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Nahmitz will ans zentrale Netz

Trinkwasser Nahmitz will ans zentrale Netz

Nahmitz nimmt Kurs auf eine zentrale Trinkwasserversorgung. Der Ortsbeirat hat der Gemeinde Kloster Lehnin und dem WAZV Werder-Havelland eine Erschließung des Dorfes empfohlen. Grund sind Klagen über die schlechte Wasserqualität aus den Hausbrunnen. Vor 2019 ist jedoch nicht mit einem Anschluss zu rechnen.

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Nahmitz hat noch kein zentrales Trinkwasser.

Quelle: Dirk Fröhlich

Nahmitz. Fast 28 Jahre nach der Wende gehört Nahmitz zu den wenigen Dörfern in Potsdam-Mittelmark, die noch nicht an das zentrale Trinkwassernetz angeschlossen sind. Für die gut 600 Einwohner könnte sich dieser Zustand bald ändern. So hat der Nahmitzer Ortsbeirat unter Leitung von Ortsvorsteher Klaus Wendler in dieser Woche eine Empfehlung an die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Werder Havelland (WAZV) verabschiedet. Darin wird dem Verband nahegelegt zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Beschluss über die zentrale Trinkwassererschließung von Nahmitz herbeizuführen. Soweit wirtschaftlich vertretbar, sollen auch die Wohnplätze Doberow, Heidehaus, Heidehof und der Nahmitzer Hafen einbezogen werden.

Von sich aus hat der WAZV bislang keine Planungen unternommen. „Mit der aktuellen Grundsatzempfehlung des Ortsbeirates wird die Gemeinde Kloster Lehnin entsprechende Initiativen in der Verbandsversammlung entfalten“, sagte Bürgermeister Uwe Brückner der MAZ. Der WAZV müsste die Erschließung von Nahmitz in seinen Wirtschaftsplan aufnehmen. Weil es jedoch keinen Planungsvorlauf gibt, dürfte dies nicht vor 2019 passieren. Die nächste Verbandsversammlung gibt es noch im Dezember. Dort könnte das Ansinnen aus Nahmitz grundsätzlich beraten werden, heißt es aus der Verbandsspitze.

Das Thema Trinkwasser ist im Dorf nicht neu. Bereits vor einem Jahr gab es eine Einwohnerversammlung, bei der Bürger auf die schlechte Qualität des Wassers aus ihren Hausbrunnenanlagen hinwiesen. Schon damals wurden von den Nahmitzern Fragen der praktischen Realisierung aufgeworfen. So sollen zusätzliche Baukostenzuschüsse vermieden werden. Bevorzugt wird eine Versorgung aus dem Wasserwerk Damsdorf. Außerdem wollen die Nahmitzer ihre Hausbrunnen für die Gartenbewässerung behalten. Bei einer strikten Trennung zur öffentlichen Anlage steht dieser Forderung nichts im Wege. Bei einer Trinkwassererschließung soll auch geklärt werden, ob bei dieser Gelegenheit Gehwege erneuert werden können.

Von Frank Bürstenbinder

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