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Potsdam-Mittelmark Naturschützerin wird ausgezeichnet
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00:19 26.08.2017
Martina Klein vor ihrem Hof in Damsdorf, in dessen Stallungen 33 Rauchschwalben in diesem Sommer gebrütet haben. Für den Nabu ist das ein Hit.  Quelle: Foto: Marion von Imhoff
Damsdorf

 Sie ist eine große Freundin der Natur und durfte sich das nun auch auf das Gartentor nageln: Martina Klein aus Damsdorf und ihr Ehemann Volker haben für ihr Engagement vom Nabu-Regionalverband Brandenburg an der Havel die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ erhalten. 35 Nester finden sich in der Scheune und den Stallungen des im 19. errichten Hofes an der Hauptstraße.

32 Brutpaare haben dort in diesem Sommer ihre Jungen aufgezogen. Schwalben, so das Sprichwort, bringen Glück. Und auch Dreck in Form von Vogelkot. Aber für die Kleins ist das nebensächlich. Ihre Fahrräder decken sie halt ab, wenn die in der Scheune parken. „Der Vogelkot? Dann putzt man eben ab und an.“

Das Schild erhielt Familie Klein aus Damsdorf vom Nabu-Regionalverband Brandenburg an der Havel. Die Auszeichnung hängt nun am Gartentor in Damsdorf. Quelle: Marion von Imhoff

Vor wenigen Tagen erst sind die letzten Schwalben ausgeflogen. In diesem Jahr haben mehr Schwalben bei den Kleins gebrütet als 2016. Pünktlich zum Geburtstag des Hausherren im April waren sie da. Landesweit sind nach Nabu-Angaben die Schwalbenbestände mit 46 000 Brutpaare rückläufig.

Schwalben waren schon immer hier auf dem Hof“, sagt Martina Klein. Das wichtigste, was sie für die Schwalben machen müssen, ist sie ein- und ausfliegen zu lassen in das Gehöft. Die Familie hat für Mehlschwalben sogar künstliche Nester angebracht. Im 5000 Quadratmeter großen Garten wachsen Sonnenblumen wie andernorts Rasen. „Für die Stieglitze.“ Im Teich quaken Frösche. Musik ist das in den Ohren der Kleins wie das Gezwitscher der Schwalben. „Es ist einfach herrlich, das zu hören“, schwärmt die 58-jährige Versicherungsfachfrau.

Martina Klein setzte sich auch für das Damsdorfer Fenn ein

Während sie das erzählt, köchelt Letscho auf dem Herd. „Wir haben dieses Gehöft, auch um alles, was wir an Gemüse essen, selbst anbauen zu können“, betont Martina Klein. Sie war eine der Initiatorinnen, die dafür gesorgt haben, dass der örtliche Anglerverein das Fenn kaufen konnte. 12 600 Euro sammelte sie damals dafür. Noch immer zieht sie mit einem Griff den entsprechenden blauen Aktenordner aus dem Regal ihres Versicherungsbüros.

Um den See legte Martina Klein mit Mitstreitern einen Naturlehrpfad an. Dass der Damsdorfer See dem Ort und seinen Bewohnern als freier Rückzugsort erhalten geblieben ist, darüber freut sich die gebürtige Lehninerin, die schon seit 37 Jahren in dem Dorf zuhause ist.

Martina Klein ist Mitglied im Brandenburger Landesverband der Pilzsachverständigen – auch wenn sie selbst noch keine Expertin sei, sagt sie. Die Natur, sie liegt ihr einfach am Herzen.

Von Marion von Imhoff

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