Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Eine Kita im Einklang mit der Natur

Naturkindergarten Fläming Eine Kita im Einklang mit der Natur

Dreieinhalb Jahre ist der Naturkindergarten Fläming nun alt – und hat sich laut Kitaleitung gut etabliert. Auch in der kalten Jahreszeit bleibt die Kita ihrem Konzept treu und beschäftigt ihre Schützlinge den Großteil des Tages an der frischen Luft. Der ans Kitagelände angrenzende Wald lädt zum Rodeln und Spuren suchen ein.

Schmerwitz 52.1388994 12.483528
Google Map of 52.1388994,12.483528
Schmerwitz Mehr Infos
Nächster Artikel
Kripo will Autofund in Güterfelde aufklären

Alles eine Frage der Einstellung: Trotz klirrender Kälte verzichten die Kinder in Schmerwitz nicht auf ihre tägliche Obstpause im Freien.

Quelle: Josephine Mühln

Schmerwitz. An besonders kalten Wintertagen werden die Kinder im Naturkindergarten Fläming jeden Morgen mit einem wärmenden Lagerfeuer begrüßt. Dort kochen sie dann zusammen mit den Erziehern und Erzieherinnen Tee, backen Stockbrot oder rösten Maronen. Gemeinsam werden Geschichten erzählt und es wird gesungen.

Zum Konzept der mittlerweile dreieinhalb Jahre alten Kita gehört „die tägliche Begegnung mit Wald und Natur“, wie es offiziell heißt. Kurzum: Die Kids verbringen die meiste Zeit des Tages an der frischen Luft. Im Winter sei daher Feuer ein wichtiges Element, wie Kitaleiterin Stella Albert erklärt. Und Bewegung – der Wald, der direkt ans Kita-Gelände angrenzt, lädt zu ausgedehnten Entdeckungstouren ein. „Wir haben uns dort feste Plätze gesucht, an denen wir Tee- und Brotpausen machen“, sagt Albert. Außerdem ließe sich dort prima Schlitten fahren. Und mit dem Wildnispädagogen der Kita begeben sich die Kinder auf Spurensuche im Schnee. „Wenn es zu kalt ist, können wir natürlich auch reingehen - aber an sich sind wir draußen“, schließt die junge Mutter.

Tägliche Begegnung mit der Natur

Um Kinder und Erzieher besonders in der kalten Jahreszeit fit zu halten, gibt es täglich Obstpausen, viel wärmenden Tee und Nüsse - „eben besonders nahrhafte Sachen“, erläutert Albert. „Die Kinder sind daran gewöhnt – wetterfeste und gute Kleidung sind natürlich Voraussetzung.“ Das Zwiebelsystem habe sich in diesem Zusammenhang bewährt.

Täglich frisches Bio-Mittag

Von den 26 Kita-Kindern sind fünf zwischen zwei und drei Jahre alt. Sie sind meist noch nicht ganz so lange draußen wie ihre größeren Spielkameraden. „Es hat sich gezeigt, dass die Kleinen eher noch die Nestwärme brauchen“, erläutert Kitaleiteiterinn Stella Albert.

Der Naturkindergarten wurde von einem Elternverein initiiert, aktuell werden dort Kinder aus Schmerwitz, Brück, Wiesenburg und Bad Belzig betreut.

Zum Kita-Team gehört auch eine Köchin, die den Kindern jeden Tag aus frischen Bio-Zutaten ein warmes Mittagessen zubereitet.

Wer den Naturkindergarten unterstützen möchte, erreicht das Team unter 03 38 49/90 55 51 oder über www.wald-kinder.info

In der Schmerwitzer Kita werden zurzeit 26 Kinder von vier Erziehern betreut – damit ist die Einrichtung bis auf den letzten Platz ausgelastet. „Wir sind an einem stabilen Punkt angekommen, haben uns etabliert“, sagt Leiterin Albert. Sie arbeitet ehrenamtlich, so wie auch die anderen Eltern, die sich für die Eröffnung der Einrichtung stark gemacht haben.

Im Innenbereich der ehemaligen Tagesstätte Schmerwitz erwarten die Kinder vor allem mit Naturmaterialien gestaltete Rückzugsräume.Sitzecken mit weichen Teppichen und vielen Kissen sowie Spielecken mit vorwiegend Holzspielzeug prägen das Bild. Außerdem gibt es eine Naturwerkstatt, in der die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen können.

Viele machen sich ehrenamtlich stark

Besonders stolz ist Stella Albert auch auf den Bewegungsraum, ausgestattet mit den sogenannten Hengstenberg-Materialien. „Bei der Bewegung nach Hengstenberg geht es um das Kennenlernen des eigenen Körpers, der eigenen Grenzen und der Grenzen anderer“, erklärt Albert. Man könne sich das ähnlich einem Parcours vorstellen, den immer maximal fünf bis sechs Kinder gleichzeitig nutzen. „Besonders kleine Kinder werden dort fit und sicher im Umgang mit ihrem Körper gemacht. Es ist toll, sie dann im Wald zu sehen, wie sie beispielsweise besser das Gleichgewicht halten können oder ganz klare Abläufe beim Klettern haben“, erklärt Albert.

Für die Zukunft des Kindergartens wünscht sich die gebürtige Baden-Württembergerin, „dass es so positiv weitergeht wie bisher“. Darüber hinaus stehe ganz oben auf dem Wunschzettel ein Wasserspielplatz. Mit so einem Spielplatz „hätten wir alle Naturelemente in unserer Kita vereint“.

Von Josephine Mühln

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg