wenigen Jahren abgerissen werden

Sollte der neue Förderantrag am Ende erfolgreich sein, würde Bergholz-Rehbrücke nach vielen Jahren wieder einen Übergang über die Nuthe bekommen – als Ersatz für die einstige Königsbrücke. Sie war einst 1994 mit viel Brimborium eröffnet worden, hielt aber nicht lange. Der hölzerne Überweg, der früher am Ende der Richard-Kuckuck-Straße über die Nuthe führte, musste bereits zehn Jahre nach Eröffnung wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Fehler bei Planung, Bau und Instandhaltung des Überwegs waren Schuld am schnellen Ende der Königsbrücke, die schließlich Anfang 2011 abgerissen wurde. Regressforderungen erwiesen sich schon 2004 als nicht möglich. Die Firma, die die Brücke bauen sollte, war bereits im Vorfeld Pleite gegangen. Beim Bau 1994 war das Technische Hilfswerk in einer Good-Will-Aktion eingesprungen, um das Aufbauwerk zu ermöglichen. Der Brückenplaner lebte 2004 nicht mehr.

Zum Problem wurde zudem, dass die Königsbrücke auf der anderen Seite der Nuthe auf Privatland führte. Der Eigentümer duldete später keinen öffentlichen Weg mehr, was eine Sanierung der Brücke genauso wie einen Neuaufbau an gleicher Stelle sinnlos machte. Die Ersatz-Brücke soll wohlweislich an anderer Stelle oberhalb des Wehres entstehen und neue Möglichkeiten der Naherholung eröffnen.

Von Jens Steglich

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