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Potsdam-Mittelmark Naturparkverein pflanzt zum Jubiläum alte Obstbäume
Lokales Potsdam-Mittelmark Naturparkverein pflanzt zum Jubiläum alte Obstbäume
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11:26 17.12.2018
Die Kinder der Gruboer Kita „Sonnenkinder“ helfen, einen Apfelbaum zu pflanzen. Quelle: Josephine Mühln
Grubo

Die Vorfreude bei den Kindern und Erziehern der Gruboer Kita „Sonnenkinder“ ist schon jetzt besonders groß. Aber nicht etwa auf das bevorstehende Weihnachtsfest, sondern auf den Tag, an dem sie ihre ersten eigenen Äpfel ernten können. Zugegeben, das dauert noch ein paar Jahre – aber Vorfreude ist und bleibt ja bekanntlich die schönste Freude.

Zu verdanken hat die Kita ihre eigene kleine Obstplantage dem Naturparkverein „Hoher Fläming“. Der feiert aktuell sein 25-jähriges Bestehen – und wollte aus diesem Anlass gerne etwas zurückgeben, anstatt selber Geschenke zu bekommen. „Insgesamt pflanzen wir 25 Bäume, auf alle Ämter und Gemeinden im Naturpark verteilt“, sagt Stefan Ratering, Geschäftsführer des Naturparkvereins. „Außer in Grubo werden noch Bäume in Wiesenburg, Niemegk, Golzow, Bad Belzig, Fredersdorf und Ziesar stehen“.

Früchte in drei bis fünf Jahren

Seit seiner Gründung 1993 habe der Naturparkverein stets große Unterstützung erfahren und nur wenig Gegenwind zu spüren bekommen. „Dafür wollen wir uns bedanken“, sagt Ratering weiter. „Über all die Jahre hat es keine Konflikte mit Einwohnern gegeben, dafür verschenken wir diese Bäume.“ Den Ortsvorsteher von Grubo, Uwe Meyer, freut das. „Wir bedanken und beim Naturparkverein für dieses schöne Geschenk – und warten schon jetzt sehnsüchtig auf fruchtige und saftige Äpfel.“

Gepflanzt werden fünf alte Apfelsorten, die es vor allem früher häufig im Hohen Fläming gegeben habe, erzählt Oliver Müller, Mitarbeiter des Naturparkvereins und tätig im Bereich Landschaftspflege. „Bis die Bäume Früchte tragen, dauert es in etwa drei bis fünf Jahre. Bis dahin schlagen sie hoffentlich kräftige Wurzeln, bilden eine schöne Krone aus und blühen regelmäßig.“ Hilfe bei der Pflanzung hat der Naturparkverein von der Baumschule Wichmann aus Steutz im benachbarten Sachsen-Anhalt bekommen.

Oliver Müller (2.v.l.) und Stefan Ratering (r.) haben mit den Kindern in Grubo Apfelbäume gepflanzt. Quelle: Josephine Mühln

Damit die Apfelbäume künftig in voller Schönheit das Landschaftsbild prägen, müssen sie nun gut gegossen werden. „Wir hoffen auf einen feuchten Winter“, sagt Ortsvorsteher Uwe Meyer.

Die Gemeinden konnten sich die Bäume selbst aussuchen, die sie gepflanzt haben wollten. „Die meisten haben sich für Apfelbäume entschieden, nur die Niemegker haben den Rotdorn gewählt. Dort werden drei Bäume am künftigen Standort des Familienzentrums stehen“, sagt Oliver Müller.

Die Kinder der Kita „Sonnenkinder“ waren eifrig bei der Sache. Quelle: Josephine Mühln

Als Obstbäume sind die Sorten „Boiken“, „Danziger Kantapfel“, „Goldparmäne“, „Hasenkopf“ und „Roter Eiserapfel“ gepflanzt worden. Auf den „Boiken“ soll der Pfarrer Johann Georg Conrad Oberdieck bereits 1860 in Berlin aufmerksam gemacht haben. 14 Jahre später ist der Apfel dann schließlich als eine der 50 zu empfehlenden Sorten bezeichnet worden.

Eine der ältesten Apfelsorten ist zudem die „Goldparmäne“. Sie soll um 1510 in der französischen Normandie entstanden sein und galt über viele Jahrhunderte als eine der besten Tafelobstsorten. Vielleicht erleben beide nun eine Renaissance im Hohen Fläming.

Von Josephine Mühln

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