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Natürliche Kunstwerke für die Haut

Seifenmanufaktur auf der IGW Natürliche Kunstwerke für die Haut

Zur Seife ist Karina Kunick gekommen, als ein Familienmitglied an Neurodermitis erkrankte. Auf der Suche stellte sie fest, dass selbst in Babyseifen synthetische Duftstoffe enthalten sind. Das wollte die Autodidaktin anders machen. Für ihre Seifen, die sie nun bei der Grünen Woche in Berlin präsentiert, verwendet sie nur pflanzliche Stoffe und natürliche Farbstoffe.

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Bereit für die Grüne Woche: Karina Kunick aus Raben präsentiert sich mit ihrer Seifenmanufaktur und weiteren Produkten.

Quelle: johanna uminski

Raben. Wie durch Butter geht das Messer durch die ein Meter lange und vier Kilogramm schwere Lavendelseife. Scheibe um Scheibe trennt sie sich von einem langen Streifen. Daneben liegt auf dem Tisch ein ebenso langes und schweres Stück Ringelblütenseife. Auch das wartet darauf, in kleine handelsübliche Seifenstückchen portioniert zu werden. Am Ende machen sich die kunstvollen und wohlriechenden Seifen auf den Weg nach Berlin.

Der Renner

Der Renner: Vier Sorten in einer Packung.

Quelle: Uninski

Dort dekorieren sie auf der Grünen Woche den Stand von Karina Kunick. Die Rabenerin stellt seit 11 Jahren in ihrer Seifenmanufaktur natürliche Kunstwerke her. Dabei legt die 45-Jährige viel Wert auf die Verwendung von pflanzlichen Zutaten.

Nur pflanzliche Zutaten verwendet

Zur Seife ist Karina Kunick gekommen, als ein Familienmitglied Probleme mit Neurodermitis bekam, erzählt die zweifach Mutter. „Ich wollte wissen, was in so einer Seife drin steckt “, sagt Kunick. Auf der Suche stellte die Rabenerin fest, dass selbst in Babyseifen synthetische Duftstoffe enthalten waren. „Die haben da nichts verloren.“ Das wollte die Autodidaktin anders machen. Für ihre Seifen verwendet sie nur pflanzliche Stoffe und natürliche Farbstoffe, keine tierischen Fette.

Ätherische Öle riechen zwar gut, kommen aber in der Seife nicht richtig durch, betont die Rabenerin. „Das sind wie in der Musik die tiefen Töne“. Hier kann Karina Kunick auf die langjährigen Erfahrungen aus ihrer „Seifenküche“ zurückgreifen und weiß heute, welche ätherischen Öle sich für die Herstellung von Seifen sehr gut eignen.

Hintergrund

Auf dem Messegelände in Berlin findet vom 15. – 24. Januar die Internationale Grüne Woche statt. In Halle 21a präsentieren sich kleine und mittlere Unternehmen aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark mit ihren Produkten dem Publikum.

Karina Kunick aus Raben mit ihrer Seifenmanufaktur, Produkte der Alpaka Erlebnisfarm Willeminenhof aus Groß Kreutz (Havel), Teespezialitäten der Teemanufaktur Candé Natura aus Werder (Havel), Wildfruchtprodukte von Marita Jänicke aus Ferch am Schwielowsee und Honig aus der Imkerei von Lothar Lucke aus Werder (Havel).

Eine breite Palette von Säften zur Verkostung und zum Kauf gibt es am Stand der Mosterei Ketzür. Produkte der traditionsreichen Kerzenzieherei Buchal aus Reetzerhütten warten ebenfalls auf die Besucher. Eine Kombination aus kulinarischen Genüssen und Naturerlebnis bieten das Hotel Brandtsheide aus Jeserig im Fläming und die Kräuterfee Heidi Knappe.

Das Burgbräuhaus Bad Belzig präsentiert den ersten Whisky aus eigener Herstellung. Am Samstag, 23.01. zeigen Künstler und Unternehmen aus dem Landkreis ihr Können auf der Hallenbühne.

Hergestellt werden die kunstvollen und zertifizierten Seifen im Kaltverfahren bei etwa 70 Grad. „Dabei blieben die Inhaltsstoffe erhalten.“ Es gäbe zwar jedes Jahr einen Favoriten unten den Seifen, sagt die Rabenerin. Aber in ihrem Sortiment finden die Kunden immer die vier Seifensorten Wildrose-Mandel, Lavendel, Ringelblüte und Pachouli – eine erdige, aus dem 18. Jahrhundert stammende Duftmischung mit Zitrus und Zimt.

Neues Highlight

Neues Highlight: zum ersten Mal zeigt Karina Kunick neben ihren Produkten aus ihrer Seifenmanufaktur auch den Inhalt ihrer Wärmekissen: Kräuter, Dinkelspelz, Heilwolle, Kirsch- und Traubenkerne.

Quelle: Uminski

Karina Kunick freue sich, dass sie sich auf der Grünen Woche mit ihren Produkten präsentieren könne, allerdings sei es der 45-Jährigen wichtig regional zu bleiben. „Ich muss da keine große Runde machen.“ Sie habe in der Region seit Jahren treue Stammkunden. „Das macht mich glücklich.“

Regionalität ist ihr wichtig

Die Einzigartigkeit ihrer Seifen liege in ihrer Liebe zum Handwerk und jahrelangen Erfahrungen. Ein weiterer Pluspunkt ihrer natürlichen Seifen sei, dass durch diese kein Verpackungsmüll entstehe. „Ich verwende kein Plastik, sondern Zellglas“, sagt die Rabenerin. Dieses sei kompostierbar. Viele Worte um ihre Seifen möchte Karina Kunick aber gar nicht verlieren. „Die Leute sollten sie einfach mal ausprobieren.“ Ganz klar: Die Produkte sollen für sich sprechen, die Qualität überzeugen.

Doch die Herstellung von Seifen ist nicht die einzige Stärke der Rabenerin. Zu ihrem Angebot zählen auch Wärmekissen mit Kräutern, Dinkelkornschalen, Heilwolle, Trauben- und Kirschkernen. Darüber hinaus noch Bürsten, Holzlöffel und Holzkämme. Auch mit der Spinnerei wolle die 45-Jährige bald beginnen. „Ich finde es faszinierend, selber Sachen zu machen.“ Ihren Schatz an Wissen und die Liebe zum Handwerk gibt Karina Kunick regelmäßig in Seifenkursen weiter.

Weiteres unter www.planequell.de

Von Johanna Uminski

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